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Frauen. Dichten. Goethe. : Die produktive Goethe-Rezeption bei Charlotte von Stein, Marianne von Willemer und Bettina von Arnim

معرفی کتاب «Frauen. Dichten. Goethe. : Die produktive Goethe-Rezeption bei Charlotte von Stein, Marianne von Willemer und Bettina von Arnim» نوشتهٔ Wallenborn, Markus، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2006. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Unter den vielbeschworenen "Frauen um Goethe", die als "Musen" in Goethes Werk ein poetisches Echo gefunden haben, waren gleich mehrere literarisch produktiv. Für die Dichterinnen Charlotte von Stein, Marianne von Willemer und Bettina von Arnim ist Goethe dabei nicht nur gemeinsames biographisches, sondern auch das verbindende poetologische Element: Anders als Goethes Schwester Cornelia (die den Bruder aus ihrem literarisierten Tagebuch dezidiert herausschreibt) binden sie Goethe als Mensch und als Dichter bewusst in den eigenen Text ein. Sie karikieren seine Person und parodieren seine Werke, sie spielen auf seine Gedichte an und zitieren seine Briefe, variieren vorgefundene Motive und gestalten sowohl den gewünschten als auch den kritisierten Goethe als literarisches Abbild. Die vergleichende Untersuchung zeigt in Einzelanalysen diese dichterische Vereinnahmung Goethes in all ihren Facetten auf und weist nach, wie hinter der poetischen Auseinandersetzung mit Goethes Person und Werk das Ringen der drei so verschiedenen Autorinnen um die eigene Identität aufscheint. Die je unterschiedlichen Methoden des buchstäblichen Herbei-Zitierens, der dichterischen Einverleibung Goethes in den eigenen Text in Form literarischer Karikatur, mittels intertextueller Anspielung oder interpolierter Briefe werden so als Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Dichterin und Frau lesbar. Einleitung: Der Blick auf Goethe I. Produktive Goethe-Rezeption bei Charlotte von Stein 1. Die Dichterin in Goethes Nähe 2. Erlaubt ist, was sich ziemt. Charlotte von Steins Matinee Rino 2.1 Rino als ›Schlüsselstück‹ 2.2 Goethes Coquetterie. Auslöser und Gegenstand der Parodie 2.3 Charlotte von Steins Coquetterie. Parodistische Kommunikation und ihre Adressaten 2.4 Der arme Mensch, er dauert mich. Konfrontation zweier Lebensentwürfe 2.5 Rino als biographische Momentaufnahme 3. Ein Brief, ein Gedicht und die »liebe Sünde«. Charlotte von Steins Obs unrecht ist was ich empfinde 4. Thema mit Variationen: Drei Lieder An den Mond von Goethe und Charlotte von Stein 4.1 Forschungsüberblick: Die drei Versionen von An den Mond und ihre (un) mögliche Datierung 4.2 Genieß ich jetzt den höchsten Augenblick. Goethes Urfassung von An den Mond 4.3 Zur Datierung des Mondliedes nach meiner Manier 4.4 Zur Datierung von Goethes Füllest wieder Busch und Tal 4.5 Nach meiner Manier. Charlotte von Steins Bearbeitung von An den Mond 4.6 Ach, und in demselben Flusse / Schwimmst du nicht zum zweitenmal. Goethes Überarbeitung von An den Mond 4.7 (Auf)gelöste Zweisamkeit. Ich-Findung und Ich- Verlust in den Mondliedern 5. Keine Antwort wird mir mehr! Charlotte von Steins Ihr Gedancken fliehet mich 6. Unerhörte Tat. Charlotte von Steins Dido 6.1 Inhaltsangabe Dido 6.2 Von Dichtern, Dichtkunst und »Gewürme«. Die Goethe-Karikatur Ogon 6.3 Ein Drama des Weiblichen. Die Bedeutung des Geschlechtergegensatzes in Dido 6.4 Selbst-Bewußtsein. Dido als Absage an Goethes Weiblichkeitsentwürfe 7. Weibliche Gegenstimme. Der Schäferin Klagelied 8. Widerspruch und Gegenrede. Die produktive Goethe-Rezeption Charlotte von Steins II. Produktive Goethe-Rezeption bei Marianne von Willemer 1. Im Schatten Suleikas 2. Heil! Ihm dessen goldne Worte / Uns beglückt am schatten Orte. Marianne Willemers (Gelegenheits-) Lyrik 3. Mit gleichem Wort und Klang. Marianne Willemers Gedichte an Ost- und Westwind 3.1 Erfrischtes Leben. Marianne Willemers Gedicht an den Ostwind 3.2 Stilles Sehnen. Marianne Willemers Gedicht an den Westwind 3.3 West-östliche Begegnung. Die Aneignung des Goetheschen Divan-Konzepts 4. Gedenken Sie meiner, und in Liebe. Der Briefwechsel Marianne Willemers mit Goethe 5. Hier war ich glücklich, liebend und geliebt. Marianne von Willemers Gedicht auf das Heidelberger Schloß 6. Eins und doppelt. Die produktive Goethe-Rezeption Marianne von Willemers III. Produktive Goethe-Rezeption bei Bettina von Arnim 1. Kunst und Leben 2. Ich aber sehe mit Lust, wie Du mich in Dich aufnimmst. Goethes Sonette im Briefwechsel mit einem Kinde 2.1 Zwei Sonette für Bettina Brentano? 2.2 Ein epochales Ereignis: Bettine als Oreas 2.3 Geliebte Muse. Bettine als Mädchen des Sonettenzyklus 2.4 Nachträgliche Teilhabe. Bettina von Arnims Aneignung der Goetheschen Sonette 3. Autorschaft als Partnerschaft. Goethes Divan im Briefwechsel mit einem Kinde 4. und ich fühle einen Triumph des Gelingens. Mignon-Adaption im Briefwechsel mit einem Kinde 5. Ich verstehe es nicht, dieses grausame Rätsel. Kritik an Goethes Wahlverwandtschaften 6. Goethe gestalten. Bettina von Arnims Denkmalsentwurf 7. Umfangend umfangen. Die produktive Goethe-Rezeption Bettina von Arnims Schlußbetrachtung: Frauen. Dichten. Goethe Literaturverzeichnis 1. Primärliteratur 1.1 Charlotte von Stein 1.2 Marianne von Willemer 1.3 Bettina von Arnim 1.4 Johann Wolfgang Goethe 1.5 Andere Quellen 2. Sekundärliteratur

