معرفی کتاب «Frühneuhochdeutsch : Eine Einführung in die deutsche Sprache des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit» نوشتهٔ Hartweg, Frédéric ;Wegera, Klaus-Peter، منتشرشده توسط نشر De Gruyter De Gruyter Mouton در سال 2013. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In der als Arbeitsheft konzipierten Einführung werden neben einem sprachgeschichtlichen Überblick die Grammatik und der Wortschatz der Frühneuhochdeutschen Sprachvarietäten (Kanzleisprache,'Luther'-Sprache, Druckersprache) thematisiert. Im sprachgeschichtlichen Teil wird eine Darstellung der räumlichen Abgrenzung, der soziokulturellen Voraussetzungen und des Geltungsbereichs der verschiedenen Existenzformen der frühneuhochdeutschen Sprache versucht. Dabei werden nach einem kurzen Abriß der historischen Entwicklung verschiedene Periodisierungsvorschläge, Thesen und Hypothesen zur Herausbildung einer einheitlichen Norm der neuhochdeutschen Schriftsprache erörtert. Als vorrangige Faktoren des Ausgleichs werden u.a. behandelt: Kanzleisprache, Rolle des Buchdrucks, Entfaltung volkssprachlicher Literatur, Luther, Rolle der Stadt und der Bildungseinrichtungen. Der Grammatikteil will über einen bloßen Abriß hinaus einen Einblick in die Entwicklung des Neuhochdeutschen in seiner Frühphase und die speziellen Probleme des Frühneuhochdeutschen gewähren. Zentrale Aspekte sind dabei die Variabilität des Frühneuhochdeutschen, die divergierenden Prozesse, die zur Herausbildung der neuhochdeutschen Standardsprache einerseits und zu den rezenten Mundarten andererseits geführt haben, die innersprachliche Umstrukturierung und der Einfluß des Latein auf die Entwicklung des Deutschen. Für die zweite Auflage wurde das Arbeitsheft gründlich überarbeitet und unter Berücksichtigung des neuesten Forschungsstandes aktualisiert. Einleitung 1. Grundlagen 1.1. Grundlegende Literatur zum Frühneuhochdeutschen 1.2. Zum historischen Hintergrund 1.3 Zeitgenossen über ihre Sprache 2. Zeitlich-räumliche Abgrenzungen 2.1. Zeitliche Abgrenzungen 2.1.1. Allgemeines 2.1.2. Frühe Periodisierungsversuche 2.1.3. Neuere Vorschläge 2.1.4. Periodisierungsvorschläge der DDR-Germanistik 2.1.5. Sprachexteme Faktoren 2.1.6. Binnengliederung des Frnhd 2.2. Räumliche Abgrenzungen 2.2.1. Hochdeutsch (Diagliederung) 2.2.2. Mittelniederländisch 2.2.3. Niederdeutsch und die Verdrängung des Niederdeutschen durch das Hochdeutsche 2.2.4. Jiddisch 3. Thesen und Theorien zur Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache 3.1. Allgemeines 3.2. Frühe Erklärungsversuche 3.3. Burdach und das ‚böhmische Vorspiel‘ 3.4. Frings und die ostmitteldeutsche koloniale Ausgleichssprache 3.5. Die Auseinandersetzung mit der These der ostmitteldeutschen kolonialen Ausgleichssprache 3.6. Neue Ansätze 4. Faktoren des Sprachausgleichs und der Polyfunktionalität 4.1. Städte, Kanzleien, Schulen, Sprachgesellschaften 4.1.1. Die Städte 4.1.2. Die Kanzleien 4.1.3. Die Schulen 4.1.4. Die Sprachgesellschaften 4.2. Schreiber und Schulmeister, Grammatiker und Sprachtheoretiker 4.3. Luther 4.3.1. Luthers Bibelübersetzung 4.3.2. Luther und das Neuhochdeutsche 4.4. Der Buchdruck 4.4.1. Die Revolution des Buchdrucks 4.4.2. Die Drucker als Faktoren des Sprachausgleichs? 