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Frauenporträts und -protokolle aus der DDR: Zur Subjektivität der Dokumentarliteratur (Literaturwissenschaft / Kulturwissenschaft) (German Edition)

معرفی کتاب «Frauenporträts und -protokolle aus der DDR: Zur Subjektivität der Dokumentarliteratur (Literaturwissenschaft / Kulturwissenschaft) (German Edition)» نوشتهٔ Sabine Schmidt، منتشرشده توسط نشر Deutscher Universitätsverlag. in Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH در سال 1999. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Autorin analysiert Frauenporträts, die in Zeitschriften der DDR zwischen 1971 und 1989 erschienen, und vergleicht sie mit literarischen Protokollsammlungen. 'Jenseits von Wahrheit galt nichts für echt.'Aus diesem Satz, mit dem Chri­ stoph Dieckmann 1996 in der Zeit eine besondere ostdeutsche Affinität zur Ernsthaftigkeit im Umgang mit der Welt der Realitäten beschreibt, spricht die ganze'altmodische'Suche nach unumstößlicher Wahrheit in der alten DDR. Zugleich sieht Dieckmann im emphatischen Verhältnis zur Wahrheit auch eine spezielle Beziehung zu der Sprache, über die sie vermittelt werden sollte, beschlossen: Sie hätte in der DDR öffentliche Wahrheit und damit Freiheit verbürgen können und müssen -'Freiheit mußte freie Sprache sein, öffentliche Wahrheit'- aber sie habe es nur in Ausnahmefällen getan. Des­ halb auch konzentrierte sich der Widerstand in der DDR zu einem wesentli­ chen Teil auf die Sprache:'Opposition in der DDR war Widerstand der Sprache.'(ebd.) Erhielt die Sprache ihre eigentliche Funktion, nämlich Wahrheit öffentlich zu machen, zurück, so bewies derjenige, der sie so ge­ brauchte, nicht nur seine Freiheit gegenüber den herrschenden Zuständen, sondern fand sich unversehens in der Opposition wieder. Sabine Schmidt analysiert zunächst Frauenporträts, die in Zeitschriften der DDR zwischen 1971 und 1989 erschienen. Durch die Unterordnung individuellen Lebens unter gesellschaftlich erwünschte Verhaltensweisen wird in den Beiträgen eine von der Wirklichkeit getrennte Scheinwelt erzeugt. Die Autorinnen übernehmen die offiziell propagierten Frauenleitbilder, um sie anhand konkreter Biographien vorzuführen, und etablieren damit ein hierarchisches Verhältnis zwischen Reporterin und Porträtierter. Vor diesem Hintergrund erhalten die im Anschluss vorgestellten literarischen Protokollsammlungen besondere Bedeutung, denn sie ermöglichen aufgrund ihrer subjektiven Ausformung inhaltlich neue Sichtweisen der Situation von Frauen in der DDR. Anhand der wichtigsten interviewliterarischen Bücher (u. a. von Maxie Wander und Sarah Kirsch) untersucht Sabine Schmidt die ästhetischen Eigenheiten der Protokoll-Literatur Sabine Schmidt. Originally Presented As The Author's Thesis (doctoral)--freie Universität Berlin, 1998. Includes Bibliographical References (p. [315]-345) And Index.
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