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Genese, Konsolidierung und Transformation der neoklassischen Wissenschaftskultur : Zur Konturierung einer Soziologie der Wirtschaftswissenschaften

معرفی کتاب «Genese, Konsolidierung und Transformation der neoklassischen Wissenschaftskultur : Zur Konturierung einer Soziologie der Wirtschaftswissenschaften» نوشتهٔ Hanno Pahl (auth.)، منتشرشده توسط نشر Springer VS در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Das vorliegende Buch soll das Forschungsfeld einer Soziologie ökonomischen Wissens und der Wirtschaftswissenschaften konturieren. Zwar liegen mittlerweile einige soziologische Arbeiten in diesem Bereich vor, von einer klar identifizierbaren Forschungsrichtung mit ansatzweise kodifizierten Leitfragen, gesicherten Grundwissensbeständen und wohlsituiertem Methodenarsenal kann aber erst im Ansatz gesprochen werden. Die Ökonomik als Sozialwissenschaft mit der größten kognitiven Autorität, der besten Finanzierung und der stärksten Einbindung in politische Entscheidungsprozesse versagt angesichts relevanter Geschehnisse wie etwa der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2007 in ihrem Objektbereich – und die allermeisten Vertreterinnen und Vertreter der anderen sozial- und kulturwissenschaftlichen Fächer haben wenig bis gar nichts zu ihrer Nachbardisziplin auszusagen. Inhalt 6 1 Einleitung: Die Soziologie ökono­­mi­schen Wissens und der Wirtschaftswissenschaften 12 1.1 Leistungen und Limitierungen der ökonomischen Methodologie als Beschreibungs- und Reflexionsinstanz ökonomischen Wissens 23 1.1.1 Angewandte Wissenschaftstheorie – Bezüge auf Popper und Lakatos im Feld der ökonomischen Methodologie 24 1.1.2 Das Feld der Methodologie der Wirtschaftswissenschaften seit der naturalistischen Wende: Ein post-positivistischer Pluralismus 33 1.2 Die Wirtschaftswissenschaften als soziologisches Forschungsgebiet: Zwischen Pauschalabgrenzungen und Detailuntersuchungen 43 1.2.1 Die Volkswirtschaftslehre als Anathema oder als Objekt von Pauschalabgrenzungen: Klassische Wissenssoziologie/Wissen­schafts­soziologie und (Neue) Wirtschaftssoziologie 44 1.2.2 Das neu entstehende Feld einer Soziologie ökonomischen Wissens und der Wirtschaftswissenschaften. Ein Überblick 51 1.2.3 Eine erste Verortung des eigenen Zugriffs im Kontext der neu entstehenden Soziologie der Ökonomik 66 1.3 Die Volkswirtschaftslehre als monoparadigmatische Disziplin ? Zu Colanders These eines Changing Face of Mainstream Economics 72 1.4 Zur empirischen Erhebung: Leitfadengestützte Experteninterviews mit ÖkonomInnen 82 1.5 Ein kurzer Gang durch das Buch 84 2 Die neoklassische Wissenschaftskultur als disziplinbeherrschendes Paradigma: Genese, Selbstverständnis, Motorik 88 2.1 Einblicke in ein neues wirtschafts­wissen­schaftliches Selbstbewusstsein: Neoklassische Ökonomik als kumulativer Wissensprozess 93 2.1.1 Selbstbeschreibungen neoklassischer Ökonomen in der Mitte des 20. Jahrhunderts 95 2.1.2 Zur Rekonfiguration der ökonomischen Disziplin: 99 2.1.3 Zwischenbetrachtung: Ludwik Fleck – Wirtschaftswissenschaftliche Wissensformationen als von „Denkkollektiven“ getragene „Denkstile“ 105 2.2 Die Allgemeine Gleichgewichtstheorie als Kernkomplex der neoklassischen Wissenschaftskultur: Theorietypus und basale Motorik 110 2.2.1 Marginalismus und mathematische Ökonomik: Einige Punkte zum Entstehungskontext 