Gewaltgenuss, Zorn Und Gelächter : Die Emotionale Seite Der Gewalt in Literatur Und Historiographie Des Mittelalters Und Der Frühen Neuzeit
معرفی کتاب «Gewaltgenuss, Zorn Und Gelächter : Die Emotionale Seite Der Gewalt in Literatur Und Historiographie Des Mittelalters Und Der Frühen Neuzeit» نوشتهٔ Ansorge, Claudia (editor);Dietl, Cora (editor);Knäpper, Titus (editor)، منتشرشده توسط نشر V & R unipress در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Gewalt und die Eskalation von Gewalt werden oft von Emotionalisierung und Leidenschaft begleitet. Gewalt wird durch Emotionen vorbereitet, vorangetrieben und inszeniert und erweckt ihrerseits Emotionen, die zu Kontrollverlust und im Fall von kollektiv verübter Gewalt zu einer Intensivierung des Gemeinschaftsgefühls führen können. In literarischen und historiographischen Darstellungen von kollektiver Gewalt wird der Faktor "Emotion" je nach Kontext unterschiedlich eingesetzt, um Gewalt zu rechtfertigen, zu plausibilisieren, zu verurteilen oder aber nachvollzieh- und genießbar zu machen. Dies gilt für aktuelle ebenso wie für "vormoderne" Darstellungen. Der Frage, ob es doch epochentypische Zugänge zur emotionalen Seite der Gewalt gibt, gehen die hier versammelten Beiträge u.a. von Mitgliedern der Gießener Forschergruppe Gewaltgemeinschaften nach. Sie befragen mittelalterliche und frühneuzeitliche Darstellungen emotional gelenkter Gewalt nach ihrem Kontext, ihrer Aussage und Rezeptionsästhetik. Main description: Gewalt und die Eskalation von Gewalt werden oft von Emotionalisierung und Leidenschaft begleitet. Gewalt wird durch Emotionen vorbereitet, vorangetrieben und inszeniert und erweckt ihrerseits Emotionen, die zu Kontrollverlust und im Fall von kollektiv verübter Gewalt zu einer Intensivierung des Gemeinschaftsgefühls führen können. In literarischen und historiographischen Darstellungen von kollektiver Gewalt wird der Faktor "Emotion" je nach Kontext unterschiedlich eingesetzt, um Gewalt zu rechtfertigen, zu plausibilisieren, zu verurteilen oder aber nachvollzieh- und genießbar zu machen. Dies gilt für aktuelle ebenso wie für "vormoderne" Darstellungen. Der Frage, ob es doch epochentypische Zugänge zur emotionalen Seite der Gewalt gibt, gehen die hier versammelten Beiträge u.a. von Mitgliedern der Gießener Forschergruppe Gewaltgemeinschaften nach. Sie befragen mittelalterliche und frühneuzeitliche Darstellungen emotional gelenkter Gewalt nach ihrem Kontext, ihrer Aussage und Rezeptionsästhetik.; Promotional text: Gewalt wird durch Emotionen vorbereitet und erweckt ihrerseits Emotionen, die bei kollektiv verübter Gewalt das Gemeinschaftsgefühl verstärken können. In literarischen und historiographischen Darstellungen von kollektiver Gewalt wird der Faktor Emotion je nach Kontext eingesetzt, um Gewalt zu rechtfertigen, zu verurteilen oder aber nachvollzieh- und genießbar zu machen. Gibt es epochentypische Zugänge zur emotionalen Seite der Gewalt? Dem gehen die Beiträge nach. Sie befragen mittelalterliche und frühneuzeitliche Darstellungen emotional gelenkter Gewalt nach ihrem Kontext, ihrer Aussage und Rezeptionsästhetik.; Biographical note: Claudia Ansorge ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gießener DFG-Forschergruppe "Gewaltgemeinschaften". Prof. Dr. Cora Dietl lehrt Deutsche Literaturgeschichte an der Universität Gießen. Titus Knäpper ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gießener DFG-Forschergruppe "Gewaltgemeinschaften".; Biographical note: Cora Dietl is a professor of medieval and early modern German literature at the University of Giessen Violence and the escalation of violence are often linked with emotion and passion. Emotions function to prepare, stir and perform violence, which again stimulates emotions and might lead to a loss of control and (in the case of collective violence) to an intensified coherence of the violent community. Literary or historiographic texts that depic collective violence, functionalise the factor "emotions" in different ways, depending on the respective context: They might serve at justifying violence, or making it plausible, at condemning it, or making it more comprehensible or even enjoyable. This is true both for modern and older accounts. The essays that are collected in the present volume are presented by members of the Giessen research group Communities of Violence and their guests. They ask whether there are perspectives of the emotional side of violence which are specific for certain epoques, and anyalyse medieval and early modern depictions of emotional acts of violance, with a special focus on their contexts, their messages and their aesthetic of reception. Vorwort For blood, for glory, and the greater good : depicting a king's violence in 1066-1216 England -- Dagmar Schmidt Die Lust an erzählter Gewalt : Virtuelle Gewaltgemeinschaften in der Wiener Meerfahrt -- Silvan Wagner Kampfzorn, Gewalteskalationen und Gemeinschaftshandeln im Eneas Heinrichs von Veldeke -- Christoph Schanze Darumb ist besser das man des zornes meister sy : zur Ambiguität von vreude und zorn in Konfliktdarstellungen des Erec und des Prosa-Lancelot -- Titus Knapper Des einen Freud, des anderen Leid : Rache und Emotionalität in Garin le Loherain und Gerbert de Metz -- Claudia Ansorge Zugehörigkeit und Verrat in den Haymonskindern Johanns II. von Simmern : Reynharts Kommunikation von Trauer und Freude innerhalb der brüderlichen Gewaltgemeinschaft -- Marina Klamt Höllengelächter und Verlachen des Teufels : Inversionen von Lach- und Gewaltgemeinschaften im geistlichen Spiel des Spätmittelalters -- Werner Röcke (Freuden-)Tanz und Gewalt : die Leiden des Hl. Johannes im geistlichen Spiel und im Bibeldrama der Frühen Neuzeit -- Cora Dietl. Short Description: Wie Beschreiben, Werten Und Schüren Gewaltbeschreibungen Emotionen Unter Akteuren Bzw. Rezipienten? ...
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