Gewalt – Deutung – Selbstoptimierung: Eine Geschichte der posttraumatischen Belastungsstörung seit dem Vietnam-Syndrom
معرفی کتاب «Gewalt – Deutung – Selbstoptimierung: Eine Geschichte der posttraumatischen Belastungsstörung seit dem Vietnam-Syndrom» نوشتهٔ Anne Freese; Franz Steiner Verlag، منتشرشده توسط نشر BWV Berliner Wissenschafts-Verlag. in Franz Steiner Verlag GmbH در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Das Trauma ist eines der wichtigsten, wenn nicht sogar das zentrale hermeneutische Konzept, mittels dessen in Nordamerika und Westeuropa das Verhältnis zwischen Gewalterfahrungen, ihrer Verarbeitung in der Psyche und ihren psychischen und somatischen Folgeerscheinungen gedacht wird. Anne Freese untersucht den Wandel des psychischen Traumakonzeptes seit den 1960er Jahren von einer nebensächlichen zu einer gewichtigen Existenz im Spannungsfeld von Wissen, Praktiken und Subjekten. Sie erkundet, wie die Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) aus dem amerikanischen in den deutschen Fachdiskurs übersetzt und hierzulande zu einer „wissenschaftlichen Tatsache" (Ludwik Fleck) wurde, die schlussendlich in ein neues, interdisziplinäres Forschungsfeld mündete. Hieran schließen sich bedeutsame Fragen an: Welche Identifikationsweisen legt der psychotraumatologische Fachdiskurs den Betroffenen nahe? Wie gehen diese mit dem Traumawissen um? Nicht zuletzt: Inwieweit lässt sich die posttraumatische Belastungsstörung auch als Gesellschaftsdiagnose des beginnenden 21. Jahrhunderts verstehen? Mit den Antworten auf diese Fragen liefert die Autorin zugleich einen medizin-, wissens- und kulturhistorischen Beitrag zur unmittelbaren Zeitgeschichte. Inhalt I. Einleitung II. 1958–1977: Inkubationszeit. Historische Traumasemantik 2.1 Vom physischen zum psychischen Trauma im Lexikon 2.2 Zwischen Anlage und Umwelt in der Psychiatrie 2.3 Die Traumabegriffe der Massenmedien 2.4 Inkubation des Traumawissens III. 1974–1998: Diagnosefindung. Das Trauma sehen lernen 3.1 Die Geburt der PTSD 3.2 Frauen und Kinder zuerst? 3.3 Ein amerikanisches Implantat 3.4 Die psychotraumatologische Brille IV. 1995–2015: Therapeutisierung. Das Trauma fühlen lernen 4.1 Politisch traumatisiert in der DDR 4.2 Erste Hilfe für die Seele 4.3 Trauma auf der Flucht 4.4 Siegfried in Afghanistan 4.5 Als Kind im Krieg 4.6 Überlebende sexueller Gewalt 4.7 Bilanz: Traumatisierte Subjekte in der therapeutischen Gesellschaft V. 2000–2015: Stabilisierung. Das Trauma flexibel halten 5.1 35 Jahre PTSD in diagnostischen Klassifikationsmanualen 5.2 Traumakonzepte in der transkulturellen Anwendung 5.3 Interdisziplinäre Verschaltungen im biopsychosozialen Modell 5.4 Traumavorstellungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit 5.5 Stabilisierung durch Flexibilisierung VI. Retrospektive. Opfer, Gewalt und Geschichte im Traumadiskurs 6.1 Du sollst kein Opfer bleiben 6.2 Gewalt macht psychisch krank 6.3 Die Geschichtsmächtigkeit des Traumakonzeptes 6.4 Dem Traumakonzept eine Geschichte geben VII. Schluss. Das Trauma als Gesellschaftsdiagnose Dank Anhang Abkürzungsverzeichnis Quellenverzeichnis Literaturverzeichnis Personenregister Das Trauma ist eines der wichtigsten, wenn nicht sogar das zentrale hermeneutische Konzept, mittels dessen in Nordamerika und Westeuropa das Verhaltnis zwischen Gewalterfahrungen, ihrer Verarbeitung in der Psyche und ihren psychischen und somatischen Folgeerscheinungen gedacht wird. Anne Freese untersucht den Wandel des psychischen Traumakonzeptes seit den 1960er Jahren von einer nebensachlichen zu einer gewichtigen Existenz im Spannungsfeld von Wissen, Praktiken und Subjekten. Sie erkundet, wie die Diagnose der posttraumatischen Belastungsstorung (PTBS) aus dem amerikanischen in den deutschen Fachdiskurs ubersetzt und hierzulande zu einer "wissenschaftlichen Tatsache" (Ludwik Fleck) wurde, die schlussendlich in ein neues, interdisziplinares Forschungsfeld mundete. Hieran schliessen sich bedeutsame Fragen an: Welche Identifikationsweisen legt der psychotraumatologische Fachdiskurs den Betroffenen nahe? Wie gehen diese mit dem Traumawissen um? Nicht zuletzt: Inwieweit lasst sich die posttraumatische Belastungsstorung auch als Gesellschaftsdiagnose des beginnenden 21. Jahrhunderts verstehen? Mit den Antworten auf diese Fragen liefert die Autorin zugleich einen medizin-, wissens- und kulturhistorischen Beitrag zur unmittelbaren Zeitgeschichte
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