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Geschichte der Hirnforschung : Von der Antike bis zur Gegenwart

معرفی کتاب «Geschichte der Hirnforschung : Von der Antike bis zur Gegenwart» نوشتهٔ Erhard Oeser، منتشرشده توسط نشر WBG Academic در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Erforschung des Gehirns beschäftigte bereits die Menschen in der Antike. Selbst heute sind längst noch nicht alle seine Geheimnisse gelüftet. Dennoch ist die Hirnforschung eine der erfolgreichsten wissenschaftlichen Unternehmungen der Gegenwart. Ihre Bedeutung liegt aber nicht ausschließlich auf dem medizinisch-praktischen Gebiet. Sie war und ist stets auch ein philosophisches Anliegen. Die vielleicht größte Herausforderung, die seit jeher mit der Hirnforschung verbunden war, besteht in der Hoffnung, aus der Erkenntnis der Struktur und Funktion des Menschenhirns Schlussfolgerungen für die Mechanismen von Wahrnehmung, Gedächtnis, Denken und Sprache ziehen und somit auch den menschlichen Geist erfassen zu können. Erhard Oeser schildert in seinem Buch die fesselnde, mehr als zweitausendjährige Geschichte der Hirnforschung von den Anfängen bis heute. In seiner umfassenden, mit vielen Beispielen und Zitaten sehr anschaulich geschriebenen Darstellung widmet er sich insbesondere der Entdeckung des menschlichen Gehirns als Organ der geistigen Funktionen. Kritisch setzt Oeser sich aber auch mit den Methoden und den teilweise grausamen Experimenten auseinander, die zu den späteren, großen Erfolgen führten. Sie wurden häufig erst durch das Leiden und Sterben unzähliger Tiere ermöglicht. Doch auch die zahlreichen Hirnverletzungen bei Menschen infolge von Kriegen brachten oft neue Erkenntnisse über die Lokalisation der Hirnfunktionen. Dadurch wird deutlich, dass die Geschichte der Hirnforschung nicht nur eine Geschichte der großartigen Erfolge und Fortschritte ist, sondern auch eine Geschichte der Irrtümer, Diskrepanzen, Kontroversen und Grausamkeiten. Das Buch spricht alle an, die mehr über das faszinierende Organ Gehirn und die Geschichte seiner Erforschung erfahren möchten! Cover Inhalt Vorwort zur 2. Auflage Einleitung 1. Die Vorgeschichte der Hirnforschung: Schädelkult und Trepanation 2. Die Anfänge der Hirnforschung in der Antike Die ersten Hirnforscher: Alkmaion von Kroton, Diogenes von Apollonia und Demokrit Hippokrates und die „Heilige Krankheit“ Hirn oder Herz: Die zephalozentrische und die kardiozentrische These Die zephalozentrische These Platons Die kardiozentrische These des Aristoteles Die aristotelische Erkenntnistheorie als heuristische Grundlage der Hirnforschung Die Lehre vom Pneuma oder Spiritus animalis Die Entdeckung der Nerven: Herophilos und Erasistratos Das Ende der kardiozentrischen These: Galens Synthese von aristotelischer Pneumalehre und experimenteller Hirnforschung 3. Vom Mittelalter zur Neuzeit: Die Gehirnventrikel als Sitz der Seele Die spekulative Zellenlehre des Mittelalters Leonardo da Vincis anatomische Untersuchung der Hirnventrikel 4. Hirnforschung im Zeichen der neuzeitlichen Naturwissenschaft Das Ende der aristotelisch-scholastischen Ventrikeltheorie: Die Hirnanatomie des Vesalius und seiner Nachfolger Die Renaissancephysiologie: Jean Fernel Die Entdeckung des Blutkreislaufes durch Harvey und ihre Auswirkungen auf die Hirnforschung Das mechanische Modell des Menschenhirns: Descartes Die neue Lokalisationstheorie der Hirnfunktionen: Thomas Willis Die materiellen Grundstoffe der Seele Tierseele und Vernunftseele Großhirn- und Kleinhirnfunktionen Epilepsie und Hysterie als Nervenkrankheiten Vergleichende Anatomie und Psychologie Die Entwicklung der