Gezähmtes Lesen, wildes Schreiben. Zur Lektüre von Werkgeschichten
معرفی کتاب «Gezähmtes Lesen, wildes Schreiben. Zur Lektüre von Werkgeschichten» نوشتهٔ Philipp Hegel، منتشرشده توسط نشر Konstanz University Press. in Wallstein-Verlag GmbH Verlag und Werbung در سال 2024. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Entstehung und die Wirkung literarischer Texte zeitgleich in den Blick zu nehmen, ist das Ziel dieser Studie. Unter digitalen Bedingungen haben sich die editorische und die literaturwissenschaftliche Praxis in einer Weise verändert, die theoretische Reflexionen provoziert. Diese Reflexionen stehen nicht für sich allein, sondern sind Teile einer Geschichte von literaturtheoretischen wie editionswissenschaftlichen Überlegungen und sie können diese Geschichte in einem veränderten Licht erscheinen lassen. Sie können Methoden der nahen, langsamen und distanzierten Lektüre (›close, slow, distant reading‹) vergleichen und dabei ermöglichen, literaturwissenschaftliche Interpretation und editorische Praxis einander anzunähern und insbesondere das interpretative Potential textkritischer Befunde aufzeigen. Da überlieferte Werkzusammenhänge nicht nur durch Identität und Varianz auf der Ebene des Ausdrucks und des Gebrauchs, sondern ebenso auf der Ebene der Inhalte gekennzeichnet sind, sind Stoffe und Motive, ihre Übernahme und ihre Veränderung, nicht nur hermeneutisch, sondern auch editionsphilologisch bedeutsam. Auszeichnung für die diesem Buch zugrunde liegende Dissertation: Preis der Vereinigung von Freunden der Technischen Universität Darmstadt e. V. für hervorragende wissenschaftliche Leistungen (2021). I Werkzusammenhänge 1 Werk und Mythos 2 Editionsphilologische Werkbegriffe Aspekte des editionsphilologischen Werkbegriffs Materielle und syntaktische Aspekte Semantische Aspekte Paratextuelle Aspekte Pragmatische Aspekte Editionsphilologische Positionen zum Werkbegriff 3 Hermeneutische Heuristik Arbeit am Text als Arbeit an der Tradition Skalen des Lesens Zur Position der Edition Zweierlei Lesarten II Modi legendi 1 Existenz und Methode Existenz Methode 2 Lesen als Annäherung Richards’ Experiment Häresie der Paraphrase Affektiver Fehlschluss 3 Lesen als Bewegung Affektive Stilistik Affektiver Fehlschluss als Fehlschluss Ausweitungen 4 Lesen als Distanzierung Ferne Lektüre Algorithmische Kritik 5 Edieren als Auszeichnen Editionen und nahe Lektüren Editionen und langsame Lektüren Das Gegebene, das Bestimmte und das Unbestimmte Editionen und distanzierte Lektüren 6 Philologische Erkenntnis 7 Dokument, Text und Werk III Lectiones variantes 1 Grenzen des Werkes und Grenzen der Intertextualität 2 Nahe Lektüren von Varianten 3 Langsame Lektüren von Varianten 4 Auf dem Schaum gefahrvoller Meere 5 Erweiterungen der nahen und langsamen Lektüren von Varianten 6 Distanzierte Lektüren von Varianten 7 Werkgeschichte und Textarchäologie IV Stoffe und Motive 1 Motiv und Edition 2 Kritik der Stoff- und Motivgeschichte 3 Begriffliche Annäherungen Stoff, Gehalt und Form Motive 4 Zentralität, Stabilität und Relevanz von Motiven Zentralität und Stabilität Ein Donner abseitwärts Relevanz 5 Lektüren der Stoffe und Motive Nahe und langsame Lektüren von Stoffen und Motiven Distanzierte Lektüren von Stoffen und Motiven 6 Erwartungen 7 Motiv und Werk Anhang Bildnachweis Quellen Forschungsliteratur Dank Die Entstehung und die Wirkung literarischer Texte zeitgleich in den Blick zu nehmen, ist das Ziel dieser Studie.00Unter digitalen Bedingungen haben sich die editorische und die literaturwissenschaftliche Praxis in einer Weise verändert, die theoretische Reflexionen provoziert. Diese Reflexionen stehen nicht für sich allein, sondern sind Teile einer Geschichte von literaturtheoretischen wie editionswissenschaftlichen Überlegungen und sie können diese Geschichte in einem veränderten Licht erscheinen lassen. Sie können Methoden der nahen, langsamen und distanzierten Lektüre (?close, slow, distant reading?) vergleichen und dabei ermöglichen, literaturwissenschaftliche Interpretation und editorische Praxis einander anzunähern und insbesondere das interpretative Potential textkritischer Befunde aufzeigen. Da überlieferte Werkzusammenhänge nicht nur durch Identität und Varianz auf der Ebene des Ausdrucks und des Gebrauchs, sondern ebenso auf der Ebene der Inhalte gekennzeichnet sind, sind Stoffe und Motive, ihre Übernahme und ihre Veränderung, nicht nur hermeneutisch, sondern auch editionsphilologisch bedeutsam.00Auszeichnung für die diesem Buch zugrunde liegende Dissertation: Preis der Vereinigung von Freunden der Technischen Universität Darmstadt e. V. für hervorragende wissenschaftliche Leistungen (2021)
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