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Geschichtsdrama der Frühen Neuzeit 1495-1773 (Studien Zur Deutschen Literatur) (German Edition)

معرفی کتاب «Geschichtsdrama der Frühen Neuzeit 1495-1773 (Studien Zur Deutschen Literatur) (German Edition)» نوشتهٔ Niefanger, Dirk، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2005. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

The study proposes a new, systematically oriented concept of 'historical drama', on the basis of which it then presents a history of this genre from humanism to the Enlightenment. This general outline is consistently geared to the culture-historical context, the contemporaneous discussion on historiography, and the changes undergone by the theory of history. It is complemented by analyses of individual dramas by such authors as Frischlin, Sachs, Gryphius, Lohenstein, Gottsched, Lessing, and Klopstock. This study represents the first large-scale attempt to discuss and describe historical drama in the early modern age from the perspective of literary history. Einleitung I. Erster Teil. Zur Theorie des Geschichtsdramas 1. Geschichtsdrama avant la lettre? Überlegungen zur Gattungs- und Begriffsdiskussion Der historische Gattungsbegriff ›Geschichtsdrama‹ West-östliche Varianten Gattung und literaturwissenschaftliche Kategorie Die systematische Kategorie ›Geschichtsdrama‹ Arbeitsdefinition 2. Geschichtsdrama als kulturgeschichtliches Phänomen Die Wandelbarkeit der Geschichtstheorie Historiographische Darstellungsformen Zur Semiotik des Geschichtsdramas II. Zweiter Teil. Zur Geschichte des Geschichtsdramas in der Frühen Neuzeit Vorbemerkung 1. Neue Antike, Politik, »Teutschland«: Geschichtsdramen im 16. Jahrhundert Humanistische ›Antike‹: Locher, Schottennius, Naogeorgus Antiquarianismus und politische Geschichtsschreibung Drama über Geschichte: Frischlins Julius ›Redivivus‹ Patriotische Geschichtsdramen Frischlins Die Christianisierung der (antiken) Geschichte bei Hans Sachs »Teutschlandt« als »Nation«: Jacob Ayrer 2. Die verdeckte Ambiguität der Geschichte: Modelle barocker Geschichtsdramatik Die Ordnung des consolatio-Modells Die Exempel: der Märtyrer und seine Gegner Exemplarität der Situation im prudentia-Modell Geschichte als unsicherer Ort der propaganda fides: das Jesuitendrama Theaterzeichen, theatrum mundi, Rhetorik Die Ambiguität der (ästhetischen) Sprache Ambiguität trotz Vereinfachung: die Wanderbühne Geschichtsdrama und Geschichtsdiskurs 3. Leise Zweifel, eindeutige Konstruktionen: die Königsdramen von Andreas Gryphius Ausgangspunkt: die ›Quellen‹ des ›Carolus Stuardus‹ Imitatio Christi im Geschichtsdiskurs Polyphone Leidensberichte in ›Catharina von Georgien‹ Das »Trauerspil« der Gegenintrige im ›Carolus Stuardus‹ Gegenläufige Strukturen: ›Carolus Stuardus‹ und ›Leo Armenius‹ Die Dispositive der Reyen 4. Beschwörungen der Zeit: Lohensteins ›Agrippina‹ und ›Sophonisbe‹ Begrenzte Einsicht ins Verhängnis Anmerkungen als Thesauren der Geschichte Zoroasters Zauber: Anmerkungen zu ›Agrippina‹ Geschichtsversionen in Didos Vision: ›Sophonisbe‹ 5. Übergänge, Zirkulationen, Übersetzungen: Geschichtsdramen um 1700 Unwetter und Wunder: Weises ›Masaniello‹ Feinds Geschichtsoper ›Masagniello furioso‹ (mit einem Seitenblick auf ›Das verwirrte Haus Jacob‹) Geschichte als Klatsch-Komödie: Reuters ›Graf Ehrenfried‹ Gender und Geschichte: Günthers ›Theodosius‹ Märtyrer in galanter Zeit: Bressands ›Hermenegildus‹ Die haute tragedie in deutschen Übersetzungen 6. Die Wirkung der Geschichte: neue theoretische Ansätze im 18. Jahrhundert Geschichtsdrama im Kontext der doctrine classique Historische Perspektive und Hermeneutik Geschichte im Dienste moralischer Wahrheit: Gottsched Das Gedächtnis des Zuschauers: Johann Elias Schlegel Die Verpflichtung durch historische Namen: Lessings ›Hamburgische Dramaturgie‹ Republikanische Erziehung: Bodmers Konzept des ›Politischen Trauerspiels‹ 7. Botenberichte und die Gegenwärtigkeit des Historischen: die Geschichtsdramen Gottscheds Die Gegenwärtigkeit der Bühne und die Historiographie Historische Wahrheiten über die ›Parisische Bluthochzeit‹ Vermittelnde Botenberichte Geschichtshermeneutik in ›Agis, König zu Sparta‹ 8. Eine vorläufige Geschichtserzählung: Lessings ›Samuel Henzi‹-Fragment Editionsgeschichte Die Relativität der mitgeteilten Geschichtsinterpretation Intertextuelle Figurenkonstruktionen Die dramatische Spannung und die Briefe Historische Wahrheiten und ihre Medien Das vollendete Fragment 9. Geschichtsdrama im Kontext nationaler Konstruktionen: die ›Hermann‹-Bardiete von Klopstock Der Hermann-Diskurs im 18. Jahrhundert Der Barden-Diskurs im 18. Jahrhundert Bardiet als Geschichtsdrama Nationalgeschichte: die besondere Perspektive der Barden Hermann: Konstruktionen eines Helden III. Versuch eines Resümees: Ausblick auf Goethes ›Götz‹ Literaturverzeichnis Werke, Quellentexte, Sammlungen Forschungsliteratur Personenregister

