Gescheiterte Kanzlerkandidaten : von Kurt Schumacher bis Edmund Stoiber
معرفی کتاب «Gescheiterte Kanzlerkandidaten : von Kurt Schumacher bis Edmund Stoiber» نوشتهٔ Unknown، منتشرشده توسط نشر VS Verlag fnr Sozialw. در سال 2007. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Kanzlerkandidaten in Deutschland und ihre Möglichkeiten zur politischen Führung Ein Kanzlerkandidat verfügt im deutschen Wahl-und Parteiensystem über kein formelles Amt. Weder die Verfassung noch Gesetze oder Statute kennen ihn. Und doch ist er in Wahlkämpfen mittlerweile fast präsenter als die Partei, für die er antritt. Das war nicht immer so. In den Anfangsjahren der Bundesrepublik spielten die Parteiorganisationen eine größere Rolle bei der Stimmabgabe der Wähler. Zudem hatten die Herausforderer des ersten Bundeskanzlers in der Rückschau nur geringe Chancen, Konrad Adenauer während seiner Regierungszeit abzulösen -hatte der CDU-Vorsitzende die Union doch zu einer Sammelpartei des bürgerlichen Lagers ausgebaut. 3 Erst mit dem Niedergang seiner Macht und dem Wandel der SPD zum Ende der 1950er-Jahre etablierte sich die Kanzlerkandidatur im darauf folgenden Wahlkampf im öffentlichen Bewusstsein der Bundesrepublik. 4 Der Sozialdemokrat Klaus Schütz importierte den Begriff und wollte Willy Brandt zu einem deutschen Kennedy machen. 5 So trat die SPD nach dem Vorbild des US-amerikanischen Wahlkampfes dezidiert mit einem ausgesuchten Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl an. Der Regierende Bürgermeister von Berlin sollte die Sozialdemokraten nach langen Jahren der Opposition in die Regierungsverantwortung führen. Bekanntlich kam es anders. Dennoch war diese Entwicklung für die deutsche Wahlkampfkultur entscheidend: Die Kanzlerkandidatur war entstanden. Dies war deshalb so besonders, weil in der Bundesrepublik -anders als im präsidentiellen Regierungssystem der USA -Parteien gewählt werden. Der Name des Herausforderers ist auf den Stimmzetteln höchstens in seinem eigenen Wahlkreis und/oder auf einer der Landeslisten zu finden. Trotzdem werben die Parteien vor der Bundestagswahl mit Personen und der informellen Position des Kandidaten. Gleichwohl ist die Kanzlerkandidatur als Symbol zu verstehen. Schließlich schlägt der Bundespräsident den Kanzler zur Wahl vor und das Parlament entscheidet, wen es zum Kanzler wählt, Vertrauen ausspricht oder entzieht. 6 Innerhalb der Parteien kennen weder SPD noch Union offizielle oder parteiöffentliche Vorwahlen; die Organisationen entscheiden situationsabhängig, ja geradezu anarchisch, in ihren eigenen Strategie-und Machtkonstellationen, wer Cover......Page 1 Gescheiterte Kanzlerkandidaten......Page 4 Inhalt......Page 6 Inhaltsübersicht......Page 8 Wenn politische Führung scheitert. Eine Einleitung......Page 16 Kurt Schumacher. Der Kandidat aus Weimar......Page 28 Erich Ollenhauer. Lauterkeit und Phlegma......Page 46 Willy Brandt. Konkurrenzlos als Kanzlerkandidat, chancenlos als Sozialdemokrat......Page 63 Rainer Barzel. Der tragische Held......Page 142 Scheitern als Chance. Helmut Kohl und die Bundestagswahl 1976......Page 175 Franz Josef Strauß. Das Scheitern eines Siegers......Page 203 Hans-Jochen Vogel. Das Scheitern vor dem Aufstieg......Page 237 Johannes Rau. Moralisch einwandfreies Scheitern......Page 262 Oskar Lafontaine. Ein Opfer der Einheit......Page 291 Rudolf Scharping. Opfer eines Lernprozesses......Page 324 Edmund Stoiber. Der gefühlte Sieger......Page 357 Guido Westerwelle. Der Kandidat, der keiner war......Page 393 Gescheiterte Kanzlerkandidaten in Deutschland. Fazit......Page 425 Kurzbiographien der gescheiterten Kanzlerkandidaten......Page 436 Personenregister......Page 441 Im Focus stehen die Fragen nach den Moeglichkeiten politischer Fuhrung und den Ursachen des Scheiterns, die die erfolglosen Kanzlerkandidaten zu "tragischen Helden" der deutschen Politik haben werden lassen.
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