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Geltung und Gehalt : geschichtlicher Gehalt von Musik als didaktische Kategorie, oder, Wie Musikgeschichte durch Unterricht zur Geltung kommen kann

معرفی کتاب «Geltung und Gehalt : geschichtlicher Gehalt von Musik als didaktische Kategorie, oder, Wie Musikgeschichte durch Unterricht zur Geltung kommen kann» نوشتهٔ Adrian Niegot، منتشرشده توسط نشر Georg Olms Verlag. in der Nomos Verlagsgesellschaft mbH در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Musikgeschichte wird im vorliegenden Buch nicht nur mit Blick auf erzählte Geschichten betrachtet, sondern auch hinsichtlich derjenigen ästhetischen und nicht-ästhetischen Gebrauchspraxen, die für musikbezogene historische Sinnbildungen relevant sind. Dabei wird deutlich, dass der Begriff der Geltung sowohl als Grundbegriff musikpädagogischer Theoriebildung als auch als elementarer Begriff historischer Sinnbildungen fungieren kann. Weil sich Geltungen auf neuronaler wie auf sozialer Ebene in simultanen Gebrauchspraxen ereignen, produzieren wir gehaltvolle Sinnfelder relativer kultureller Stabilität. Geschichtliche Gehalte von Musik erscheinen in dieser Perspektive als Funktion von Geltungsprozessen. Die Überlegungen können als kulturtheoretisches Reflexionsangebot für musikpädagogisch geleitetes Nachdenken und unterrichtspraktisches Handeln verstanden werden. Musikgeschichte als Handlungsbegriff zu deuten, kann so im Hinblick auf die Reflexion von musikbezogenen (Selbst-)Bildungsprozessen dazu anregen, ein theoriegeleitetes Gespür für die Relevanz einer eigenen geltungssensiblen Haltung zum musikbezogenen In-der-Welt-Sein zu entwickeln.\*\*\*\*\*\*\*\*\*\*\*\*\*\*\*\*In this book music history is not only examined from the perspective of narrative histories but also with reference to those aesthetic and non-aesthetic experiences which are relevant for the construction of historical meanings relating to music. This makes clear that the concept of validation can act both as a fundamental concept in creating theories of musical education and as an elementary concept in constructing historical meanings. Because validations occur on both neuronal and social levels in simultaneous experiences, we produce rich fields of meaning with relative cultural stability. From this perspective the historical content of music appears as a function of validation processes. These considerations can be understood as an invitation to cultural-theoretical reflection for thinking on music pedagogy and for practice in teaching. To define music history as a concept for action can, in the context of reflection on music-related (self-)education processes, inspire the development of a theory-driven feel for the relevance of an individual validation-aware attitude to ‘being-in-the-world’ in relation to music. Adrian Niegot: Geltung und Gehalt Inhalt Einleitung Teil I: Theoretische Grundannahmen 1 Geltung und Gehalt 1.1 Heterogenität und Heteronomie des Geltungsbegriffs 1.1.1 Etymologie und Semantik von Geltung und Gehalt 1.1.2 Methodische Dimensionierung des Geltungsbegriffs 1.2 Relationale Geltung und Gehalt als Sein 1.2.1 Neukantianische Geltungsreflexion 1.2.2 Geltung und Denken in Relationen 1.3 Gehalt als Substanzbegriff 1.3.1 Geltung als Operator in einer Gebrauchstheorie der Gehalte 1.3.2 Haben von Kultur und Geschichten 1.3.3 Gehalte als im künstlerischen Werk objektivierte Intentionen 1.3.4 Sich einwohnende Gehalte 1.4 Geltung als Funktionsbegriff 1.4.1 Abstraktionsgrad eines neuronal fundierten Geltungsbegriffs 1.4.2 Geltung als theorieeigene Begrifflichkeit der