Die Studie verfolgt literaturtheoretische und historiographische Ziele: Sie formuliert und begründet erstens einen neuen, systematisch gefaßten Begriff "Geschichtsdrama", der unabhängig von historischen Geschichtsvorstellungen konzipiert ist. Er bietet sich deshalb prinzipiell genauso für eine Untersuchung vormoderner Geschichtsdramen wie historischer Dramen der Goethezeit und nach dem Historismus an. Zweitens stellt die Studie die Entwicklung des Geschichtsdramas vom Humanismus bis zur Aufklärung dar, wobei ein Schwerpunkt im 17. und frühen 18. Jahrhundert liegt. Das Geschichtsdrama der Frühen Neuzeit zeichnet sich durch eine vielschichtige Präsentation der Geschichte aus, die in den Texten selbst und ihren Paratexten (Anmerkungen im Barockdrama, Vorreden, Nebentexten usw.) reflektiert wird. Als historisch jeweils neu gestelltes Problem erweist sich in den Dramen und dramentheoretischen Diskursen die Präsentation und Begründung von "historischer Wahrheit", die hier im Rekurs auf kulturgeschichtliche Kontexte, zeitgenössische Historiographien und Geschichtstheorien diskutiert wird. Die Studie stellt die erste umfassende literaturgeschichtliche Erfassung und Darstellung des Geschichtsdramas der Frühen Neuzeit dar; sie enthält darüber hinaus umfangreiche Einzelanalysen von zentralen Dramen des 16. bis 18. Jahrhunderts (etwa von Frischlin, Sachs, Gryphius, Lohenstein, Gottsched, Lessing und Klopstock).

Die Studie verfolgt literaturtheoretische und historiographische Ziele: Sie formuliert und begründet erstens einen neuen, systematisch gefaßten Begriff "Geschichtsdrama", der unabhängig von historischen Geschichtsvorstellungen konzipiert ist. Er bietet sich deshalb prinzipiell genauso für eine Untersuchung vormoderner Geschichtsdramen wie historischer Dramen der Goethezeit und nach dem Historismus an. Zweitens stellt die Studie die Entwicklung des Geschichtsdramas vom Humanismus bis zur Aufklärung dar, wobei ein Schwerpunkt im 17. und frühen 18. Jahrhundert liegt. Das Geschichtsdrama der Frühen Neuzeit zeichnet sich durch eine vielschichtige Präsentation der Geschichte aus, die in den Texten selbst und ihren Paratexten (Anmerkungen im Barockdrama, Vorreden, Nebentexten usw.) reflektiert wird. Als historisch jeweils neu gestelltes Problem erweist sich in den Dramen und dramentheoretischen Diskursen die Präsentation und Begründung von "historischer Wahrheit", die hier im Rekurs auf kulturgeschichtliche Kontexte, zeitgenössische Historiographien und Geschichtstheorien diskutiert wird. Die Studie stellt die erste umfassende literaturgeschichtliche Erfassung und Darstellung des Geschichtsdramas der Frühen Neuzeit dar; sie enthält darüber hinaus umfangreiche Einzelanalysen von zentralen Dramen des 16. bis 18. Jahrhunderts (etwa von Frischlin, Sachs, Gryphius, Lohenstein, Gottsched, Lessing und Klopstock) Review text: "Das Credo des frühneuzeitlichen Geschichtsdramas sei: "Die Geschichte ist nicht greifbar! Nicht in der Historiografie, nicht in der Literatur und schon gar nicht im Drama. Sie ist hier weder als Kollektivsingular, noch als authentischer Erfahrungsraum verfügbar. Die Geschichte erscheint bestenfalls in perspektivierten Geschichten. Sie tritt nicht als, objektive', sondern als different vermittelte in Erscheinung." Dies in äußerst klarer und anschaulicher Sprache beschrieben und an zahlreichen Texten aus der Frühen Neuzeit exemplifiziert zu haben, ist ein großes Verdienst von Niefangers Studie, deren schlichter Titel schon anzeigt, was sie ist: ein Standardwerk."Arnd Beise in: http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=11230 " ... Niefanger's book is likely to become a standard work on the German Geschichtsdrama of the Early Modern Period (Frühe Neuzeit)."Michael Szurawitzki in: Sixteenth Century Journal, 4/2007 The series Studien zur deutschen Literatur (Studies in German Literature) presents outstanding analyses of German-speaking literature from the early modern period to the present day. It particularly embraces comparative, cultural and historical-epistemological questions and serves as a tradition-steeped forum for innovative literary research. Dirk Niefanger. Originally Presented As The Author's Habilitationsschrift--universität Göttingen, 1998. Includes Bibliographical References (p. 387-428) And Index.
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