Geheimdiplomatie in der Frühen Neuzeit : Spionage und Chiffren in Sachsen 1500-1763
معرفی کتاب «Geheimdiplomatie in der Frühen Neuzeit : Spionage und Chiffren in Sachsen 1500-1763» نوشتهٔ Anne-Simone Rous, 1979-، منتشرشده توسط نشر BWV Berliner Wissenschafts-Verlag. in Franz Steiner Verlag GmbH در سال 2022. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Was ist Geheimdiplomatie und wie wurde sie früher betrieben? Die Suche nach Antworten führt in den zwielichtigen Untergrund der politischen Ereignisse, in den dunklen Gang der Geschichte. Dahinter verbirgt sich ein Labyrinth von Verrat, Geheimnissen, Täuschung und Risiko. Die Abenteurer, Spione und ihr Metier bekommen in den Berichten ihrer Jäger eine Kontur. Geradezu filmreif sind manche ihrer Karrieren bis zum Staatsgefangenen auf der Festung Königstein. Bis zur Spionagehysterie im Siebenjährigen Krieg ging das Powerplay im Wettbewerb der Höfe um die beste Chiffre und den kleinsten Informationsvorteil. Aus unzähligen verschlüsselten Briefen und Chiffrentafeln wird das System durchdachter Nachrichtendienste deutlich. Der "stille Krieg" hatte viele Protagonisten, geheime Orte und Praktiken. Anne-Simone Rous analysiert erstmals die Faktoren, Akteure und Methoden von Geheimdiplomatie systematisch und erörtert sie an Beispielen aus den großen europäischen Konflikten der Frühen Neuzeit, als Sachsen die zweitwichtigste Macht im Heiligen Römischen Reich war. Die Quellen erzählen von der frühen Bürokratie in den Kanzleien und der Angst der Beteiligten, aber auch von Fallstricken, die bis heute wirken. Vorwort Inhaltsverzeichnis 1. Der dunkle Gang der Geschichte 1.1 Fragestellung und Begriffsbestimmung der Geheimdiplomatie 1.2 Begriffe im zeithistorischen und aktuellen Verständnis 1.3 Methoden und Problematik der Erforschung von Geheimdiplomatie 1.4 Forschungsstand 1.5 Quellen 1.5.1 Gedruckte Quellen 1.5.2 Ungedruckte Quellen 1.5.3 Bildquellen 1.5.4 Abstrakte Überreste 1.5.5 Sachquellen 2. Aspekte der Geheimdiplomatie 2.1 Versuch einer Systematik der Geheimdiplomatie 2.1.1 Perspektivität, Kontextualität, Funktionalität und Intentionalität 2.1.2 Informationspolitik 2.1.3 (Fehl-) Perzeption und Antizipation 2.1.4 Erklärungsversuche für den Einsatz geheimdiplomatischer Mittel 2.2 Das Handeln beeinflussende Faktoren 2.2.1 Fähigkeiten, Charakter und Intentionen der Protagonisten im Konzept von Entscheidungsfaktoren 2.2.2 Macht und Ohnmacht 2.2.3 Geheimnis und Öffentlichkeit 2.2.4 Wissen und Neugier 2.2.5 Kontrolle und Überwachung 2.2.6 Aggression und Hass 2.2.7 Risiko und Angst 2.2.8 Vertrauen und Misstrauen 2.2.9 Identität, Anonymität und Xenophobie 2.2.10 Loyalität und Untreue 2.2.11 Neid und Gier 2.2.12 Ehrlichkeit und Lüge 2.2.13 Zeitlichkeit und Räumlichkeit 2.2.14 Moral und Unmoral 2.3 Die Akteure der Geheimdiplomatie 2.3.1 Kanzlei, Kabinett und Hofangestellte 2.3.2 Der Außendienst und sein Netzwerk 2.3.3 Die Agenten, Informanten und Spione 2.3.4 Der Geheime Rat und der Fürst 2.3.5 Das Militär 2.3.6 Die Untertanen 2.3.7 Die Hofjuden 2.3.8 Die Abenteurer 2.4 Querschnitte 2.4.1 Finanzieller Aufwand 2.4.2 Religion und Geheimdiplomatie 2.4.3 Kunst und Spionage 2.4.4 Ansätze zu einer Geschlechtergeschichte der Geheimdiplomatie 2.4.5 Geheimdiplomatie aus interkultureller Perspektive 2.4.6 Wirtschaftsspionage – Von Arkanisten und Zollschmugglern 2.4.7 Die sächsischen