معرفی کتاب «Geschlecht anders gestalten : Drag Kinging, geschlechtliche Selbstverhältnisse und Wirklichkeiten» نوشتهٔ Uta Schirmer، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2010. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Dass die Wirklichkeit ausschließlicher Zweigeschlechtlichkeit theoretisch kontingent und praktisch umkämpft ist, rückt seit gut zwei Jahrzehnten vermehrt in den Fokus der Geschlechterforschung. Wie alternative Weisen des Geschlechtseins gegenwärtig tatsächlich möglich werden, ist jedoch wenig systematisch untersucht worden. Auf der Basis von Interviews und Beobachtungen nimmt Uta Schirmer Alltagspraxen, soziale Beziehungen und Selbstverhältnisse im Kontext der hiesigen Drag King-Szene in den Blick. Sie macht dabei die anhaltende Wirkmächtigkeit zweigeschlechtlicher Strukturierungen ebenso deutlich wie das Potential kollektiv entwickelter subkultureller Praxen, Geschlecht anders zu gestalten und als eine andere Wirklichkeit erfahrbar zu machen. Aus der empirischen Rekonstruktion heraus generiert die Studie Impulse für eine Verbindung und Weiterentwicklung soziologischer und queer-theoretischer Ansätze. Geschlecht,Queer,Transgender,Drag,Wirklichkeitskonstruktion,Körper,Queer Theory,Gender Studies,Soziologie,Gender,Body,Sociology Inhalt Dank Einleitung I. Konzeptionelle Perspektiven und forschungspraktische Zugänge 1. Geschlechtliche Wirklichkeiten und die Wirklichkeit des Geschlechts: Debatten um Drag und um transgeschlechtliche Seinsweisen 1.1 Destabilisierung und Produktivität – Konzeptionen von Drag 1.2 Spannungen zwischen Queer und Transgender Studies 1.3 Spezifizität und Heterogenität/Hegemoniales und Minoritäres 1.4 Sozialkonstruktivistische und queer-theoretische Ansätze verbinden: Grundzüge einer Forschungsperspektive 2. Drag Kinging im Blick der Forschung 3. Forschungspraktische Zugänge 3.1 Achsen der Rekonstruktion: Soziale Kontexte, Praxen und Selbstverhältnisse 3.2 Erhebung und Auswertung II. Die Drag King-Szene: Kollektive Praxen, Bezüge und Verortungen 1. Die Szene – ein einführender Überblick 2. Kontextualisierungen 2.1 Lesben-Szenen 2.1.1 Lesben, Geschlecht und Männlichkeit – eine Skizze historischer Linien 2.1.2 Drag Kinging im Kontext lesbischer Zusammenhänge 2.2 Trans*-Szenen 2.2.1 Die medizinische Konstruktion der Transsexualität und Weisen ihrer Aneignung und Anfechtung: Eine Skizze historischer Linien 2.2.2 Drag Kinging im Kontext von Trans*-Zusammenhängen 2.3 Links-alternative Bezüge 3. Performance-Praxen: Inszenierungen, Lesweisen, Adressierungen 3.1 Bühnen-Performances 3.2 Das Publikum 3.3 Zu Performance-Praxen anregen 4. Drag Kinging im Horizont von (Gegen-)Öffentlichkeit – ein Zwischenfazit III. Drag Kinging, geschlechtliche Selbst- und Weltverhältnisse 1. Bärte und Spiegel: Geschlechtliche Wahrnehmungsweisen und Selbstverhältnisse 1.1 Zwischen Schönheit und Selbsterkenntnis? Sich mit Bart im Spiegel sehen 1.2 Geschlechtswahrnehmung, »gestalthafte Schwellenwerte« und objektiviertes Geschlecht 1.3 »Das verändert das Gesicht ungeheuer«: Der Bart als »gestalthafter Schwellenwert« 1.4 ›Ich‹ und sein Spiegelbild: Sich-Sehen als Identifikation 1.5 »... in den Spiegel gucken und sich einfach mal freuen«: Bezüge zu sich 1.6 Als King unterwegs sein: Unterschiedliche Wahrnehmungsweisen des Bartes 1.7 Bärte, Wahrnehmungsweisen und Selbstverhältnisse: Ein Fazit »Ich will kein Mann sein wollen«: Tam 2. Bearbeitungsweisen von Körperstilen 2.1 Habitus, Performativität und der Begriff des Körperstils 2.2 »Was ihr daraus macht, müsst ihr wissen«: Intentionale Bearbeitungen 2.3 »... dass ich da schon sehr geübt hatte«: Erinnerungen an kindliches körperliches Tun 2.4 Die praktische Entselbstverständlichung der Zweigeschlechtlichkeit 2.5 »Subtile Männlichkeitswettbewerbe«: Alternative Normen 2.6 Körperstile, geschlechtliche Selbst- und Weltverhältnisse: Ein Fazit 3. Zwischen »Rolle« und »Leben«? Performance-Praxen und geschlechtliche Wirklichkeiten 3.1 Was Kinging ›ist‹: Eine Frage der Rahmung? 3.2 »Spielen dürfen« 3.3 Ein »schleichender Prozess«: Wie ›etwas‹ als wirklich erfahrbar wird 3.4 Freiheit von den Zwängen des Wirklichen? 