113 2.2.2 Die Allgemeine Gleichgewichtstheorie: Sicherheit qua Selbstbezug und die Ambivalenz externer Validität 119 2.2.3 Umkämpfte Referenzierungen: Aspekte einer Ausdeutungsgeschichte der Allgemeinen Gleichgewichtstheorie 132 2.2.4 Disziplinäre Diffusionsprozesse: Relevanz und Irrelevanz der Allgemeinen Gleichgewichtstheorie in der Gegenwart 146 2.3 Die Arbeit mit und an mathematischen und ökonometrischen Modellen als Modus Operandi der modernen Volkswirtschaftslehre 153 2.3.1 Der Übergang zu einer modellierenden Disziplin im Zuge der Herausbildung der modernen neoklassischen Wissenschaftskultur 155 2.3.2 Zur Vernachlässigung mathematischer Modellierungskulturen in der (wirtschaftssoziologischen) Kritik der Mainstream-Ökonomik 160 2.3.3 Modelle in der ökonomischen Forschungspraxis: Einige Befunde aus der gegenwärtigen Wissenschaftstheorie 164 3 Kognition und Persuasion: Vier Fallstudien zu Autorität und Anschluss­fähigkeit wirtschaftswissen­schaftlichen Wissens 168 3.1 Visuelle Komponenten ökonomischer Theorien als persuasive Mechanismen: Von den Geometrien von Angebot und Nachfrage zum IS-LM-Modell 173 3.1.1 Wirtschaft als Kollektivsingular, Märkte als homogene Strukturen, Steuerbarkeit: Visuelle Semantik im ökonomischen Diskurs der Moderne 175 3.1.2 Das IS-LM-Modell als zentrales Artefakt makroökonomischer Steuerungsvisionen 187 3.1.3 Fazit 199 3.2 Textbook Economics: Charakteristika einführender Lehrbuchliteratur 202 3.2.1 Symptomatische Argumentationsstrategien und Darstellungsweisen im Feld der 204 – Drei Beispiele 204 3.2.2 Ökonomische Lehrbuchliteratur und ihre soziologische Analyse im Kontext 213 3.3 „Excelgate“: Aufstieg und Niedergang einer wirtschaftswissenschaftlichen Wahrheit. Reinharts und Rogoffs Artikel 218 3.3.1 Einige rhetorische Komponenten im originalen Aufsatz von Reinhart und Rogoff 222 3.3.2 Referenz und Wahrheit als Prozesskategorien bei Bruno Latour 226 3.3.3 Akteur-Netzwerke von 229 Expansionen, Transformationen und Kontraktionen von „Wahrheit“ 229 3.3.4 Der Erfolg von in Zeiten einer „Krise der Wirtschaftswissenschaften“ 235 3.4 Die Wirtschaftswissenschaften in der Krise. Vom massenmedialen Diskurs zu einer Wissenssoziologie der Wirtschaftswissenschaften 241 3.4.1 Die Wirtschaftswissenschaften in der Krise. Zum Disput zwischen Ordnungsökonomie und moderner Mainstream-Makroökonomie 242 3.4.2 Diskussion: Konfliktlinien von Ordnungsökonomie und makroökonomischem Mainstream 257 3.4.3 Fazit und Ausblick: Veränderungstendenzen innerhalb der Mainstream-Ökonomik ? 260 4 Zum Wandel moderner makroökonomischer Wissensformationen: Aspekte einer Entwicklungslogik 265 4.1 Theorievorschub: Ökonomik als Reflexionstheorie zwischen Wissenschaftssystem und gesellschaftlichen Kontexten 270 4.2 Kernaspekte der Entwicklung der modernen Makroökonomik 281 4.2.1 Von Keynes zur Neoklassischen Synthese und zur Krise der Neoklassischen Synthese in den 1970er Jahren 282 4.2.2 Die Rational Expectations Revolution und der Aufstieg der New Classical Macroeconomics in den 1970er und frühen 1980er Jahren 292 4.2.3 Zwischenreflexion 1: Treiber der New Classical Counterrevolution 303 4.3 Von der Konstitution der New Keynesian Economics zur New Neoclassical Synthesis: Makroökonomik nach der Rational Expectations Revolution 314 4.3.1 Die Zwitterstellung der Kontinuität der Modellklassen und Friktionen 315 4.3.2 Eine neue neoklassische Synthese ab der zweiten Hälfte der 1990er Jahre ? 