Musikpädagogik 1.4.3 Geschichten stellen Wahrnehmbares zur Verfügungund erfüllen eine hypothesenbildende Funktion 1.4.4 Kultur als Handlungsbegriff 1.4.5 Lernen als In-Geltung-Setzen 1.4.6 Geltungsprozesse als Formen kulturellen Wandels 1.5 Geltung in Historisierungen 1.5.1 Momentane Sicherungen und vorläufige Bestimmtheiten 1.5.2 Positionierung im Relativen 1.5.3 Von der Raummetaphorik des Gehalts zum Funktionsbegriff der Geltung 2 Sinn und Kohärenz 2.1 Sinn 2.1.1 Oszillationen und Stabilität von Sinn 2.1.2 Kultur und dynamische Operationen in Sinnfeldern 2.1.3 Ermöglichungen und Stimulation von Verweisungen 2.2 Kohärenz 2.2.1 Ereignisse in Kohärenzfeldern 2.2.2 Kohärenz als Repräsentation und als Anweisung 2.2.3 Kohärente Überzeugungssysteme, oder: David Bowie schreibt Popgeschichte 2.2.4 Pragmatische Kohärenzen Teil II: Kohärenzfelder einer musikpädagogischen Theorie historischer Sinnbildung – Dimensionen kultureller Geltung 3 Sprache und kommunikativ-pragmatische Geltung 3.1 Geltung im Kontext normativer Pragmatik 3.1.1 Inferenzen und Geschichten 3.1.2 Implizites und Explizites 3.1.3 Normative Pragmatik 3.1.4 Geltung und Gebrauch 3.1.5 Semantisches Selbstbewusstsein 3.1.6 Inferentialismus als Beitrag zum musikpädagogischen Normenproblem 3.2 Geltungsbedingungen institutionalisierter Kommunikation über Musik 3.2.1 Sprachbezogene Institutionsanalyse 3.2.2 Formen mündlicher Kommunikation in Lehr- und Lern-Prozessen 3.2.3 In-actu-Analyse und expressive Vernunft 3.2.4 Sprechen über Musik 3.2.5 Sprachanalyse in der Musikpädagogik 3.3 Kommunikative Reflexivität 4 Geschichte und (trans-)narrative Geltung 4.1 Grenzen narrativer Geltung 4.2 Semiotische Geschichtsfelder 4.3 Prozesse und Formen der Gedächtnisstiftung 4.3.1 Gedächtnisformen 4.3.2 Dauer und Gedächtnis 4.3.3 Prospektivität des Gedächtnisses 4.3.4 Reflexivität des Gedächtnisses 4.3.5 Reflexivität des musikpädagogischen Handelns 4.4 Exkurs: Änderung als prospektiver Reflexivitätsmodus bei Hanns Eisler 4.4.1 Änderung als Form kulturellen Wandels und als Geltungsmodus 4.4.2 Änderung als Denkkategorie 4.4.3 Änderung als Ermöglichungsbegriff 4.4.4 Änderung als Ermöglichung mehrdimensionaler Verknüpfungen 4.4.5 Änderung als Zeitverlaufsvorstellung und Fortschrittsalternative 4.4.6 Änderung als Bildungshinsicht 5 Kultur und ästhetisch-reflexive Geltung 5.1 Arbeit an der Unruhe von Formbildungen 5.1.1 Wahrnehmungsüberzeugungen und Beobachtung 5.1.2 Kognition – Kontingenz – Kultur 5.1.3 Kulturelle Diagramme 5.2 Reflexivität des Ästhetischen 5.2.1 Musikgeschichte als ›Kritisches Stichwort‹ 5.2.2 Ästhetischer Gehalt als Wert- und Praxisbegriff 6 Bildung und Geltungssensibilität 6.1 Bildung als geltungssensible Haltung 6.1.1 In-der-Welt-Sein 6.1.2 Den Anderen gelten lassen – das Mich gelten lassen – Geltungen gelten lassen 6.1.3 Dasein in Beziehungen 6.2 Typisierungen und relative Stabilität 6.3 Bildung als Platzhalter für das Unsagbare? Teil III: Historische Sinnbildung als Kategorie musikpädagogischer Sinnbildung 7 Perspektiven einer geltungstheoretischen Fundierung 7.1 Verortung in der fachlichen Diskussion 7.1.1 Kritik substanzorientierter Sprachregelungen 7.1.2 Vermittlung zwischen historischem Denken und ästhetisch-reflexiver Geltung 7.2 Perspektiven 7.2.1 Interesse am Impliziten und Misstrauen dem Erzählen gegenüber 7.2.2 Kultur und Geschichten als Problemlösungsgedächtnis und -programm einer Gesellschaft 7.2.3 Bildung als geltungssensibles In-der-Welt-Sein 7.2.4 Ausblicke auf Geltungssensibilität in Kontextenhistorischer Sinnbildung Literaturverzeichnis
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