معرفی کتاب «Geschichte der musikalischen Interpretation im 19. und 20. Jahrhundert, Band 2: Institutionen - Medien» نوشتهٔ Thomas Ertelt; Heinz von Loesch; J.-B.-Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl-Ernst-Poeschel-Verlag، منتشرشده توسط نشر Bärenreiter-Verlag Karl Vötterle GmbH & Co. KG در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Dies ist die erste große zusammenfassende Darstellung der Geschichte musikalischer Interpretation in den letzten beiden Jahrhunderten. Nachdem sich Band 1 Fragen der Ästhetik und Ideengeschichte zugewandt hat, geht es in Band 2 nun um die Institutionen und Medien. Diese bilden nicht nur einen lockeren Rahmen für musikalische Interpretation, sie bestimmen deren Geschichte vielmehr maßgeblich mit, ja fordern Interpretation im emphatischen Sinne geradezu heraus. - Öffentliches Konzert und Oper, Repertoire und Programmgestaltung, Auftrittsgepflogenheiten und Publikumsverhalten, Kritik und Marketing - Musikerausbildung - Dirigent und Dirigentin, Orchester und Orchestermusiker, Solist und Solistin - Editionen und Aufführungsmaterialien - Technische Medien - Interpretation jenseits der reinen Instrumentalmusik (Lied- und Kammermusikkultur, Oper / Musiktheater, Chorwesen, Kirchenmusik) Die Autorinnen und Autoren: Beatrix Borchard, Bettina Brandl-Risi, Wolfgang Dinglinger, Johannes Gebauer, Rebecca Grotjahn, Martin Günther, Wolfgang Hattinger, Michael Heinemann, Kai Köpp, Stephan Mösch, Peter Niedermüller, Clemens Risi, Christian Schaper, Gesine Schröder, Dörte Schmidt, Jo Wilhelm Siebert, Christiane Tewinkel, William Weber Welchen Einfluss etwa eine Institution auf die Interpretation und die künstlerische Arbeit ausüben kann, zeigen prominente historische Beispiele, z. B. nutzte Teodor Currentzis ein russisches Opernhaus als Experimentierfeld für seine höchst ungewöhnlichen Produktionen mit MusicAeterna und verband die Sprache historisch informierter Aufführungspraxis mit der Pose vom romantischen Geniekult. Cover Reihe Titel Impressum Inhalt Vorwort Öffentliches Konzert und Oper Peter Niedermüller Grundannahmen Öffentliches Konzert Oper Orte und Formen der AufführungPeter Niedermüller Der Ort der Aufführung – der Raum der Aufführung Formen der Aufführung Repertoire and Programming William Weber Introduction Canonic Repertoires Originating in the Eighteenth Century The New Era in Opera, Virtuosos, and Concert Societies Concert Societies and the Rise of Classical Music The Rise of the Modern Opera Canon Concerts Focused on Popular Repertoire The Crisis of New Music The Consolidation of the Operatic Canon Classics and New Music in Concert Life of the 20th Century Aspects of Decline and Reshaping in Classical-Music Concerts Public Taste for Contemporary Opera Looking Back Praktiken des Auftritts und des Publikums Zur Aufführungsdimension in Konzert und OperBettina Brandl-Risi – Clemens Risi Rahmenüberlegungen und theoretische Grundlagen Schlaglichter auf die Geschichte der Auftritte und des Publikums Positionen und Situierungen von Auftritten Positionen und Positionierungen des Publikums Fallstudien Virtuosen-Konzerte des 19. Jahrhunderts Italienische Oper des 19. Jahrhunderts Professionalisierung des Publikums: Die Claque Richard Wagner und der abgedunkelte Zuschauerraum: Anspruch und Wirklichkeit Tendenzen im 20. und 21. Jahrhundert Kritik und Marketing Christiane Tewinkel Zu Geschichte und Systematik der Musikkritik Interpretationskritische Dimensionen der Vermarktung von Musik Technische Medien I: Produktion von Tonträgern Christian Schaper Lost in translation: Tonträger als technisch-mediale Repräsentationen Musikalische Interpretation unter den Bedingungen mechanischer Schallaufzeichnung Reproduktionsklaviere und »Künstlerrollen« als Gegenstände der Interpretationsforschung Elektrifizierung und Repertoireerweiterung Magnetbänder und frühe Stereophonie Vom Konzertsaal zum Tonstudio Kontinuität im Wandel oder: Das Ende des Zeitalters der Tonträger? Technische Medien II: Rezeption von Aufnahmen Jo Wilhelm Siebert Wiederholbarkeit Exploitativer Modus der Rezeption Zeugnisse Aufnahmen als Konkurrenzphänomen Das Problemfeld Nachahmung Noteneditionen und Aufführungsmaterialien als Quellen der Interpretationsgeschichte Johannes Gebauer – Kai Köpp Gedruckte Notenausgaben Der Musikalienmarkt im 19. Jahrhundert Denkmäler und Gesamtausgaben Bezeichnete Notenausgaben des 19. Jahrhunderts Notenausgaben im 20. Jahrhundert Praktische Notenausgaben als Quellen für die Interpretationsforschung Handschriftliches Stimmenmaterial in der Interpretationsforschung Uraufführungsstimmen in der Kammermusik Uraufführungsmaterial zu großbesetzten Werken Einfache Stimmensätze für »Quartett-Proben« im »Zimmer« Herstellung von Dubletten für großbesetzte Aufführungen Interpretation und Musik-(Aus-)Bildung. Zwischen Institutionalisierung, Systematisierung und Individualisierung Dörte Schmidt Höhere Bildung Methode Gegenprobe: Die Selbstdarstellung der Institutionen in den Jahresberichten Stil Ausblick: Historische und mediale Zäsuren Der Dirigent als Interpret Wolfgang Hattinger Entwicklung des Dirigierens bis ins 19. Jahrhundert Übergang zum modernen, interpretierenden Dirigenten Dichotomien der Dirigierauffassung? Der moderne Dirigent Der Dirigent im 20. Jahrhundert Jüngste Entwicklungen Orchester, Orchestermusiker, Orchestertraditionen Gesine Schröder Besetzungen und Besetzungsstärken in Orchestern nach 1800 Zeitgeschichtsbedingte Schwankungen der Besetzungsstärken Fusionen Qualifikation Tatsächlich gebrauchte Instrumente Weitere Umbesetzungen Sitzordnungen / Aufstellungen Orchestrale Spieltechniken, Spielgepflogenheiten Retuschen, Striche, Einlagen Proben Zwischen Selbstinszenierung und Werkinterpretation: Solistinnen und SolistenRebecca Grotjahn Der sich selbst inszenierende Solist Produzieren, Reproduzieren, Fantasieren Fantasierendes Produzieren Produzieren eigener Kompositionen Reproduzieren als Inszenierung des Solisten Reproduzieren als Interpretieren Lied- und Kammermusikkultur Martin Günther Lied und Kammermusik als ideelle und performative Konzepte Zwischen Privatheit und Öffentlichkeit 1800–1850: Professionalisierung 1850–1900: Institutionalisierung Intimität und Authentizität: Zur Interpretations- und Rezeptionsästhetik Kammermusikpraxis und Gesprächstopos Liedvortrag und Subjektivität Authentizität als interpretationsästhetisches Paradigma nach 1850 1900–1933: Umbrüche Kunstlied- und Kammermusikpraxis als Teil des öffentlichen Konzertlebens ›Intime Musik‹, Konzertreformen, Gegenöffentlichkeit(en) Mediengeschichtliche Aspekte 1945–2000: Re- und Dekonstruktionen Adornos ›kleiner Saal‹ Kunstlied und Tradition Kammermusik und Avantgarde »Widerstand der Materie«? Oper und Musiktheater Stephan Mösch Vorüberlegungen Die Idee des mobilen Dispositivs Oper und Corporate Identity »Widerstand der Materie«: Zwei Fallbeispiele Gustav Mahler an der Wiener Hofoper Otto Klemperer und die Krolloper Zwischen Institution und Interpretation: Ensemblearbeit in wechselnden Kontexten Allgemeine Aspekte Was heißt Wiener Mozart-Stil? Fritz Busch in Glyndebourne, Teodor Currentzis in Perm »Erste Ausprägung modernen Musiktheaters«: Die Grand Opéra und andere Modelle des 19. Jahrhunderts Sonderprojekte als Normalfall: Franz Liszt in Weimar Paradoxien der Grand Opéra Erleben, codiert: Cosima Wagners »Bayreuther Stil« Strategien der Legitimation: Zur heutigen Situation Chorwesen Wolfgang Dinglinger Chorwesen in einzelnen Ländern und Regionen Chorformen Größerer gemischter Chor Männerchor – Frauenchor Arbeiterchor Rundfunkchor Vokalensemble Knabenchor Chorleitung Kirchenmusik Michael Heinemann 19. Jahrhundert Kriege und Nachkriegszeiten Reformen Interpreten und Interpretinnen – in der Genderperspektive Beatrix Borchard Geschlechtsspezifische Diskurse: Konstanz und Wandel »Der reine Geist der Kunst«: Teresa Milanollo Neue Repertoires – neue Blickwinkel: Marie Soldat und Gabriele Wietrowetz Männlich / weiblich als Bewertungskategorien Kammermusik als geschlechtsneutrales Repertoire? Entwicklungen und Spielräume Personenregister Abbildungsnachweis
Dies ist die erste große zusammenfassende Darstellung der Geschichte musikalischer Interpretation in den letzten beiden Jahrhunderten. Nachdem sich Band 1 Fragen der Ästhetik und Ideengeschichte zugewandt hat, geht es in Band 2 nun um die Institutionen und Medien. Diese bilden nicht nur einen lockeren Rahmen für musikalische Interpretation, sie bestimmen deren Geschichte vielmehr maßgeblich mit, ja fordern Interpretation im emphatischen Sinne geradezu heraus.- Öffentliches Konzert und Oper, Repertoire und Programmgestaltung, Auftrittsgepflogenheiten und Publikumsverhalten, Kritik und Marketing- Musikerausbildung- Dirigent und Dirigentin, Orchester und Orchestermusiker, Solist und Solistin- Editionen und Aufführungsmaterialien- Technische Medien- Interpretation jenseits der reinen Instrumentalmusik (Lied- und Kammermusikkultur, Oper / Musiktheater, Chorwesen, Kirchenmusik)Welchen Einfluss etwa eine Institution auf die Interpretation und die künstlerische Arbeit ausüben kann, zeigen prominente historische Beispiele, z. B. nutzte Teodor Currentzis ein russisches Opernhaus als Experimentierfeld für seine höchst ungewöhnlichen Produktionen mit MusicAeterna und verband die Sprache historisch informierter Aufführungspraxis mit der Pose vom romantischen Geniekult.