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Genie und Blut : a Rassedenken in der italienischen Philologie des neunzehnten Jahrhunderts

معرفی کتاب «Genie und Blut : a Rassedenken in der italienischen Philologie des neunzehnten Jahrhunderts» نوشتهٔ Markus Alexander Lenz، منتشرشده توسط نشر Wilhelm Fink Verlag در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die italienische Philologie und ihr erkenntnistheoretischer Beitrag zu Rassedenken und Ethnozentrismus. Die Entstehung rassistischer Denkmuster in den philologischen Wissenschaften des 19. Jahrhunderts wurde durch die Forschung in Ansätzen aufgezeigt. Allerdings beschränkten sich die meisten Arbeiten auf Entwicklungen in England, Frankreich und Deutschland. Diese Fokussierung erschien aufgrund der langen Geschichte des Kolonialismus in den ersten beiden Ländern sowie der Vorreiterrolle deutscher Philologen bei der Systematisierung der historisch-vergleichenden Wissenschaft von den Sprachen und Texten gerechtfertigt. Es ist jedoch verkürzt, jene Dynamiken epistemologischen Wandels zu ignorieren, wie sie das wissenschaftliche Italien im 19. Jahrhundert prägten. In der soziokulturellen Komplexität des Risorgimento bildeten sich Strukturen rassistischen Denkens, aber auch Räume differenzierter Reflexion über die anthropologische Aussagekraft der Philologie. GENIE UND BLUT: Rassedenken in der italienischen Philologie des neunzehnten Jahrhunderts INHALTSVERZEICHNIS VORWORT EINLEITUNG I. REFERENZRÄUME KOLLEKTIVER IDENTITÄT – RASSENLOGISCHE DISKURSE INNERHALB DER ITALIENISCHEN PHILOLOGIE 1. Italo-Pelasger oder mediterrane Arier? – Die Suche nach einer italienischen Rasse 2. Der pythagoreische Mythos als Kritik am philologischen Wissen 3. Arier und Semiten: Ein philologischer Rassendiskurs in Italien 3.1. Das ‚arische Erbe‘ der Italiener und seine epistemischen Grundlagen 3.2. Von skeptischer Philologie und wissenschaftlichem Opportunismus 4. Autochthonie vs. Indoeuropäertum: Philologische Vorleistungen zu Rassedenken und Rassismus? II. UNIVERSALGESCHICHTE UND FORTSCHRITT – DIE NEUORDNUNG DES PHILOLOGISCHEN WISSENS IM FRÜHEN 19. JAHRHUNDERT 1. Nicolas Wiseman: Philologische Ethnographie als Spiegel biblischer Offenbarung 2. Zivilisationsfaktor und Instrument des Fortschritts: Eine ‚angewandte Wissenschaft‘ der Sprachen und Texte 3. Bernardino Biondelli: Von der Physis des Geistes 4. Carlo Cattaneos historisches Prinzip als Epistem der Philologie 4.1. Alter und moderner Orient: Philologische Faktoren im universellen Zivilisationsprozess 4.2. Eine pädagogische Wissenschaft 4.3. Ursprungsdenken als pseudowissenschaftliches Narrativ: Kritik an Friedrich Schlegels Indien-Projekt 5. Ein skeptischer Mahner – Gabriele Rosa und die ‚Anthropologisierung‘ der Philologie III. VON DER ‚STORIA UNIVERSALE‘ ZUR ‚STORIA NATURALE‘ – DAS BEISPIEL DER LITERATURGESCHICHTE 1. Paolo Marzolo: Der Körper als philologisches Axiom 1.1. Ein Erbe der Aufklärung: Von der Kette der (Sprach-)Lebewesen 1.2. Literatur als Anthropologie kollektiver Empfindung 1.3. Eine philologische Pathologie 2. Von der zivilisierten Menschheit zur indoeuropäischen Evolution 2.1. Zwischen literarischer Evolution und Metaphysik der Sprache 2.2. Selektion, Evolution und die Chance auf eine positivistische Literaturwissenschaft 3. „Ein Mensch und kein Tier“: Die italienische Philologie an der Schwelle zum 20. Jahrhundert IV. SPRACHPOLITISCHER PLURALISMUS UND ANTHROPOLOGISCHE SPEKULATION – GRAZIADIO ISAIA ASCOLI 1. Eine Traumbegegnung 2. Die anthropologische Ermächtigung des philologischen Wissens: Für eine ethnographische Sprachwissenschaft 2.1. Gegen Sprachmythen und Essenzialismen: Ascolis ‚Studj critici‘ 2.2. Von der glottologischen Auflösung eines Ursprungsnarrativs 3. Pluralistische Sprachentwicklung zwischen Individuum und Gesellschaft 4. Ein Problem terminologischer Ambivalenz: Methodische Stringenz und ideologische Interpretation V. EUROPÄISCHER GEGENDISKURS ODER FORTSCHREIBUNG WISSENSCHAFTLICHER NARRATIVE? – DIE ITALIENISCHE PHILOLOGIE UND DER RASSISMUS LITERATURVERZEICHNIS PERSONENREGISTER Die italienische Philologie und ihr erkenntnistheoretischer Beitrag zu Rassedenken und Ethnozentrismus.Die Entstehung rassistischen Denkens in den philologischen Wissenschaften des 19. Jahrhunderts wurde durch die Forschung in Ansätzen aufgezeigt. Die meisten Arbeiten betrachten Entwicklungen in England, Frankreich und Deutschland. Diese Fokussierung erschien gerechtfertigt aufgrund der Geschichte des Kolonialismus in den ersten beiden Ländern und der deutschen Vorreiterrolle bei der Systematisierung der historisch-vergleichenden Sprach- und Textwissenschaften. Es ist jedoch verkürzt, Dynamiken epistemologischen Wandels zu ignorieren, die das wissenschaftliche Italien im 19. Jahrhundert prägten. Auch in der soziokulturellen Komplexität des Risorgimento bildeten sich Strukturen rassistischen Denkens und Räume differenzierter Reflexion über die anthropologische Aussagekraft der Philologie.
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