321 4.4 Die Krise 2007 ff. als Einschnitt in der Entwicklung der Makroökonomik ? 327 4.4.1 Die Krise 2007 ff.: Was waren die maßgeblichen blinden Flecken der Mainstream-Makroökonomik ? 328 4.4.2 Kriseninduzierte Anpassungsprozesse im DSGE-Mainstream 336 4.4.3 Einschub: Makroökonomik und Zentralbanken 346 4.4.4 Zwischenreflexion 2: Was sind die Treiber der Entwicklung der Makroökonomik ? 353 4.5 Agentenbasierte Modellierung in der Makroökonomik: Chancen und Restriktionen eines alternativen Modellierungsparadigmas 363 4.5.1 Agentenbasierte Modellierung: Eine Skizze 364 4.5.2 Irritationen – aber kein Paradigmenwechsel 367 4.5.3 Die gleichgewichtstheoretische Axiomatik und ihre Kontingentsetzung 370 4.5.4 Mathematik und Ökonomik 374 4.5.5 Agentenbasierte Modellierung als Medium heterodoxer Synthesen 377 4.5.6 Fazit: Chancen agentenbasierter Modellierung in der kurzen und in der langen Frist 380 5 Ausblickende Reflexionen 386 Literaturverzeichnis 408 Das vorliegende Buch soll das Forschungsfeld einer Soziologie ökonomischen Wissens und der Wirtschaftswissenschaften konturieren. Zwar liegen mittlerweile einige soziologische Arbeiten in diesem Bereich vor, von einer klar identifizierbaren Forschungsrichtung mit ansatzweise kodifizierten Leitfragen, gesicherten Grundwissensbeständen und wohlsituiertem Methodenarsenal kann aber erst im Ansatz gesprochen werden. Die Ökonomik als Sozialwissenschaft mit der größten kognitiven Autorität, der besten Finanzierung und der stärksten Einbindung in politische Entscheidungsprozesse versagt angesichts relevanter Geschehnisse wie etwa der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2007 in ihrem Objektbereich - und die allermeisten Vertreterinnen und Vertreter der anderen sozial- und kulturwissenschaftlichen Fächer haben wenig bis gar nichts zu ihrer Nachbardisziplin auszusagen. Der Inhalt Die Soziologie ökonomischen Wissens und der Wirtschaftswissenschaften " Die neoklassische Wissenschaftskultur als disziplinbeherrschendes Paradigma: Genese, Selbstverständnis, Motorik " Kognition und Persuasion: Vier Fallstudien zu Autorität und Anschlussfähigkeit wirtschaftswissenschaftlichen Wissens " Zum Wandel moderner makroökonomischer Wissensformationen: Aspekte einer Entwicklungslogik Die Zielgruppen Dozierende und Studierende der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften Der Autor Dr. Hanno Pahl ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im BMBF-geförderten Projekt "Vom Modell zur Steuerung: Der Einfluss der Wirtschaftswissenschaft auf die politische Gestaltung der Finanzmärkte durch Zentralbanken" an der Ludwig-Maximilians-Universität München Front Matter ....Pages I-X Einleitung: Die Soziologie ökonomischen Wissens und der Wirtschaftswissenschaften (Hanno Pahl)....Pages 11-86 Die neoklassische Wissenschaftskultur als disziplinbeherrschendes Paradigma: Genese, Selbstverständnis, Motorik (Hanno Pahl)....Pages 87-166 Kognition und Persuasion: Vier Fallstudien zu Autorität und Anschlussfähigkeit wirtschaftswissenschaftlichen Wissens (Hanno Pahl)....Pages 167-263 Zum Wandel moderner makroökonomischer Wissensformationen: Aspekte einer Entwicklungslogik (Hanno Pahl)....Pages 265-385 Ausblickende Reflexionen (Hanno Pahl)....Pages 387-408 Back Matter ....Pages 409-465
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