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Gottesbild und Barmherzigkeit: Lukanische Ethik im Chor hellenistischer Ethikkonzeptionen. Dissertationsschrift

معرفی کتاب «Gottesbild und Barmherzigkeit: Lukanische Ethik im Chor hellenistischer Ethikkonzeptionen. Dissertationsschrift» نوشتهٔ Simon Wandel; Mohr Siebeck GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Das ethische Denken des Evangelisten Lukas ist stark durch dessen Gottesbild geprägt, wobei die Barmherzigkeit als eine der zentralen Charakteristika Gottes zum Vorschein tritt. Eine dergestalt vom Motiv der Barmherzigkeit durchdrungene Ethik stellt im Miteinander und im Gegenüber zu anderen antik-hellenistischen Ethikkonzeptionen ein Novum dar. Dabei argumentiert Lukas nicht frei von den Denkstrukturen seiner Umwelt, sondern ist vielmehr selbst ein Teil der hellenistischen Kultur. Simon Wandel erläutert, wie sich im Vergleich mit frühjüdischen und hellenistisch-römischen Texten einerseits das Eingebettet-Sein des Evangelisten in die ethischen Denkmuster seiner Zeit zeigt und andererseits, wo die lukanische Ethik der Barmherzigkeit ihre provokative Kraft entfaltet. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis Prolegomena Kapitel 1: Hermeneutische Vorüberlegungen 1.1 Der Evangelist Lukas 1.2 Transformationsprozesse 1.3 Synchrone oder diachrone Analyse Kapitel 2: Forschungsüberblick 2.1 Das Königreich Gottes 2.2 Das Motiv der Umkehr Exkurs: Das lukanische Besitzethos 2.3 Die Barmherzigkeit 2.4 Die Nachahmung Gottes 2.5 Die Tora 2.6 Transformationsprozesse 2.7 Zusammenfassung und Forschungsinteresse Kapitel 3: Das Magnificat und das Benedictus 3.1 Das Magnificat (Lk 1,46–55) 3.1.1 Übersetzung 3.1.2 Das Magnificat als Schwelle zur Gottesherrschaft 3.1.3 Die Barmherzigkeit Gottes im Magnificat Exkurs: Bund und Barmherzigkeit 3.1.4 Gottes Barmherzigkeit und Gottes Bundestreue im Magnificat 3.2 Das Benedictus (Lk 1,67–79) 3.2.1 Übersetzung 3.2.2 Die Bundestreue 3.2.2.1 Die Aufgabe des Täufers 3.2.2.2 Die Barmherzigkeit Gottes im Benedictus 3.3 Magnificat, Benedictus und der Psalter Salomos 3.4 Zusammenfassung und Ausblick Kapitel 4: Die Feldrede (Lk 6,20–49) 4.1 Übersetzung 4.2 Gliederung 4.3 Auslegung 4.3.1 Die Einleitung der Rede 4.3.2 Makarismen und Weherufe 4.3.2.1 Die Armen (V. 20b–c) und die Reichen (V. 24a–b) Exkurs: Die Armen bei Lukas 4.3.2.2 Die Hungernden (V. 21a–b) und die Satten (V. 25a–b) 4.3.2.3 Die Weinenden (V. 21c–d) und die Lachenden (V. 25c–d) 4.3.2.4 Die Gehassten (V. 22a–23b) und die Gerühmten (V. 26a–b) 4.3.2.5 Zusammenfassung 4.3.3 Feindesliebe und Barmherzigkeit (Lk 6,27–38) 4.3.3.1 Feindesliebe und Gewaltverzicht (V. 27b–30b) a) Liebe und Feindschaft b) Gutes tun und Hass c) Segen und Fluch d) Fürbitte und Misshandlung e) Die Schläge auf die Wange f) Der Mantel und das Hemd g) Das freizügige Geben h) Geben ohne Rückerstattung Zusammenfassung 4.3.3.2 Die Goldene Regel in der Ethik Jesu (V. 31a–34b) 4.3.3.3 Gotteskindschaft und Barmherzigkeit (V. 35a–36b) 4.3.3.4 Abschließendes Summarium (V. 37a–38d) 4.3.3.5 Zusammenfassung 4.3.4 Die wahre Jüngerschaft (Lk 6,39–49) 4.3.4.1 Der blinde Blindenführer (V. 39b–c) 4.3.4.2 Der Schüler und sein Lehrer (V. 40) 4.3.4.3 Der Splitter und der Balken im Auge (V. 41a–42e) 4.3.4.4 Die guten und die schlechten Früchte (V. 43a–45c) 4.3.4.5 Das Gleichnis vom Hausbau (V. 46a–49c) 4.3.4.6 Zusammenfassung Kapitel 5: Der barmherzige Samariter (Lk 10,25–37) 5.1 Übersetzung 5.2 Kontext und Struktur 5.3 Auslegung 5.3.1 Das Doppelgebot der Liebe (Lk 10,25–29) 5.3.2 Die Parabel vom barmherzigen Samariter (Lk 10,30–35) 5.3.3 Die Reichweite und die Realisierung der Nächstenliebe (Lk 10,36–37) 5.3.3.1 Erste Perspektive: „Lehrer, was muss ich tun, damit ich das ewige Leben erben werde?“ 5.3.3.2 Zweite Perspektive: „Und wer ist mein Nächster?“ 5.3.3.3 Dritte Perspektive: Priester, Levit, Samariter 5.3.3.4 Vierte Perspektive: „Geh hin und handle du gleichermaßen!