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Genre Und Gemeinsinn: Hollywood Zwischen Krieg Und Demokratie (Cinepoetics) (German and German Edition)

معرفی کتاب «Genre Und Gemeinsinn: Hollywood Zwischen Krieg Und Demokratie (Cinepoetics) (German and German Edition)» نوشتهٔ Kappelhoff, Hermann، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Das vorliegende Buch präsentiert eine Affekttheorie des Genrekinos, die das Verhältnis von Politik und Poetik im Begriff des Gemeinsinns neu figuriert. Ausgehend von der These, dass das ‚Gefühl für das Gemeinschaftliche‘ einer Gesellschaft abhängig ist von medialen Praktiken politischer Vergemeinschaftung, wird der Kriegseinsatz Hollywoods im Zweiten Weltkrieg untersucht. Im Ergebnis entsteht ein neues Genre, das auf die Krise der Demokratie während des Zweiten Weltkrieges reagiert. Im Zentrum dieses Genres stehen weder die Kriegsereignisse in ihrer Faktizität, noch die Kriegshelden und ihre Heldentaten; im Zentrum steht vielmehr das Leiden des einzelnen Soldaten. In den medialen Re-inszenierungen dieses Leidens über die wechselnden Kriegseinsätze hinweg verbindet sich das Pathos des Opfers und der erinnernden Trauer mit dem Zorn moralischer Empörung über eine Gesellschaft, die ihren politischen Zweck aufgegeben hat: Das Streben nach Glück des Einzelnen vor jeder Willkür zu schützen. Die Rekonstruktion dieser Re-inszenierungen führt zu einer Revision der Genretheorie, die das Schema taxonomischer Regelzuschreibungen radikal verabschiedet. Die vielfältigen Verzweigungen des Genrekinos werden selbst als ein Netzwerk verständlich, das in den immer neuen Perspektivierungen einzelner Filme entsteht und Geschichte als ein permanentes Ringen um ein ‚Gefühl für das Gemeinschaftliche‘, um den Gemeinsinn erfahrbar werden lässt. Danksagung Inhaltsverzeichnis A shell-shocked face: Ein Prolog A shell-shocked face Die Pathosformel des Kriegsfilmgenres 1 Reparaturarbeiten am Gemeinsinn 1.1 Eine historische Momentaufnahme – Drei Kriegsfilme zur Jahrtausendwende Saving private Ryan: Die sentimentale Szene des Kriegergedenkens Windtalkers: Der erste Amerikaner – Im Plural gedacht The thin red line: Das singuläre Gesicht 1.2 Richard Rorty und der Pursuit of Happiness Den Faden wiederaufnehmen Ein Gefühl für das Gemeinschaftliche: Sense of Commonality Poetisches Machen, politisches Handeln Beschreiben und Neubeschreiben: Die Pluralität medialer Erfahrungsmodi 1.3 Poetisches Kalkül und politische Kritik – Ein filmanalytischer Vergleich Apocalypse now: Eine neue Architektur kinematografischer Räume Platoon: Die Melodie psychischen Gleichklangs Das Genrekino als kulturelle Praxis 1.4 Propaganda, Avantgarde und Genrekino Eine vergleichende Fallstudie Tag der freiheit: Medientechnik der Verschmelzung prelude to war: „What put us in the uniform?“ Genrekino und Demokratie Der konstitutive Widerstreit Filmanalyse als Poetologie des Films 2 Poetologie des Genrekinos 2.1 Die Genretheorie Stanley Cavells Typen und Individualitäten Genres als Medien geteilter Weltwahrnehmung Geschichtlichkeit des Genrekinos 2.2 Zur Kritik der Genrepoetik Klassisch und postklassisch Regelpoetische Taxonomien Ein Modus industrieller Produktion Ein Modus der Repräsentation Ein Modus ästhetischer Erfahrung 2.3 Modi und Modalitäten (Gledhill) Jenseits regelpoetischer Taxonomien Genre und Affektdramaturgie Die historische Dynamik poetischen Machens Der Hollywood-Kriegsfilm als paradigmatischer Gegenstand 2.4 Was heißt Affektpoetik? Kognitionspsychologische Ansätze: Appraisal Mood Cues Emotion, Gefühl, Affekt Ein reflexives Gefühl (Dewey) Das Zuschauergefühl 2.5 Ausdrucksbewegung: Ein methodologisches Konzept Die Ausdrucksbewegung als Zeitform Der Kriegsfilm und die historische Dynamik des Genrekinos Pathosszenen: Das affektdramaturgische Gerüst der Kriegsfilme Hollywoods Genregeschichte und Geschichte 3 Die Entstehung des Kriegsfilmgenres – Eine poetologische Ursprungskonstruktion 3.1 Genre und filmisches Dokument Found Footage Der Erfahrungsraum des Kriegskinos 3.2 Dokument und Propaganda December 7th Das affektdramaturgische Konzept Inszenatorische Reminiszenz statt historisches Dokument Das Gesicht des unsichtbaren Feindes Widersprüchliche Wahrnehmungspolitiken 3.3 Medienpraxis militärischer Vergemeinschaftung Die Affektrhetorik von the battle of midway Sentimentales versus militärisches Pathos Fingieren und Fälschen: Historisches Wissen Sentiment versus Dokument Was dokumentiert das filmische Dokument? 