وبلاگ بلیان

Gönner, Feuerbach, Savigny. The Prerogative of Interpretation and the Creation of Legends in Legal History : Über Deutungshoheit und Legendenbildung in der Rechtsgeschichte

معرفی کتاب «Gönner, Feuerbach, Savigny. The Prerogative of Interpretation and the Creation of Legends in Legal History : Über Deutungshoheit und Legendenbildung in der Rechtsgeschichte» نوشتهٔ Bernd Mertens; Mohr Siebeck GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Co. KG در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Wer es im Urteil der Nachwelt in den juristischen Olymp geschafft hat, hat damit auch die zeitgenössische Kritik hinter sich gelassen. Das differenzierte Meinungsbild der Zeitgenossen wird ersetzt durch ein selektives Narrativ, das aus der Perspektive der "Leitjuristen" geschrieben wird und so im Nachhinein Geschichtsbilder schafft und tradiert. An den ungleichen Juristen Gönner, Feuerbach und Savigny, deren Lebenswege sich mehrfach kreuzten, kann man diese Mechanismen sehr gut nachverfolgen. Hierbei ging es um die großen Themen ihrer Zeit: die Reform des Strafrechts und des Strafprozesses, die Kodifikationsfrage und Rechtsvereinheitlichung im Zivilrecht, den Einfluss französischen Rechts in Deutschland, die Aufgabenverteilung zwischen Gesetzgebung und Rechtswissenschaft und allgemein den Widerstreit von Aufklärung und Romantik, Vernunftrecht und Historischer Rechtsschule. Zugleich beinhaltet diese Studie eine Art Gesetzgebungsgeschichte Bayerns in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, in denen die Grundlagen für den modernen partikularen Gesetzgebungsstaat gelegt wurden. Das vorliegende Werk ist eines der 'Juristischen Bücher des Jahres 2019', die in der NJW 43/2019 als Leseempfehlung ausgewählt wurden. Long description: Wer es im Urteil der Nachwelt in den juristischen Olymp geschafft hat, hat damit auch die zeitgenössische Kritik hinter sich gelassen. Das differenzierte Meinungsbild der Zeitgenossen wird ersetzt durch ein selektives Narrativ, das aus der Perspektive der "Leitjuristen" geschrieben wird und so im Nachhinein Geschichtsbilder schafft und tradiert. An den ungleichen Juristen Gönner, Feuerbach und Savigny, deren Lebenswege sich mehrfach kreuzten, kann man diese Mechanismen sehr gut nachverfolgen. Hierbei ging es um die großen Themen ihrer Zeit: die Reform des Strafrechts und des Strafprozesses, die Kodifikationsfrage und Rechtsvereinheitlichung im Zivilrecht, den Einfluss französischen Rechts in Deutschland, die Aufgabenverteilung zwischen Gesetzgebung und Rechtswissenschaft und allgemein den Widerstreit von Aufklärung und Romantik, Vernunftrecht und Historischer Rechtsschule. Zugleich beinhaltet diese Studie eine Art Gesetzgebungsgeschichte Bayerns in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, in denen die Grundlagen für den modernen partikularen Gesetzgebungsstaat gelegt wurden War Arbeit, die insbesondere jüdische Verfolgte des Nationalsozialismus in Ghettos während des Zweiten Weltkriegs unter unmenschlichen Bedingungen erbrachten, eine rentenversicherungspflichtige Beschäftigung? Erfolgte sie'freiwillig'im Sinne der bundesrepublikanischen Rentenversicherungsgesetze? Waren Essensrationen'Entgelt'? So widersprüchlich diese Fragen sind, so wichtig waren und sind sie für Überlebende der NS-Verfolgung, die auf eine späte Anerkennung ihrer im Ghetto geleisteten Tätigkeit hoff(t)en. Marc Reuter unterzieht die wechselvolle Rechtsprechung der Sozialgerichte dazu einer kritischen Prüfung. Er zeigt, dass juristische Methodik und rentenversicherungsrechtliche Dogmatik angesichts der Wirklichkeit der Ghettos an ihre Grenzen gelangen und ein im Sozialversicherungsrecht herrschendes Kontinuitätsdenken die Aufarbeitung des NS-Unrechts erschwerte. Die Arbeit wurde mit dem Promotionspreis 2019 der Juristischen Fakultät der Universität zu Köln und dem Dissertationspreis der Gesellschaft zur Förderung der sozialrechtlichen Forschung e.V. ausgezeichnet. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Einleitung I. Gönners Vorgeschichte: von Bamberg über Ingolstadt nach Landshut 1. Hofrat und Professor in Bamberg 2. Der Ruf nach Ingolstadt und die Verlegung der Universität nach Landshut II. Kollegen an der Universität Landshut 1. Gönner und Feuerbach 1804 bis 1805 2. Gönner und Savigny 1808 bis 1810 III. Gönner, Feuerbach und die bayerischen Kodifikationsbemühungen im frühen 19. Jahrhundert 1. Die Arbeiten an einem bayerischen Zivilgesetzbuch 2. Die Arbeiten an einem bayerischen Strafgesetzbuch und seinen amtlichen Anmerkungen 3. Die Novellen zum Strafgesetzbuch und die Entwürfe zu seiner Revision 4. Die Arbeiten an einer bayerischen Zivilprozessordnung 5. Das bayerische Hypothekengesetz IV. Die Kontroverse um die Kodifikationsfrage V. Gönner, Savigny und die Neuausrichtung der Universität in München Epilog Anhang: Zeittafel zu Leben und Werk Gönners Quellen- und Literaturverzeichnis Personen- und Sachregister Der Grundsatz, dass der Schuldner dem Gläubiger keine Einwendungen entgegensetzen darf, die im Schuldverhältnis zu einem Dritten bestehen, zählt zum Allgemeingut der Zivilrechtsdogmatik. Freilich kennt das BGB zahlreiche Konstellationen, in denen Einwendungen aus fremdem Schuldverhältnis durchaus zulässig sind (vgl. §§334, 359, 404, 417, 768, 986 Abs.2 BGB). Bislang ist es jedoch nicht gelungen, den Grundsatz und seine Ausnahmen dogmatisch präzise zu erfassen. Mark Makowsky plädiert für eine klare Trennung zwischen dem Dogma der Unzulässigkeit von Einwendungen aus fremdem Recht - exceptio ex iure tertii non datur - und dem Grundsatz der Unzulässigkeit von Einwendungen aus fremdem Schuldverhältnis. Auf dem dogmatischen Fundament des schuldrechtlichen Relativitätsprinzips systematisiert er die verschiedenen Ausnahmeregelungen und führt sie auf einheitliche Grundgedanken zurück. Long description: The paths of the three distinctly different jurists Gönner, Feuerbach, and Savigny crossed repeatedly during their lifetimes. Bernd Mertens traces these encounters and reveals how the trio influenced Bavarian legislation in the nineteenth century to deliver a study from a previously unchartered perspective: that of interpretational sovereignty, the creation of legends, and their tenacious survival to the present Long description: Bernd Mertens schildert das Aufeinandertreffen der drei ungleichen Juristen Gönner, Feuerbach und Savigny und ihren Einfluss auf die bayerische Gesetzgebung des 19. Jahrhunderts aus einer bisher unbekannten Perspektive; ein Lehrstück über Deutungshoheit und Legendenbildung und deren zähes Fortleben bis in die Gegenwart
دانلود کتاب Gönner, Feuerbach, Savigny. The Prerogative of Interpretation and the Creation of Legends in Legal History : Über Deutungshoheit und Legendenbildung in der Rechtsgeschichte