“ Kapitel 6: Die Salbung durch die Sünderin (Lk 7,36–50) 6.1 Übersetzung und Gliederung 6.2 Die lk. Variante im synoptischen Vergleich 6.3 Auslegung 6.3.1 Der Pharisäer und die Sünderin (Lk 7,36–39) 6.3.2 Das Gleichnis von den beiden Schuldnern (Lk 7,40–43) 6.3.3 Die Liebe der Sünderin (Lk 7,44–47) 6.3.4 Die Vollmacht zur Sündenvergebung (Lk 7,48–50) 6.4 Liebe und Vergebung 6.4.1 Die Liebe als Folge der Vergebung 6.4.2 Die Liebe als Bedingung der Vergebung 6.4.3 Die Liebe Gottes zu den Menschen 6.4.4 Der Mangel an Liebe und die Verwehrung der Vergebung Kapitel 7: Der verlorene Sohn (Lk 15,11–32) 7.1 Übersetzung 7.2 Kontext und Struktur 7.3 Auslegung 7.3.1 Der Auszug des Sohnes (Lk 15,11–16) 7.3.2 Die innere Umkehr (Lk 15,17–20a) 7.3.3 Die Barmherzigkeit des Vaters (Lk 15,20b–24) 7.3.4 Der Zorn des älteren Sohnes (Lk 15,25–32) 7.4 Der verlorene Sohn im lukanischen Denken: Gottesbild und Ethik 7.5 Das Motiv des verlorenen Sohnes in der Antike: Gemeinsamkeiten und Transformationen Kapitel 8: Joseph und Aseneth 8.1 Prolegomena 8.2 Die Buße der Aseneth 8.2.1 Idolatrie als trennendes Element 8.2.2 Der Weg der μετάνοια 8.2.2.1 Die Bienenszenerie (JosAs 16,17–23) 8.2.3 Das Wesen der μετάνοια in JosAs 8.2.3.1 Umkehr und Hass 8.2.3.2 Umkehr und Familie 8.2.3.3 Umkehr und Demut 8.2.3.4 Die Annahme durch Gott 8.2.4 Das Motiv der μετάνοια bei Lukas und JosAs 8.2.4.1 Umkehr als konstitutives Element der neuen Gottesbeziehung 8.2.4.2 Umkehr und Demut 8.2.4.3 Umkehr und Verzicht 8.2.4.4 Umkehr als Abkehr von der Idolatrie 8.2.4.5 Umkehr und Rettung 8.3 Das Gottesbild in JosAs 8.3.1 Strukturen und Titel 8.3.2 Charakterisierungen Gottes 8.3.2.1 Der zornige Gott 8.3.2.2 Der barmherzige Gott 8.4 Gottesbild und Ethik in JosAs Kapitel 9: Die Testamente der XII Patriarchen 9.1 Prolegomena 9.2 Das Testament Sebulon 9.2.1 Das Doppelgebot der Liebe im TestSeb 9.2.2 Die emotionale Dimension der barmherzigen Zuwendung 9.2.2.1 Die Barmherzigkeit mit den Verfolgten 9.2.2.2 Die Barmherzigkeit mit den Notleidenden 9.2.2.3 Barmherzigkeit und Vergebung 9.3 Das Testament Joseph 9.3.1 Nächstenliebe im TestJos 9.3.2 Das Gottesbild im TestJos 9.4 Das Testament Benjamin 9.4.1 Das Doppelgebot der Liebe im TestBen 9.4.2 Das Motiv der Barmherzigkeit im TestBen 9.4.3 Die reine Gesinnung im TestBen Kapitel 10: Der Aristeasbrief – Herrscherethos im Lichte des hellenistischen Frühjudentums 10.1 Prolegomena 10.2 Grundsätzliches: Tugend und Tora 10.3 Gottesbild und Ethik im Aristeasbrief 10.3.1 Die Vorrangstellung des jüdischen Monotheismus 10.3.2 Das Symposion (EpArist 184–294) 10.3.2.1 Das Herrscherethos in der EpArist 10.3.2.2 Ein Blick zurück: Die Relation zwischen Gott und König zu Beginn der EpArist 10.3.2.3 Die Milde Gottes als ethisches Prinzip 10.3.2.4 Genügsamkeit als königliche Tugend 10.4 Summarium: Ethik als Nachahmung und Observanz Gottes Kapitel 11: Seneca – Eine Ethik der Vernunft 11.1 Prolegomena 11.2 Die Bedeutung Gottes in der Ethik Senecas 11.2.1 Grundsätzliche Erwägungen 11.2.2 Gott in der Philosophie Senecas 11.2.3 Imitatio Dei als sittliches Motiv 11.3 Die sittliche Lebensgestaltung nach der Ethik Senecas 11.3.1 Näherbestimmung der virtus 11.3.2 Wider den Luxus 11.3.3 Affekte als Bedrohung der Sittlichkeit 11.3.4 Positive Emotionen als vitia 11.3.5 Zwischen clementia und misericordia 11.3.6 Suizid und Freiheit 11.3.7 Streben nach Tugend angesichts des Todes 11.4 Lukas und Seneca im Gespräch Kapitel 12: Abschließendes Summarium 12.1 Der Evangelist Lukas 12.2 Das hellenistische Frühjudentum 12.3 Seneca: Stoische Ethik der Kaiserzeit 12.4 Ausblick Literaturverzeichnis Quellen und sprachliche Hilfsmittel Monographien und Kommentare Aufsätze und Artikel Stellenregister Personen- und Sachregister "Die Ethik des Evangelisten Lukas ist zutiefst durch sein Gottesbild geprägt. Dabei spielt die Barmherzigkeit eine herausragende Rolle. Simon Wandel zeigt, wie gerade im Vergleich mit anderen hellenistischen Ethikkonzeptionen das herausfordernde Potential einer Ethik der Barmherzigkeit sichtbar wird." --Provided by publisher
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