3.5 Kinging, Rahmen und Wirklichkeiten: Ein Fazit »Es hat sich wie eine Täuschung angefühlt«: Niko IV. Interaktionen, Bezugnahmen, Beziehungen: Geschlecht in unterschiedlichen Kontexten 1. Geschlecht in der Szene 2. Geschlecht auf der Straße 2.1 »... das ist dann selbstverständlich«: Die offensichtliche Sichtbarkeit von zwei Geschlechtern 2.2 Irritationen des gaze, Verkörperungen und Gewaltverhältnisse »Wenn die Leute dir ständig mit Unsicherheit begegnen, wirst du selbst unsicher«: Luka 3. Geschlecht bei der Arbeit 3.1 Das Konzept der »sexuellen Arbeit« 3.2 »Ich bin da schon irgendwie ein bunter Vogel«: Besondernde Einschlüsse 3.3 »Man merkt schon, dass man einfach ’nen anderen Stand hat«: Strategische Männlichkeit, Mannsein, »patriarchale Dividende« 3.4 »Dann find’ ich’s auch wichtig, mich in dem Moment als Frau zu bezeichnen«: Arbeiten im Männerberuf 3.5 »... weil das einfach ein Begriff ist, mit dem man weiter kommt«: ›Transsexuell werden‹ im Betrieb 3.6 »Sexuelle Arbeit« und Zonen des Sichtbarwerdens: Ein Fazit 4. Zonen des Sichtbarwerdens und die (Mit-)Teilbarkeit von ›etwas‹ »... was sie noch dazupacken, das ist dann quasi Filip mit aber«: Filip 4.1 »Es fühlt sich so rum und so rum nicht richtig an«: Jenseits von passing und outing 4.2 »... dass das nicht nur bei mir ’n Thema ist«: ›Etwas‹ ansatzweise erfahrbar machen V. Schlussbetrachtungen 1. Geschlechtliche Erfahrungsweisen und Qualitäten des Wirklichen 2. Eine andere geschlechtliche Welt vorstellbar machen 3. Neutralisieren oder anders gestalten? Literatur »Ihr [Schirmers] analytisches Gespür für die komplexen, teils nur vage formulierbaren Vorstellungen und Erfahrungen der Dragkings [liefert] einen tiefen und bisher einmaligen Einblick in queere Alltagspraktiken.«Jana H. Tosch, L-MAG, 11/12 (2010)»Ein lesenswertes Buch!«Ulrike Klöppel, Sexuologie, 20/1-2 (2013)»Ein lesenswertes Buch.«Gen-ethischer Informationsdienst, 215 (2012)»Aus der empirischen Konstruktion heraus generiert dieStudie Impulse für eine Verbindung und Weiterentwicklung soziologischer und queer-theoretischer Ansätze.«aep informationen, 2 (2011)»In diesem Buch wird das Potenzial kollektiv entwickelter subkultureller Praxen, Geschlecht anders zu gestalten und als eine andere Wirklichkeit erfahrbar zu machen, lebendig. Eine tolle Verbindung zwischen soziologischer und Queer-Theorie und Praxis. Sehr lesenswert!«Bettina Zehetner, www.frauenberatenfrauen.at, 25.10.2010»Insgesamt [...] ein überzeugendes und sehr empfehlenswertes Buch, das sich durch lebendige Materialanalysen und eine gelungene Einbindung in die theoretischen Auseinandersetzungen der Gender, Queer und Transgender Studies auszeichnet.«Ulrike Klöppel, GENDER, 3 (2013)Besprochen in:kulturrisse, 1 (2011)www.landesfrauenrat-berlin.de, 25.01.2011Impu!se, 70 (2011)Hugs and Kisses, 7/4 (2011), Didine van der PlatenvlotbrugSoziologische Revue, 36 (2013), Stefanie Duttweiler Dass die Wirklichkeit ausschließlicher Zweigeschlechtlichkeit theoretisch kontingent und praktisch umkämpft ist, rückt seit gut zwei Jahrzehnten vermehrt in den Fokus der Geschlechterforschung. Wie alternative Weisen des Geschlechtseins gegenwärtig tatsächlich möglich werden, ist jedoch wenig systematisch untersucht worden. Auf der Basis von Interviews und Beobachtungen nimmt Uta Schirmer Alltagspraxen, soziale Beziehungen und Selbstverhältnisse im Kontext der hiesigen Drag King-Szene in den Blick. Sie macht dabei die anhaltende Wirkmächtigkeit zweigeschlechtlicher Strukturierungen ebenso deutlich wie das Potential kollektiv entwickelter subkultureller Praxen, Geschlecht anders zu gestalten und als eine andere Wirklichkeit erfahrbar zu machen. Aus der empirischen Rekonstruktion heraus generiert die Studie Impulse für eine Verbindung und Weiterentwicklung soziologischer und queer-theoretischer Ansätze. Uta Schirmer (Dr. phil.) arbeitet als Vertretungsprofessorin am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule RheinMain
Dass die Wirklichkeit ausschließlicher Zweigeschlechtlichkeit theoretisch kontingent und praktisch umkämpft ist, rückt seit gut zwei Jahrzehnten vermehrt in den Fokus der Geschlechterforschung. Wie alternative Weisen des Geschlechtseins gegenwärtig tatsächlich möglich werden, ist jedoch wenig systematisch untersucht worden.Auf der Basis von Interviews und Beobachtungen nimmt Uta Schirmer Alltagspraxen, soziale Beziehungen und Selbstverhältnisse im Kontext der hiesigen Drag King-Szene in den Blick. Sie macht dabei die anhaltende Wirkmächtigkeit zweigeschlechtlicher Strukturierungen ebenso deutlich wie das Potential kollektiv entwickelter subkultureller Praxen, Geschlecht anders zu gestalten und als eine andere Wirklichkeit erfahrbar zu machen. Aus der empirischen Rekonstruktion heraus generiert die Studie Impulse für eine Verbindung und Weiterentwicklung soziologischer und queer-theoretischer Ansätze.