Gelehrsamkeit, Politik Und Spektakel: Transformationen Der Deutschen Römertragödie 1800-1900 (Transformationen Der Antike) (German Edition)
معرفی کتاب «Gelehrsamkeit, Politik Und Spektakel: Transformationen Der Deutschen Römertragödie 1800-1900 (Transformationen Der Antike) (German Edition)» نوشتهٔ Reimers, Timm، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In its analysis of German Roman tragedy, the study examines a genre now largely forgotten but once extremely popular in the German-speaking world from 1800 to 1900. Considering its functional transformations through time, Roman tragedy can be viewed not only as a theatrically effective mass spectacle but also with regard to its scholarly interplay with humanistic learning and its use as a medium for political reflection. - Mit der deutschen Römertragödie analysiert die Studie eine in der Zeit zwischen 1800 und 1900 im deutschen Sprachraum äußerst populäre, heute jedoch weitgehend vergessene Gattung. Die in den Stücken adaptierten römi Inhalt I. Einleitung I.1. Begriffe I.1.1. Gelehrsamkeit I.1.2. Politik I.1.3. Spektakel I.2. Zum Gesamtkorpus und der Bühnenpräsenz deutscher Römertragödien I.2.1. Gründungsmythen/Zeit der Könige I.2.2. Römische Republik I.2.3. Kaiserzeit I.2.4. Spätantike I.2.5. Zur Präsenz der Römertragödie an deutschen Bühnen I.3. Forschungsüberblick I.4. Methoden und Ziele dieser Arbeit I.5. Zum Aufbau dieser Arbeit II. Elemente der deutschen Römertragödie um 1800 II.1. Corneilles Römer II.2. Shakespeares roman tragedies II.3. Trivialdramatik II.4. Heinrich Joseph von Collins Regulus (1801/02) II.4.1. „[A]uf echt römische Weise unzufrieden“ – Zur Rezeption des Regulus II.5. Heinrich Joseph von Collins Coriolan (1802) III. Politische Krise, gescheiterte Revolution – die Gracchen-Tragödien III.1. Der Gracchen-Stoff und seine Rezeption III.2. Tiberius Gracchus III.2.1. Politische Vision und grand opéra: Moritz Heydrichs Tiberius Gracchus (1851) III.2.2. Scheitern in der Konzeption: Otto Ludwigs Tiberius Gracchus-Fragment III.2.3. Zwei Versuche im Kaiserreich: Otto Devrients und Paul Barths Gracchen-Dramen III.2.3.1. Otto Devrients Tiberius Gracchus (1871) III.2.3.2. Paul Barths Tiberius Gracchus (1893) III.3. Gaius Gracchus III.3.1. Adolf Wilbrandts erste Römertragödie: Gracchus der Volkstribun (1872) III.3.2. Der Bühnenrömer privat: Hermann Brandes’ Cajus Gracchus (1860) III.3.3. Dekadenz und Idealität: Otto Franz’ und Adolph Menks Gracchen-Dramen III.3.3.1. Otto Franz’ Gajus Grakchus (1869) III.3.3.2. Adolph Menks Gaius Gracchus (1869) III.3.4. Ende in der Parodie – Eberhard Treubiers Der Tugend-Gracche (1895) IV. Catilina – Schurke und Reformer IV.1. Ein Außenseiter: Karl August Perglas’ Catilina (1808) IV.2. Christoph Kuffners Catilina (1822/45) IV.3. Revolution und Restauration: Die Catilina-Dramen Ferdinand Kürnbergers und Karl Schroeders IV.3.1. Ferdinand Kürnbergers Catilina (1855) IV.3.2. Karl Schroeders Die Verschwörung des Catilina (1855) IV.4. Pathos statt Politik: Hermann Linggs Catilina (1864) IV.5. Catilina, gothic: Johann Pöhnls Catilina in der Toga Neros (1877) IV.6. Catilina, realpolitisch: Theodor Curtis Catilina (1892) IV.6.1. Eduard Bernsteins Rezension von Curtis Catilina IV.7. Catilina, titanisch: Adolf Bartels’ Catilina (1895) V. Spartacus – „Grosser General“ und „Räuberhauptmann“ V.1. Dramatische Spartacus-Transformationen um 1800 V.2. Der Sklave als Imperator: Friedrich von Uechtritz’ Rom und Spartacus (1823) V.3. Gold und Eisen: Vinzenz P. Webers Spartakus (1845) V.4. Versuch über die politische Tyrannei: T. de Séchelles’ Spartakus (1861) V.5. Die Wahrheit des Historikers: Apollonius von Maltitz’ Spartacus (1861) V.6. Spartacus unter Dahns Goten: Ernst von Wildenbruchs Spartacus (1873) V.7. Römer, Griechen, Götzendienst: Franz Koppel-Ellfelds Spartacus (1875) V.8. Spartacus trifft Messalina: Richard Voß’ Die Patricierin (1881) V.9. Soziale Tragödie, annotiert: Alfred Christlieb Kalischers Spartacus (1899) VI. Die römische Kaiserzeit auf der deutschen Bühne und die Nero-Mode VI.1. Der Fechter von Ravenna und Arria und Messalina – Registerwechsel im Römerdrama I.1.1. Friedrich Halms Der Fechter von Ravenna (1854) VI.1.2. Adolf Wilbrandts Arria und Messalina (1874) VI.2. Die Mode der Nero-Tragödien 1868–1898 VI.2.1. Elemente des Nero-Stoffs VI.2.2. Nero als Bühnenheld VI.2.3. Schillers gescheiterter Agrippina-Plan und Gutzkows Satire VI.2.4. Hamerlings Ahasver in Rom und der Beginn der Nero-Mode im deutschen Drama VI.2.5. Zweimal Nero auf Wiener Bühnen: Die Tragödien Adolf Wilbrandts und Martin Greifs VI.2.5.1. Adolf Wilbrandts Nero (1875) VI.2.5.2. Martin Greifs Nero (1876) VI.2.6. Hans Herrigs Nero und das Motiv der Christenverfolgung VI.2.7. Vergessene Tugenden: Oskar Panizzas Nero (1898) VII. Schluss Anhang: Thematische Bibliographie deutscher Römertragödien 1800–1900 Literaturverzeichnis Nachbemerkung Personenregister Mit der deutschen Römertragödie analysiert die Studie eine in der Zeit zwischen 1800 und 1900 im deutschen Sprachraum äußerst populäre, heute jedoch weitgehend vergessene Gattung. Die in den Stücken adaptierten römischen Stoffe werden in gezielten Figurenstudien zum einen als selbstverständlicher Teil des humanistischen Bildungswissens erkennbar gemacht, das sich aus der tiefen Vertrautheit mit den antiken Quellen speist. Zugleich ist die Gattung, deren genuin dramatischen Qualitäten in der Tendenz zur Monumentalität und zum Spektakel liegen, stets ein Reflexionsmedium für aktuelle politische Fragen des 19. Jahrhunderts: Ob es sich nun um die am Beispiel Rom inszenierten, in den nationalen Kodierungen eher abstrakt gehaltenen Visionen von einem starken Staat handelt oder die in den großen Krisen der römischen Republik gespiegelten Problemkonstellationen um Reformer und Rebellen – immer wieder zeigt sich die Römertragödie offen für politische Anspielungen, bleibt dabei aber durch die in der stets gewahrten Quellentreue zur Schau gestellte antiquarische Gelehrsamkeit unverdächtig.
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