3.4 Affektive Mobilmachung Affektdramaturgien in der Spanne von Action und Melodrama Gung ho!: Der Mobilisierungsfilm Die Verwandlung bedürftiger Individuen in Soldaten Die Peripetie: Der Umschlag von Action in Melodrama Kampfgeist und Leidensbereitschaft: Ein dramaturgischer Vergleich Bataan: Das Opferpathos militärischer Vergemeinschaftung Audiovisuelle Komposition und affektive Dynamik Die Apotheose: Fusion getrennter Bildräume Die Entstehung des Genres aus den Wahrnehmungspolitiken des Kriegskinos 3.5 Zur Geschichtlichkeit filmischer Bilder Automatische Weltprojektionen (noch einmal Cavell) Die Spaltung der Wahrnehmung im Akt des Filme-Sehens Eine spezifische Zeitlichkeit filmischer Bilder With the marines at tarawa: Ein filmisches Erinnerungsbild Der gleichmütig registrierende Blick Elegie des Erinnerns Physische Präsenz statt Action Der Horror: Formen paranoider Wahrnehmung Narrative Einhegung Das filmische Gedächtnis 4 Genre und Geschichte 4.1 John Fords they were expendable: Die Matrix eines neuen Genres Zurück zum Genrekino Eine affektdramaturgische Analyse I. Akt: Auflösung und Initiation II. Akt: Phantasmagorien von Liebe und Tod III. Akt: Der Kreislauf von Abtrennung und Reformierung IV. Akt: Das Erinnerungsbild 4.2 Kulturelles Gedächtnis und Erinnerungsdichtung Rekonstruktion eines vieldiskutierten Begriffs Die Relation von Erinnerung und politischer Identität (Assmann) Kollektives Gedächtnis und individuelle Erinnerung Erinnerungsdichtung Fest und Ritus 4.3 sands of iwo jima: Affektive Verflechtungen Die Desillusionierung militärischen Gemeinschaftsgefühls Die Verzweigung der Affekte Geschichte machen Genretheorie als Poetologie der Produktion von Geschichte 4.4 Totengedenken und Gemeinschaft A walk in the sun: Ein Requiem Die Formensprache politischer Sinnlichkeit (Koselleck) Die Rede vom Krieg und der Mythos der Gemeinschaft The steel helmet: Die Perspektive der Toten Das Wunder des Überlebens The big red one: Ein Bild der Vernichtung Die Überlebensgemeinschaft 4.5 Der unlösbare Konflikt Der zornige Taxifahrer Jarhead: Die Feier des Krieges Full metal jacket: Kriegerische Vergemeinschaftung Der unsterbliche Körper: Das Corps Patton: Heldendichtung Die Gegenwart militärischer Gemeinschaften Genre und Gemeinsinn: Ein Epilog The Pixelated Revolution The war tapes Redacted Moralische Urteile und genrepoetische Transformationen Eine neue Figur des Opfers Gemeinsinn und ästhetisches Urteil Gemeinsinn als Sense of Commonality (Arendt) Das Genrekino als Erfahrungsraum konkurrierender Gemeinsinne Literaturverzeichnis Personenregister Filmregister Sachregister Farbabbildungen The Cinepoetics book series aims at a theoretical and analytical reconceptualization of the discursivity of audiovisual images. The focus is not on the circulation of media representations but on the modes of this circulation: How do audiovisual images as figurations of media experience relate to other audiovisual images? What does it mean to describe different modes of audiovisual experience and recursivity as forms of cinematic thinking? From this perspective, the series'volumes provide analyses of the aesthetic dimension, historical function and cultural significance of their subjects, making the poetic logic of audiovisual images accessible to an interdisciplinary audience. Please note also the English-language Cinepoetics books series (https://www.degruyter.com/serial/CINE%20E-B/html) and the series Cinepoetics Essay (https://www.degruyter.com/serial/CINE%20ES-B/html). "Based on the premise that a society's sense of commonality depends upon media practices of political communitarization, this study examines how Hollywood was deployed during the Second World War. It shows that Hollywood responded to the crisis of democracy in the war by creating a new genre. Using an affective theory of genre cinema, it offers a new characterization of the relationship between politics and poetics in forming commonality."-- Provided by publisher New Open-Access Series Based on the premise that a society’s sense of commonality depends upon media practices of political communitarization, this study examines how Hollywood was deployed during the Second World War. It shows that Hollywood responded to the crisis of democracy in the war by creating a new genre. Using an affective theory of genre cinema, it offers a new characterization of the relationship between politics and poetics in forming commonality. Ausgehend von der These, dass der Sinn für das Gemeinschaftliche einer Gesellschaft abhängig ist von medialen Praktiken politischer Vergemeinschaftung, wird der Einsatz Hollywoods im 2. Weltkrieg untersucht. Es wird gezeigt, wie Hollywood auf die Krise der Demokratie im Krieg reagierte, indem es ein neues Genre generiert. Anhand einer Affekttheorie des Genrekinos wird das Verhältnis von Politik und Poetik im Begriff des Gemeinsinns neu figuriert
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