Unter den vielbeschworenen "Frauen um Goethe", die als "Musen" in Goethes Werk ein poetisches Echo gefunden haben, waren gleich mehrere literarisch produktiv. Für die Dichterinnen Charlotte von Stein, Marianne von Willemer und Bettina von Arnim ist Goethe dabei nicht nur gemeinsames biographisches, sondern auch das verbindende poetologische Element: Anders als Goethes Schwester Cornelia (die den Bruder aus ihrem literarisierten Tagebuch dezidiert herausschreibt) binden sie Goethe als Mensch und als Dichter bewusst in den eigenen Text ein. Sie karikieren seine Person und parodieren seine Werke, sie spielen auf seine Gedichte an und zitieren seine Briefe, variieren vorgefundene Motive und gestalten sowohl den gewünschten als auch den kritisierten Goethe als literarisches Abbild.

Die vergleichende Untersuchung zeigt in Einzelanalysen diese dichterische Vereinnahmung Goethes in all ihren Facetten auf und weist nach, wie hinter der poetischen Auseinandersetzung mit Goethes Person und Werk das Ringen der drei so verschiedenen Autorinnen um die eigene Identität aufscheint. Die je unterschiedlichen Methoden des buchstäblichen Herbei-Zitierens, der dichterischen Einverleibung Goethes in den eigenen Text in Form literarischer Karikatur, mittels intertextueller Anspielung oder interpolierter Briefe werden so als Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Dichterin und Frau lesbar.

For the writers Charlotte von Stein, Marianne von Willemer, and Bettina von Arnim, Goethe was not only a common feature of their biographies but also a joint poetological element. All three engage with him in their writings, systematically referring to Goethe as a man and a writer in their own texts. The present study discusses this appropriation of Goethe in all its facets, indicating the way the struggle for personal identity in these three very different authors becomes discernible in their poetic engagement with Goethe and his works. Review text: "Wallenborn's study offers a thorough account of an undoubtedly important aspect of these writers' works."Hilary Brown in: MLR 3/2008
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