Staatsgefängnisse und ihre Insassen 2.4.8 Orte und Räume des Klandestinen 2.5 Zusammenfassung 3. Eine Typologie der Geheimdiplomatie 3.1 Die defensive Geheimdiplomatie 3.1.1 Geheimschriften und Geheimsprachen 3.1.2 Verkleidung und Steganographie 3.2 Die offensive Geheimdiplomatie 3.2.1 Interzeption: Unterbrechung der Kommunikationswege 3.2.2 Proliferation von Kundschaften und heimliche Kooperation 3.2.3 Korruption in Abgrenzung zur Patronage 3.2.4 Die organisierte Interzeption in „Schwarzen Kabinetten“ 3.2.5 Falsche Identitäten 3.2.6 Spionage und Spionageabwehr 3.2.7 Höfische Intrigen und Denunziation als Scharnier zwischen Innen- und Außenpolitik 3.3 Die aggressive Geheimdiplomatie 3.3.1 Täuschung 3.3.2 Vorsätzliche Schädigung 3.3.3 Manipulation von Information 3.3.4 Akquise von Doppelspionen 3.4 Zusammenfassung 4. Spuren von Geheimdiplomatie in Sachsen während der Frühen Neuzeit 4.1 Geheimdiplomatie im 16. Jahrhundert 4.1.1 Geheimschrift und Spionage in den Außenbeziehungen von Kurfürst Friedrich dem Weisen und Herzog Georg dem Bärtigen 4.1.2 Informationspolitik im Kontext religiöser Spannungen 4.1.3 Der Schmalkaldische Krieg 1546/47 4.1.4 Ursachen der Niederlage in der Schlacht von Mühlberg 4.1.5 Angriff und Verteidigung der Protestanten 4.1.6 Spätfolgen der Wittenberger Kapitulation – Die Grumbachschen Händel 1566/67 4.1.7 Konfessionspolitik im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts 4.1.8 Zusammenfassung 4.2 Der Dreißigjährige Krieg 1618–48 und seine Folgen 4.2.1 Kursachsen und Böhmen 4.2.2 Der Kanzleienstreit 4.2.3 Geheimpolitik und Nachrichtenaustausch unter Verbündeten 4.2.4 Interzeption im Dreißigjährigen Krieg 1635–48 4.2.5 Der Forschungsstreit um die Zerstörung Magdeburgs 1631 4.2.6 Tarnung und Rekrutierung der Spione 4.2.7 Bernhard von Sachsen-Weimar und der geheime Artikel mit Kardinal Richelieu 4.2.8 Der Waffenstillstand von Kötzschenbroda 4.2.9 Der Westfälische Frieden 4.2.10 Zusammenfassung 4.3 Das Zeitalter der Kabinettskriege 1650–1792 4.3.1 Geheimdiplomatie in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts 4.3.2 Die Sächsisch-Polnische Union und die Außenbeziehungen Augusts II. von Polen 4.3.3 Hinter den Kulissen des Kabinetts Augusts II. 4.3.4 Die „kleine Geheimdiplomatie“ der ernestinischen Herzogtümer 4.3.5 Der Polnische Thronfolgekrieg 4.3.6 Spionagehysterie in Europa Mitte des 18. Jahrhunderts 4.3.7 Brühls Geheime Expedition 4.3.8 Geheimdiplomatie am Scheitelpunkt – der Siebenjährige Krieg 4.3.9 Fiktionale Literatur und Historiographie über den Grafen Brühl 4.3.10 Zusammenfassung 4.4 Ausblick 4.4.1 Geheimpolitik 1763–1815 4.4.2 Kontrolle der öffentlichen Meinung nach dem Wiener Kongress 4.4.3 Zusammenfassung 5. Schluss 5.1 Die politische Kultur des Geheimen 5.1.1 Der geheimdiplomatische Rüstungswettlauf 5.1.2 Die Frage der Professionalisierung 5.1.3 Moral und Routine der Geheimdiplomatie 5.1.4 Geheimhaltung und Transparenz 5.2 Erfolg der Geheimdiplomatie 5.2.1 Eine Bilanz der sächsischen Geheimdiplomatie 5.2.2 Thesen zur sächsischen Geheimdiplomatie 5.3 Der „stille Krieg“ als Alternative? Anhang Datenbank der Chiffren Abkürzungsverzeichnis Abbildungsverzeichnis Tabellen Grafiken Abbildungen Quellen- und Literaturverzeichnis Ungedruckte Quellen Gedruckte Quellen Sekundärliteratur Register Ortsregister Personenregister
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