Gottesdiener und Kamelzüchter: Das Alltags- und Sozialleben der Sobek-Priester im kaiserzeitlichen Fayum
معرفی کتاب «Gottesdiener und Kamelzüchter: Das Alltags- und Sozialleben der Sobek-Priester im kaiserzeitlichen Fayum» نوشتهٔ Benjamin Sippel، منتشرشده توسط نشر Harrassowitz در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Als Octavian Agypten eroberte (30 v.Chr.), thronten in den Dorfern am Rande des Fayum mehrere grosse Tempel, die den Kult um den Krokodilgott Sobek pflegten. Fur die drei nachfolgenden Jahrhunderte sind aus dieser Region reiche archaologische, epigrafische und papyrologische Zeugnisse uberliefert, die den Alltag der Priesterschaft zwischen Ritualhandlungen, Tempelverwaltung und Familienleben unter romischer Herrschaft illustrieren. Benjamin Sippel zeichnet erstmals ein siedlungsubergreifendes Bild von den Beziehungen der fayumischen Sobek-Priester untereinander, zu ihren Dorfgemeinschaften und zu staatlichen Beamten. Im Fokus stehen die Dorfer Bakchias, Narmuthis, Soknopaiu Nesos, Tebtynis und Theadelphia. Den Kern der Untersuchung bilden vier Themenfelder: (1) die Eigenheiten der Namengebung unter priesterlichen Familien, (2) die Bemuhungen der Tempelkollegien um ein hellenistisch gebildetes Publikum, (3) die weltlichen Verdienstmoglichkeiten fur Priester und (4) die Konfliktherde im Umfeld der Tempel. Sippel gelingt es dabei einerseits, das Stereotyp von agyptischen Priestern als 'indigener Elite' zu dekonstruieren, andererseits schliesst die Studie eine Forschungslucke, indem sie die Situation der agyptischen Sobek-Kulte im Fayum unter romischer Herrschaft eingehend beleuchtet. Cover Titelseiten Inhalt Vorwort Abkürzungen Einleitung Entwicklung der Fragestellung Methodisches Vorgehen und Gliederung Begriffliches Grundlagen I – Ägyptische Tempel und ihre Amtsträger Grundlagen II – Die Siedlungen am Rande des Fayum Kapitel 1: Endogamie und Namengebung 1.1 Ägyptische Namen in kaiserzeitlichen dokumentarischen Texten 1.2 Typische Namen in den fayumischen Tempelkollegien 1.2.1 Eine Bestandserfassung: Regional-, orts- und tempelspezifischeNamen 1.2.2 Ortsspezifische Namen der Kultfunktionäreaus Soknopaiu Nesos 1.2.3 Ortsspezifische Namen der Kultfunktionäre aus Tebtynis 1.2.4 Ortsspezifische Namen der Kultfunktionäre aus Bakchias 1.3 Landflüchtige, Lokalheilige und Überlieferungslücken: Entwicklungen und Dynamiken in der Prosopografie 1.3.1 Wenn Namen hinzukommen: Einheirat undtempelübergreifende Kooperationen 1.3.2 Wenn Namen verschwinden: Selektionsprozesse 1.3.3 Wenn Namen verschwinden: Personalschwankungen undÜberlieferungsfragen 1.3.4 Wenn Namen verschwinden: Aufgegebene Siedlungen und Tempel 1.4 Griechische Namen, lateinische Namen und Doppelnamen 1.4.1 Kronion: Zwischen Kronos, Geb und Soknebtynis 1.4.2 Griechische (Doppel-)Namen und städtische Eliten 1.4.3 Sempronios, ἱερεύς des Soknopaios: Lateinische Namen unter Kultfunktionären 1.5 Exkurs: Beinamen und andere nicht offizielle Namen 1.6 Zwischenfazit Kapitel 2: Spezialisten und Klienten 2.1 Feiertage, Festpublikum und öffentliche Opferhandlungen 2.1.1 Zeitstrukturierung 2.1.2 Verteilung und Kollekte von Nahrungsmitteln im Festkontext 2.1.3 Öffentliche Tieropfer 2.2 Horoskope und Orakel 2.2.1 Horoskope 2.2.2 Losorakel 2.3 Spuren im Tempelbezirk: Graffiti, Inschriften und Monumente 2.3.1 Graffiti für die Götter: Die Proskynemata an den Tempelwänden 2.3.2 Seinem Namen alle