Gewalt im Bild: Das Phänomen der medialen Gewalt im Athen des 6. und 5. Jahrhunderts v. Chr. (Image & Context 1) (German Edition)
معرفی کتاب «Gewalt im Bild: Das Phänomen der medialen Gewalt im Athen des 6. und 5. Jahrhunderts v. Chr. (Image & Context 1) (German Edition)» نوشتهٔ Susanne Muth، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2008. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Nur wenige Bilder beschäftigen und polarisieren die gesellschaftliche Diskussion unserer Zeit so sehr wie Darstellungen von Gewalt. Mediale Gewalt wird dabei meist als unmittelbarer Ausdruck von Einstellungen zur Gewalt begriffen, als Instrument zur Verarbeitung von Gewalterfahrungen und als Stimulans zur Entfaltung von Aggression.
Diese Zusammenhänge untersucht Susanne Muth an einem Schlüsselbefund: den zahllosen Gewaltdarstellungen auf der Luxuskeramik des archaischen und klassischen Athen. Dort wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Kunst eine differenzierte Ikonographie der Gewalt entworfen, deren Spuren bis in unsere Zeit reichen. Um diese Ikonographie analysieren und interpretieren zu können, entwickelt Susanne Muth neue Ansätze einer historische Interpretation von medialer Gewalt. In faszinierender Nahsichtigkeit erschließt sie die neue Ikonographie der Gewalt (Krieg, Mythos, etc.) und führt auf dieser Grundlage in die komplexen Strukturen der Gewaltdarstellungen der Athener ein. Das Ergebnis ist ein neues und überraschendes Bild vom Umgang der Athener mit ihren Erfahrungen und Darstellungen von Gewalt – ein Bild, das unserem heutigen Umgang mit (medialer) Gewalt sehr fremd ist.
Frontmatter 1 Inhaltsverzeichnis 13 I. Einleitung: Eine Bilderwelt voller Gewalt 17 II. Extreme Positionen als Einstieg: Monsterhopliten und Helden im Kampf 41 Variationen um das Sterben eines Kriegers: Der Kampf zwischen Herakles und Kyknos 44 Tod in Raten: Herakles gegen Geryoneus & Co. 81 Töten und Sterben unter Hopliten: Die Kämpfe der Helden vor Troia 109 Resümee der Fallbeispiele: Perspektiven und Fragen 150 III. Das Spektrum der Hoplitenkämpfe: Vielfalt an Siegern und Vielfalt an Opfern 155 Die nicht-narrativen Hoplitenkämpfe: Pendeln zwischen Sieg und Tod? 158 Der Kampf gegen die Perser: Neue Diskriminierung des Opfers? 255 Der Kampf gegen die Giganten: Ein Kampf voller Merkwürdigkeiten 284 Der Kampf gegen die Amazonen: Visionen eines andersartigen Kampfes 345 Der Kampf gegen die Kentauren: Die Faszination der Bedrohlichkeit 429 IV. Das Funktionieren der medialen Gewalt: Überlegungen zu einer Geschichte der Gewalt im Bild 535 Eine Gewalt-Ikonographie zwischen Differenz und Indifferenz 539 Gewaltbilder im 6. und 5. Jahrhundert: Diachroner Wandel und historischer Kontext 583 V. Zusammenfassung/Summary 645 Anhang 661 Anmerkungen 663 Listen der Vasenbilder 774 Literaturverzeichnis 784 Abbildungsnachweis 794 Indices 798 Namen und Bildthemen 798 Befunde (nach Aufbewahrungsort und Vasenmalern) 801 Sachen, Begriffe, Phänomene 805 Nur wenige Bilder beschäftigen und polarisieren die gesellschaftliche Diskussion unserer Zeit so sehr wie Darstellungen von Gewalt. Mediale Gewalt wird dabei meist als unmittelbarer Ausdruck von Einstellungen zur Gewalt begriffen, als Instrument zur Verarbeitung von Gewalterfahrungen und als Stimulans zur Entfaltung von Aggression. Diese Zusammenhänge untersucht Susanne Muth an einem Schlüsselbefund: den zahllosen Gewaltdarstellungen auf der Luxuskeramik des archaischen und klassischen Athen. Dort wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Kunst eine differenzierte Ikonographie der Gewalt entworfen, deren Spuren bis in unsere Zeit reichen. Um diese Ikonographie analysieren und interpretieren zu können, entwickelt Susanne Muth neue Ansätze einer historische Interpretation von medialer Gewalt. In faszinierender Nahsichtigkeit erschließt sie die neue Ikonographie der Gewalt (Krieg, Mythos, etc.) und führt auf dieser Grundlage in die komplexen Strukturen der Gewaltdarstellungen der Athener ein. Das Ergebnis ist ein neues und überraschendes Bild vom Umgang der Athener mit ihren Erfahrungen und Darstellungen von Gewalt – ein Bild, das unserem heutigen Umgang mit (medialer) Gewalt sehr fremd ist. Main description: Ist Gewalt in den Medien ein unmittelbarer Ausdruck von gesellschaftlichen Einstellungen zur Gewalt? Dieser Frage geht Susanne Muth exemplarisch an Gewaltdarstellungen auf der Luxuskeramik des archaischen und klassischen Athen nach. Aus ausführlichen Einzelanalysen der verschiedenen Bildthemen und deren Auswertung entwickelt sie neue methodische Ansätze einer historischen Interpretation von medialer Gewalt Do depictions of violence mirror perceptions of violence? Focussing on the countless depictions of violence on the painted pots of Archaic and Classical Athens, Susanne Muth tackles this question in a fascinating groundbreaking study. Introducing a model for a new historical understanding of representations of violence Susanne Muth investigates how the Athenians shaped and handled these images