experimentellen Hirn- und Rückenmarkphysiologie: Von Steno zu Haller Kleinhirnexperimente Großhirnexperimente Versuche über die Funktionen der Medulla oblongata und des Rückenmarks Das vorläufige Ende der Lokalisationstheorie: Hallers Äquipotenztheorie des gesamten Gehirns Die Lehre von der Irritabilität und Sensibilität Die Physiologie des Menschenhirns Der Maschinenmensch: de La Mettrie Die experimentelle Gehirnphysiologie in der Nachfolge Hallers Tierische Elektrizität: Vom Zitterfisch zum Galvanismus Die Wiedergeburt der alten Ventrikellehre: Soemmerings Seelenorgan 5. Die Erforschung der Architektur und Mechanik des Gehirns im 19. Jahrhundert Die individualisierende Lokalisationstheorie Galls Vergleichende Verhaltensforschung als Grundlage der Organologie Von der Organologie zur Schädellehre Galls Physiologie und Anatomie des Gehirns als Grundlage seiner Lokalisationstheorie Die Äquipotenztheorie der Großhirnrinde: J. P. Flourens Sensorische und motorische Nerven: Das Bell-Magendie-Gesetz Hirngewichte und Hemisphärenwindungen als Maße für Geistesvermögen Der Mythos von den großen Gehirnen: Tiedemann und Huschke Die Gehirnwindungen des Mathematikers Gauß: Rudolph Wagners Physiologie des menschlichen Gehirns als Seelenorgan Elitegehirne und mikrozephale Idioten Die evolutionäre Begründung des Tier-Mensch-Vergleichs in der Hirnforschung: Darwin, Huxley und die Folgen Sprachstörungen: Die Anfänge der Aphasieforschung Die Entdeckung des motorischen Sprachzentrums: Bouillaud, Dax und Broca Die Entdeckung des sensorischen Sprachzentrums: Meynert und Wernicke Aphasieforschung in England: Bastians Organ des Geistes Die Wiederentdeckung der tierischen Elektrizität und die Anfänge der Elektrophysiologie: du Bois-Reymond Die elektrische Erregbarkeit des Großhirns: Fritsch und Hitzig Vergleichende Hirnphysiologie als Grundlage der Lokalisationstheorie der höheren Hirnfunktionen: David Ferrier Das Rückenmark als Reflexzentrum Die Funktionen des Klein- und Mittelhirns Die Hypothese vom reflektorischen Charakter des Ausdrucks der Gemütsbewegungen Die Funktionen des Großhirns Das Gehirn als Organ des Geistes Der Hund ohne Großhirn: Friedrich Goltz’ Experimente Seelenblindheit und Rindenblindheit: Hermann Munk Die Entdeckung der Assoziationszentren: Paul Flechsig 6. Hirnforschung und Neurowissenschaft im 20. Jahrhundert Die elementaren Bausteine des Gehirns: Neuronen- und Synapsentheorie Die Entdeckung der Nervenzellen Vom Nervennetz zur Neuronentheorie: His, Forel und Ramón y Cajal Die Entdeckung der Synapsen als Kontaktstellen zwischen den Neuronen: Sherrington Die Theorie von den drei Arten der Gehirnrindenzentren: Ramón y Cajal Schichtenstruktur und Zellaufbau der Großhirnrinde als Grundlage der Lokalisationstheorie Die Hirnkarten von Brodmann und Economo Lokalisation der Hirnfunktionen auf architektonischer Grundlage Der sensomotorische „Homunculus“: Penfield und Rasmussen Die übertriebene Lokalisation: K. Kleist Ganzheit und Teilbarkeit des Gehirns. Der Holismus und die Rückkehr der Äquipotenztheorie: Head, Goldstein und Lashley Linkes Hirn und rechtes Hirn: Die funktionale Asymmetrie der Großhirnhemisphären Die verteilten Hirnfunktionen: Neuronale Netze Die Entdeckung der Modularität: Zellverbände und neuronale Gruppen Kognitive Neurowissenschaft: Der integrative Ansatz Sprachverarbeitung im Gehirn Lernen und Gedächtnis Besonderheiten des weiblichen Gehirns Die Entdeckung des Bereitschaftspotentials Hirntod und Hirntransplantation Literatur Register Namen Sachen Enth. u.a. (S. 75-85): Hallers Äquipotenztheorie des gesamten Gehirns
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