Ehre machen: Gestiftete Bauwerke und Monumente 2.3.3 Ägyptische Götter in griechischem Gewand: Tafelgemälde und Fresken 2.4 Zwischenfazit Kapitel 3: Säkulare Verdienstmöglichkeiten und alternative Karrierewege 3.1 Dienste als Schreiber und Verwalter 3.1.1 Schreiber in Notariatsstuben 3.1.2 Verwalter und Buchhalter 3.2 Viehhandel, Kleingewerbe und andere Erwerbstätigkeiten 3.2.1 Kleingewerbe und Nebeneinkünfte 3.2.2 Arbeitstierzucht 3.3 Alternative Karrierewege und Erwerbsperspektiven: Militär, Handel und Handwerk 3.3.1 Soziale Aufstiegschancen im Militärdienst 3.3.2 Erwerbsperspektiven in Handel und Handwerk 3.4 Kreditgeschäfte 3.4.1 Kreditgeschäfte unter Tempeldienern: Spezifische Charakteristika? 3.4.2 Tempeldiener als gefragte Geldgeber im lokalen Kreditwesen? 3.5 Zwischenfazit Kapitel 4: Konfliktsituationen 4.1 Kontrollen, Sanktionen und Interpretationsfragen: Reibungspunkte zwischen Tempelkollegien und Behörden 4.1.1 Das Verfahren bei Steuerbetrug 4.1.2 Nach Meinung der Experten: Verstöße gegendie kultbezogene Disziplin 4.1.3 Verhandlungssache: Entlastungen von Liturgien und Steuern 4.1.4 Eine Prinzipienfrage: Zur Käuflichkeit undErblichkeit von Ämtern 4.2 Konflikte zwischen Amtsträgern und Einheimischen 4.3 Streit im Allerheiligsten: Konflikte unter Tempelkollegien 4.3.1 Große Fische im kleinen Teich: Das Ringen um Einflusssphären 4.3.2 Streitigkeiten zwischen Amtskollegen in profanen Sphären 4.3.3 Vergiftete Atmosphäre: Fehden und Machtkämpfeim Tempelkollegium 4.4 Zwischenfazit Fazit Indigene Eliten? Selbstinszenierung und Handlungsspielräume Die Sobek-Kulte des Fayum unter römischer Herrschaft: Krisensymptome, Lokalspezifika und die Grenzen der Aussagefähigkeit Appendices Appendix 1: Verbreitung der in Kapitel 1.2 besprochenen Namen Appendix 2: Horoskopnotizen aus Narmuthis mit Personenangaben Appendix 3: Schreiber im Dienste arsinoitischer Grapheia Appendix 4: Tempeldiener als Esel(ver)käufer Appendix 5: Tempeldiener und ihre Familien in Kreditgeschäften Abbildungsnachweis Bibliografie Register Quellenregister Sachregister Als Octavian Ägypten eroberte (30 v.Chr.), thronten in den Dörfern am Rande des Fayum mehrere große Tempel, die den Kult um den Krokodilgott Sobek pflegten. Für die drei nachfolgenden Jahrhunderte sind aus dieser Region reiche archäologische, epigrafische und papyrologische Zeugnisse überliefert, die den Alltag der Priesterschaft zwischen Ritualhandlungen, Tempelverwaltung und Familienleben unter römischer Herrschaft illustrieren.0Benjamin Sippel zeichnet erstmals ein siedlungsübergreifendes Bild von den Beziehungen der fayumischen Sobek-Priester untereinander, zu ihren Dorfgemeinschaften und zu staatlichen Beamten. Im Fokus stehen die Dörfer Bakchias, Narmuthis, Soknopaiu Nesos, Tebtynis und Theadelphia. Den Kern der Untersuchung bilden vier Themenfelder: (1) die Eigenheiten der Namengebung unter priesterlichen Familien, (2) die Bemühungen der Tempelkollegien um ein hellenistisch gebildetes Publikum, (3) die weltlichen Verdienstmöglichkeiten für Priester und (4) die Konfliktherde im Umfeld der Tempel. Sippel gelingt es dabei einerseits, das Stereotyp von ägyptischen Priestern als ?indigener Elite? zu dekonstruieren, andererseits schließt die Studie eine Forschungslücke, indem sie die Situation der ägyptischen Sobek-Kulte im Fayum unter römischer Herrschaft eingehend beleuchtet
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