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Goethes Geschichtsdenken in seinen Autobiographischen Schriften (Studien Zur Deutschen Literatur, 203) (German Edition)

معرفی کتاب «Goethes Geschichtsdenken in seinen Autobiographischen Schriften (Studien Zur Deutschen Literatur, 203) (German Edition)» نوشتهٔ Hoheisel, Wiebke، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2013. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

The study undertakes a first broad-based analysis of Goethe's historical thinking as evident from his autobiographical writings, demonstrating the links between biography, politics, and new ideas about history developing around 1800. -- Die Studie geht von einem engen Zusammenhang zwischen Goethes Geschichtsdenken und seinem Autobiographieverständnis aus, zumal Goethe selbst die Autobiographie (auch) als historiographische Gattung definiert. Sie zeigt, inwiefern Goethes spezifisches Geschichtsdenken Einfluss auf Form, Inhalt und Konzeption seiner Autobiographischen Schriften nimmt bzw. sogar eine enge Wechselwirkung zwischen Geschichtsdenken und autobiographischen Arbeiten besteht. Nach einer theoretisch-methodischen Grundlegung, die zunächst in einem diskursanalytischen Querschnitt den Begriff {u201A}Geschichte{u2019} um 1800 kontextualisiert und dann die Gattung Autobiographie im Spannungsfeld zwischen Fiktion und Historiographie situiert, bilden den Hauptteil der Arbeit exemplarische Textanalysen. Im Sinne eines problemorientierten Ansatzes wird dabei einzelnen für Goethes Geschichtsdenken zentralen Aspekten nachgegangen: etwa der Darstellung des erzählten Ichs als {u201A}Spiegel{u2019} und {u201A}Motor{u2019} seiner {u201A}Epoche{u2019}; dem Blick auf die {u201A}Geschichte{u2019} des erzählten Ichs sowie auf die vom erzählten Ich erlebte Zeit; der Frage, wie sich Goethe Geschichte erschließt u. a. m. -- Siglen und Abkürzungen 1 Einleitung 2 Theoretisch-methodische Grundlegung 2.1 Begriffsklärung und Kontextualisierung: Goethes Geschichtsdenken und die Auseinandersetzung mit ,Geschichte‘ um 1800 2.1.1 Goethes Skepsis gegenüber der Geschichte und sein Interesse an der Darstellung des „Menschen in seinen Zeitverhältnissen“ 2.1.2 Von der ,Historie‘ zur ,Geschichte‘ – Goethes Geschichtsbegriff im terminologiegeschichtlichen Kontext um 1800 2.1.3 Goethes Verhältnis zur Geschichte – Divergenzen und Konvergenzen zu zentralen Positionen im Geschichtsdiskurs seiner Zeit 2.2 Die Autobiographie im Spannungsfeld von Fiktion und Historiographie 2.2.1 Chancen und Schwierigkeiten – konzeptionelle und poetologische Aspekte von Goethes Autobiographieprojekt 2.2.2 Der Stand der Forschung: ,Problemhorizonte’ des wissenschaftlichen Autobiographiediskurses 2.2.3 Ergebnisse und offene Fragen: die wissenschaftliche Rezeption von Goethes Autobiographischen Schriften 3 Textanalysen 3.1 Ein selbst geschaffenes literarisches „Denkmal“ – Anlass und Intention von Goethes Autobiographieprojekt 3.1.1 „[W]enn man das selbst wegwirft, was man nicht retten kann“ – das Autodafe von 1770 als frühe Möglichkeit der Selbstkorrektur 3.1.2 Der Wunsch, „daß man meiner gedenke, daß man meinem Daseyn einigen Werth beylege“ – die Skizze Dankbare Gegenwart 3.1.3 Goethes Versuch, ein Denkmal in seiner Heimatstadt nach seinen Vorstellungen errichten zu lassen 3.1.4 Eine noch wirkungsvollere Möglichkeit sich sein eigenes „Denkmal“ zu gestalten: Schreibstrategien des corriger l’histoire 3.2 Das erzählte Ich als ein „neuer Kolumbus“ – ein ,Genie’ weist der (Literatur-)Geschichte seiner ,Epoche’ neue Wege 3.2.1 Die Darstellung eines „tüchtige[n]“ „Menschen in seinen Zeitverhältnissen“ – Winkelmann und sein Jahrhundert 3.2.2 Die Leipziger ,Irrfahrt’ im Siebenten Buch von Dichtung und Wahrheit 3.2.3 Die Inszenierung des epochengeschichtlichen Durchbruchs zum Sturm und Drang im Eilften Buch von Dichtung und Wahrheit 3.2.4 „[N]ur erst durch einen großen Umweg sollte ich in diesen Kreis zurückgeführt werden“ – der Besuch im Mannheimer Antikensaal 3.3 Der Blick auf das Individuum: die Geschichte des erzählten Ichs 3.3.1 Die Bedeutung der Sterne – in der Eingangspassage von Dichtung und Wahrheit und in Urworte. Orphisch 3.3.2 Urworte. Orphisch als Programm-Gedicht der Alterslyrik – der Blick auf den menschlichen Lebenslauf 3.3.3 „Jugend=Epoche“: das erzählte Ich im Widerstreit von Daimon und Tyche im Ersten Teil von Dichtung und Wahrheit 3.3.4 Die Flucht vor Lili: die „leidenschaftlichste Raserei“ des Eros und die Angst vor der „Gefangenschaft“ der Anangke 3.3.5 Das programmatische Nicht-Erklären von Elpis in der Gesamtkonzeption des Autobiographieprojekts 3.4 Der Blick auf die vom erzählten Ich erlebte Zeit: die Geschichte eines Jahrhunderts’ 3.4.1 Die Zeitgeschichte als Tyche-Kraft, die „sowohl den Willigen als Unwilligen mit sich fortreißt“ 3.4.2 Erste Konfrontationen mit der Geschichte als Erschütterung: das Erdbeben von Lissabon und der Siebenjährige Krieg 3.4.3 Ordnungsversuche und Kapitulation vor dem Chaos? Natur und Geschichte in der Italienischen Reise 3.4.4 Die Konfrontation mit Krieg und Zerstörung und der „Leuchtturm“ des Monuments von Igel 3.5 Sehen, Erinnern und Erzählen: der „Schlüssel“ zur Geschichte 3.5.1 ,Verunstaltendes’ „Gesperr“ und ,märchenhafte’ Erzählungen – die ersten Zugänge des jungen Goethe zur Geschichte 3.5.2 Auch ein in Italien gefundener „Schlüssel“: die bewusste Abkehr von der Tradition der Aufklärungshistorie 3.5.3 Dreifach präsentierte Zeitgeschichte: Kaiserwahl und -krönung Josephs II. im Fünften Buch von Dichtung und Wahrheit 3.6 Die „höhere Wahrheit“: die Poetologie der disparaten Schreibverfahren 3.6.1 Die Inkongruenz der autobiographischen Erzählweisen und die Konstante ihrer poetologischen Reflexion 3.6.2 Skepsis als Programm – poetologische Passagen der Autobiographischen Schriften 3.6.3 Geschichtsschreibung als „Dichtung“, „Chronik“ und „Lücke“ – Goethes autobiographische Darstellungsverfahren 4 Schluss Literaturverzeichnis Quellen Ausgaben von Goethes Werken Einzelwerke und Werkausgaben anderer Dichter Historische und biographische Quellen Nachschlagewerke, Bibliographien, sonstige Hilfsmittel und Artikel in (Fach-)Lexika Forschungsliteratur

