معرفی کتاب «Goethes Liebeslyrik: Semantiken Der Leidenschaft Um 1800 (klassik Und Moderne Schriftenreihe Der Klassik Stiftung Weimar) (german Edition)» نوشتهٔ Rohde, Carsten (editor);Valk, Thorsten (editor)، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2013. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Goethe’s lyrical works had a major impact upon the emergence of the modern discourse of love. Along with the texts of his creative period in Weimar, the poems of his Leipzig, Strasbourg, and Frankfurt years represent an ever-changing poetics of love that competed with contemporary perspectives from the Enlightenment to Late Romanticism. Goethe’s formal innovations over the course of his love poetry, often accompanied by intercultural references, have proven to be singular. Einleitung: Goethes Liebeslyrik im Spiegel der Forschung Die heimliche Lust des Voyeurs. Goethes Liebesgedichte im Kontext der Leipziger Rokokolyrik Vom Selbst zum Ich. Goethes Gedicht An den Mond (1769/1815) Empfindung und Empirie. Autobiographische Selbstbehauptung in Goethes Liebeslyrik von 1771 bis 1775 »Wie schlägt dein Herz«. Goethes Kardiopoetik Goethes »Zettelgen« an Frau von Stein Die Götter Italiens. Goethes mythoerotische Elegien Götterliebe, heroische Zeiten? Präsenz und Selbstreferenz in Goethes Liebeslyrik, ausgehend von der dritten Römischen Elegie Amor / Roma. Goethes Liebeskonzeption in den Römischen Elegien Farben und Formen der Liebe. Wahrnehmungstheoretische Aspekte in Goethes Römischen Elegien vor dem Hintergrund der Farbenlehre Alle Nähe fern. Goethes Liebeslyrik im Licht des Mondes Zwei Sprachgebärden in Goethes Liebeslyrik Kreisverkehr. Muster der Selbstreferenzialität in Goethes Liebeslyrik »Epoche«. Liebe und Dichtung in Goethes Sonetten von 1807/1808 Die Gefährdung des klassisch-romantischen Liebeskonzepts durch naturalistische Reduktion Goethes Gedicht Das Tagebuch. 1810 Die stete Plötzlichkeit des Fremd-Gehens. Morphologie, Erotik und orientalische Autorschaft in Goethes West-östlichem Divan Goethes und Hölderlins Liebeselegien Ein verschoben geschliffener Spiegel. Goethes West-östlicher Divan und Heines Buch der Lieder Von der Liebe und vom Schreiben. Liebeslyrik bei Goethe und Brecht Schwindel der Gefühle. Goethes Marienbader Elegie und Martin Walsers Ein liebender Mann Nachspiel. Goethe, die Liebe und die Lücke Abbildungsverzeichnis Autorenverzeichnis Personenregister Register der Werke Goethes
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts durchläuft der europäische Liebesdiskurs einen tiefgreifenden Wandel, der sich als Verbürgerlichung eines zuvor aristokratisch geprägten Schreibens über Liebe charakterisieren lässt. Verwoben ist dieser Wandel mit jenen allgemeinen soziokulturellen Veränderungen, die um 1800 die Moderne einleiten.
Als Resonanzraum und Experimentierfeld unterschiedlicher Liebeskonzeptionen hat das lyrische Werk Johann Wolfgang Goethes einen wesentlichen Anteil an der Entstehung des modernen Liebesdiskurses. In den Gedichten der Leipziger, der Straßburger und der Frankfurter Jahre entfalten sich ebenso wie in den Texten der Weimarer Schaffensphasen immer neue Poetiken der Liebe, die mit zeitgenössischen Positionen von der Aufklärung bis zur Spätromantik konkurrieren. Als einzigartig erweisen sich hierbei Goethes Forminnovationen, die oftmals mit interkulturellen Referenzen einhergehen: Volkstümliches Liedgut, antike Verskunst und persische Liebesrhetorik bilden beziehungsreiche Konfigurationen, die in der Lyrik des 19. und 20. Jahrhunderts ein vielstimmiges Echo finden.