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Germanen und Romanen in der Alamannia : Strukturveränderungen aufgrund der archäologischen Quellen vom 3. bis zum 7. Jahrhundert

معرفی کتاب «Germanen und Romanen in der Alamannia : Strukturveränderungen aufgrund der archäologischen Quellen vom 3. bis zum 7. Jahrhundert» نوشتهٔ Claudia Theune-Vogt، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Arbeit wurde als Habilitationsschrift an der Philosophischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin im Jahre 2000 angenommen und erscheint nun in leicht überarbeiteter Form. Lange Zeit galt das Jahr 260 als Scheidepunkt zwischen der römisch geprägten Antike und dem germanisch geprägten Frühmittelalter. Heute müssen vielfältige und wechselseitige Beeinflussungen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen stärker in Betracht gezogen und Formen der Kontinuität und Diskontinuität, Akkulturation und Persistenz analysiert werden. Die Untersuchung der archäologischen Quellen in der Alamannia zeigt, dass in bestimmten Regionen noch bis in die Zeit um 400 romanische Strukturen feststellbar sind. Die in der Mitte des 5. Jhs. einsetzenden Reihengräberfelder sind als Neubeginn aufzufassen. Unterschiedliche Bezüge zum elbgermanischen oder donauländischen Raum zeigen die Heterogenität der Bevölkerung gerade zu Beginn der Belegung. Aber auch im 6. und 7. Jh. sind etwa in den rheinnahen Gebieten oder im Donauraum unterschiedliche Bestattungssitten zu konstatieren, die vielschichtige Beeinflussungen deutlich machen. Vorwort vii Einleitung und Problemstellung 1 Forschungsgeschichte 25 Die archäologischen Quellen 49 Die Siedlungen 51 Die Grabfunde 53 Die Depotfunde 54 Die Funde 55 Funde und Befunde des 3. bis frühen 5. Jahrhunderts in der Alamannia 57 Der Limes 57 Die zivilen Siedlungen 71 Die Schatzfunde 76 Nachlimeszeitliche Funde und Befunde 80 Die Münzen 80 Nachlimeszeitliche Funde und Befunde in den Kastellen der Limeslinie 89 Die spätrömischen Militärlager an Rhein und Donau 93 Die Entwicklung in den Zentralorten 104 Nachlimeszeitliche Funde und Befunde in den zivilen ländlichen Bereichen 116 Die rechtsrheinischen Höhensiedlungen des 4. und 5. Jahrhunderts 139 Die Grabfunde 155 Die Grabfunde im linksrheinischen und süddanubischen Gebiet 155 Die Grabfunde im rechtsrheinischen Gebiet 171 Ergebnisse zu den nachlimeszeitlichen Strukturen in der Alamannia 196 Kurzfristig belegte Gräberfelder des 5. Jahrhunderts 203 Gräberfelder und Bestattungssitten des 5.-7. Jahrhunderts in der Alamannia 235 Die Rhein-Main-Region 246 Gonzenheim 249 Mainz St. Alban 253 Bischofsheim 256 Groß-Rohrheim 257 Das Neckarmündungsgebiet 258 Heidelberg-Kirchheim 259 Bargen 263 Das südliche Oberrheintal 266 Merdingen 267 Endingen 273 Die Region südlich und nördlich des Hochrheins 278 Basel-Kleinhüningen 283 Lörrach-Stetten 286 Bülach 287 Elgg 290 Bohlingen 294 Güttingen 297 Die Region zwischen Baar und westlicher Alb 303 Donaueschingen 303 Fridingen an der Donau 309 Der mittlere Neckarraum 316 Esslingen-Sirnau 317 Kirchheim unter Teck 319 Die östliche Alb und das Ries 322 Schretzheim 323 Giengen a.d. Brenz 328 Sontheim a.d. Brenz 331 Donzdorf 333 Neresheim 335 Kösingen 338 Kirchheim am Ries 341 Gräberfelder und Bestattungssitten im Moselraum 345 Gräberfelder und Bestattungssitten im Voralpenland und in den Alpen 351 Ergebnisse zur regionalen Verteilung der Gräberfelder und Bestattungsitten des 5. bis 7. Jahrhunderts in der Alamannia 354 Die frühmittelalterlichen Siedlungen 369 Zusammenfassung 381 Anhang 391 Liste 1: Die Limeskastelle 393 Liste 2: Spätrömische Kastelle, Burgi, Schiffsländen und Brückenköpfe 410 Liste 3: Enddatierung der nachlimeszeitlichen Münzen in Südwestdeutschland 423 Liste 4: Die frühvölkerwanderungszeitlichen Höhensiedlungen in Südwestdeutschland 431 Liste 5: Die frühvölkerwanderungszeitlichen Gräber in Südwestdeutschland 438 Liste 6: Die kurzfristig belegten Nekropolen des 5. Jhs 461 Literaturverzeichnis 467

Lange Zeit galt das Jahr 260 als Scheidepunkt zwischen der römisch geprägten Antike und dem germanisch geprägten Frühmittelalter. Heute müssen vielfältige und wechselseitige Beeinflussungen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen stärker in Betracht gezogen und Formen der Kontinuität und Diskontinuität, Akkulturation und Persistenz analysiert werden. Die Untersuchung der archäologischen Quellen in der Alamannia zeigt, dass in bestimmten Regionen noch bis in die Zeit um 400 romanische Strukturen feststellbar sind. Die in der Mitte des 5. Jhs. einsetzenden Reihengräberfelder sind als Neubeginn aufzufassen. Unterschiedliche Bezüge zum elbgermanischen oder donauländischen Raum zeigen die Heterogenität der Bevölkerung gerade zu Beginn der Belegung. Aber auch im 6. und 7. Jh. sind etwa in den rheinnahen Gebieten oder im Donauraum unterschiedliche Bestattungssitten zu konstatieren, die vielschichtige Beeinflussungen deutlich machen.

For many years, 260AD was seen as the dividing line between a Romanesque classical age and a Germanic early medieval period. Now, however, it is necessary to take more account of the manifold and mutual cross-influences between the various population groups and analyse forms of continuity and discontinuity, acculturation and persistence. An examination of archaeological sources in Alamannia shows the existence of Romanesque structures up to around the year 400. The "Reihengräberfelder" (burial gounds with the graves laid out in rows) dating from the mid-5th century can be seen as marking a new beginning. Various links to the Germanic Elbe region and the Danube area show the heterogenity of the population at the beginning of this era. As late as the 6th and 7th centuries, however, different forms of burial can be found in areas close to the Rhine and in the Danube region, which demonstrate the manifold cross-influences.
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