معرفی کتاب «Genus, Derivation und Quantifikation : Zur Funktion der Suffigierung und verwandter Phänomene im Deutschen» نوشتهٔ Werner, Martina، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Main description: The function of the grammatical category of gender is one of the most controversial issues in linguistics. This study draws on perspectives in historical linguistics to inquire about the extent to which there is a diachronically established relationship motivated by core grammatical structure between gender and the type of word formation in suffixation that can be described in terms of nominal quantification (i.e. countability). According to this view, word formation by means of suffixes in New High German serves less for transposition and modification, and more for the creation of overtly marked, quantifiable nouns Teil I: Verortung von Genus im grammatischen System 1. Einleitung 1.1 Substantive und Zählbarkeit 1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit 2. Die Kategorie Genus 2.1 Was ist Genus? 2.2 Genus als Dimension der Quantifikation 2.3 Exkurs: Genus im Altenglischen 2.4 Zusammenfassung 3. Mereologie und nominale Quantifikation 3.1 Zur Funktion der Quantifikation 3.2 Was ist ein Kollektivum? 3.3 Kollektivität, Abstraktheit und Genus 3.4 Zusammenfassung Teil II: Die Kodierung von Genusinhalten 4. Genus und Grammatikalisierung I: theoretisch 4.1 Methodische Vorabbemerkungen zu Teil II 4.2 Prinzipien der Grammatikalisierung 4.3 Zur Entstehung von Suffixen 4.3.1 Entstehung aus Lexemen 4.3.2 Entstehung durch Reinterpretation 4.4. Zusammenfassung 5. Genus und Grammatikalisierung II: empirisch 5.1 Grammatikalisierung des Genus maskulinum 5.1.1 Forschungsstand 5.1.2 Formale Entwicklung 5.1.3 Aufbau von grammatischer Komplexität 5.1.4 Kurzfazit 5.2 Grammatikalisierung des Genus femininum 5.2.1 Forschungsstand 5.2.2 Formale Entwicklung 5.2.3 Auf- und Abbau von grammatischer Komplexität 5.2.4 Kurzfazit 5.3 Grammatikalisierung des Genus neutrum 5.3.1 Forschungsstand 5.3.2 Formale Entwicklung 5.3.3 Kodierungsalternativen 5.3.4 Kurzfazit 5.4 Zusammenfassung 6. Assoziierte Phänomene 6.1 Diminution, Augmentation und Taxation 6.2 Zum Verhältnis von Genus und Sexus 6.3 Genus und Flexion 6.3.1 Genus und Fugenelemente 6.3.2 Genus und Deklination 6.4 Zusammenfassung Teil III: Zusammenführung der Ergebnisse 7. Zusammenfassung und Ausblick 7.1 Teilergebnisse 7.2 Verbleibende Erkenntnisziele Literaturverzeichnis Namenregister Sachwortregister Abbildungsverzeichnis
Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit ein motivierter Zusammenhang zwischen der expliziten Derivation und der Kategorie Genus, definiert als Dimension nominaler Quantifikation, festzustellen ist. Dazu werden sprachtheoretische Grundlagen und Erkenntnisse aus der Sprachtypologie auf die Diachronie der Suffigierung und verwandter Phänomene (etwa der Zirkumfigierung) des Deutschen angewendet. Da die wortbildenden Suffixe ‐ im Gegensatz zum Gegenwartsdeutschen ‐ in früheren Sprachstufen oft Substantive mit mehreren Genera bildeten, wird die Frage erörtert, inwieweit die Suffixe zunehmend paradigmatischer wurden, d.h. Entwicklungen zeigen, die typisch für einen Aufbau von grammatischer Komplexität sind, bzw. wie sich der Aufbau von Komplexität vollzog. In diesem Zusammenhang lässt sich diachron eine Spezialisierung von Suffixen auf ein bestimmtes Genus feststellen. Das bedeutet, dass eine Korrelation zwischen der expliziten Derivation bzw. entsprechender Suffixe und der Kategorie Genus in früheren Sprachepochen nicht bzw. nicht im selben Maße bestanden hat. Somit lässt sich ein Sprachwandelprozess im Sinne einer Grammatikalisierung von Quantifikation durch Genussuffixe feststellen.