Die Studie geht von einem engen Zusammenhang zwischen Goethes Geschichtsdenken und seinem Autobiographieverständnis aus, zumal Goethe selbst die Autobiographie (auch) als historiographische Gattung definiert. Sie zeigt, inwiefern Goethes spezifisches Geschichtsdenken Einfluss auf Form, Inhalt und Konzeption seiner Autobiographischen Schriften nimmt bzw. sogar eine enge Wechselwirkung zwischen Geschichtsdenken und autobiographischen Arbeiten besteht.

Nach einer theoretisch-methodischen Grundlegung, die zunächst in einem diskursanalytischen Querschnitt den Begriff ‚Geschichte’ um 1800 kontextualisiert und dann die Gattung Autobiographie im Spannungsfeld zwischen Fiktion und Historiographie situiert, bilden den Hauptteil der Arbeit exemplarische Textanalysen. Im Sinne eines problemorientierten Ansatzes wird dabei einzelnen für Goethes Geschichtsdenken zentralen Aspekten nachgegangen: etwa der Darstellung des erzählten Ichs als ‚Spiegel’ und ‚Motor’ seiner ‚Epoche’; dem Blick auf die ‚Geschichte’ des erzählten Ichs sowie auf die vom erzählten Ich erlebte Zeit; der Frage, wie sich Goethe Geschichte erschließt u. a. m.

Main description: The study undertakes a first broad-based analysis of Goethe's historical thinking as evident from his autobiographical writings, demonstrating the links between biography, politics, and new ideas about history developing around 1800
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