4.4.3 Drucker und Autoren 4.4.4. Bilanz und Perspektiven 4.5. Geschriebene und gesprochene Sprache 4.6. Das Textsortenspektrum des Frnhd.: Tradition, Variation, Innovation 4.7. Deutsch vs. Latein 4.7.1. Die Humanisten: zwischen klassischer Latinität und deutschem Sprachpatriotismus 4.7.2. Deutsch-lateinische Mischsprache/ Sprachmischung 4.7.3. Die Ablösung des Latein durch das Deutsche 5. Sprachnorm und Variation 6. Graphemik 6.1. Festlegung von Distributionen 6.2. Funktionalisierung und Neufunktionalisierung von Graphien 6.3. Durchsetzung der Umlautsbezeichnung 6.4. Variation und Reduktion von Varianten im Bereich der Digraphien 6.5. Entwicklung der Großschreibung 6.6 Entwicklung der Interpunktion und Kürzelzeichen 7. Phonemik 7.1. Schriftzeichen und Laut 7.2. Vokalismus der Stammsilben 7.2.1. (Neuhochdeutsche) Diphthongierung 7.2.2. (Neuhochdeutsche oder Mitteldeutsche) Monophthongierung 7.2.3. Dehnung 7.2.4. Kürzung 7.2.5. Entrundung 7.2.6. Rundung 7.2.7. Senkung 7.2.8. e-Verschmelzung 7.3. Vokalismus der Nebensilben 7.3.1. Uniformierung der Nebensilbenvokale 7.3.2. Synkope 7.3.3. Apokope 7.4. Konsonantismus 7.4.1. (Binnenhochdeutsche) Lenisierung 7.4.2. Entwicklung der Affrikaten 7.4.3. Entwicklung von s 7.4.4. Entwicklung von w-j-h 7.4.5. Assimilation/ Dissimilation 7.4.6. t-Epithese 7.4.7. Lautprozesse ohne graphischen Niederschlag in der neuhochdeutschen Standardsprache 8. Morphologie 8.1. Substantivflexion 8.1.1. Voraussetzungen und Überblick über die wichtigsten Prozesse 8.1.2. Kasusnivellierung und Genuszuweisung 8.1.3. Numerusprofilierung 8.2. Verbflexion 8.2.1. Voraussetzungen und Überblick über die wichtigsten Prozesse zum Nd. 8.2.2. Vereinheitlichung der schwachen Verben und Ausbildung der schwachen zur regulären Flexion 8.2.3. Angleichung der Präterito-Präsentia 8.2.4. Entwicklung der Modusunterscheidung 8.2.5. Ausgleich der 1./ 3. PL Präs. Ind. 8.2.6. Angleichung variierender Personalendungen im Singular 8.2.7. Ausgleich im Stammvokalismus der starken Verben 8.2.8. Angleichung der infiniten Formen 8.3. Adjektive 8.3.1. Flexion 8.3.2 Komparation der Adjektive 9. Syntax 9.1. Probleme der Syntaxforschung 9.2. Ausbau der Nominalgruppe 9.3. Stellungswechsel des adnominalen Genitivs 9.4. Ausbau des Verbkomplexes 9.5. Entwicklung der Verbstellung und Rahmenbildung 9.6. Präteritumschwund und Ausbreitung periphrastischer Formen 9.7. Herausbildung der periphrastischen Futurbildung mit ‚werden + Infinitiv‘ 9.8. Profilierung der subordinierenden Konjunktionen 9.9. Abbau der doppelten Negation und des proklitischen en- 10. Lexik 10.1. Forschungsprobleme 10.2. Regionale Varianten 10.3. ‚Vertikalisierung‘ des Variantenbestandes und Tendenz zur Monosemierung 10.4. Entlehnungen aus Fremdsprachen, aus Fachwortschatz und aus Sondersprachen 10.5. Wortbildung 10.6. Bedeutungswandel und Wortwahl 10.6.1. Bedeutungs- und Gesellschaftsveränderungen 10.6.2. Bedeutungsveränderung und geistige Strömungen: Das Beispiel der Reformation 10.6.3. Paarformeln und Synonymenkoppelung 10.6.4. Lexikalische Entwicklung und etymologische Durchsichtigkeit 10.7. Lexikographie 10.7.1. Vokabularien und Wörterbücher des Spätmittelalters 10.7.2. Die lexikographischen Werke des 16. Jh.s 10.7.3. Die Wörterbücher des 17. und 18. Jh.s 11. Literatur (in Auswahl)
Die Germanistischen Arbeitshefte setzen sich zum Ziel, etablierte Forschungsbereiche und aktuelle Forschungsdiskussionen der germanistischen Sprachwissenschaft für die akademische Lehre und das Selbststudium zugänglich zu machen. Viele der seit 1970 erschienenen Bände sind zu Standardwerken in der Lehre geworden. Die Bände sind gekennzeichnet durch eine knappe, aber verständliche Form der Darstellung, übersichtlichen Aufbau und leserfreundliche Gestaltung. Sie vermitteln theoretisches Grundlagenwissen, führen in Analysemethoden ein und machen mit einschlägigem Datenmaterial vertraut. Neben den darstellenden Textteilen enthalten sie Übungsaufgaben und -materialien mit Lösungshinweisen oder Musterlösungen, Lektürehinweise, Literatur- und Sachverzeichnisse. Die Bände sollen insbesondere auch den Bedürfnissen der Lehre in den neuen, modularisierten Studiengängen dienen.