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Frankreichs politische Antwort auf die demographische Entwicklung : Tradition und Neuausrichtung in den 1970er und 1980er Jahren

معرفی کتاب «Frankreichs politische Antwort auf die demographische Entwicklung : Tradition und Neuausrichtung in den 1970er und 1980er Jahren» نوشتهٔ Martina Lizarazo López، منتشرشده توسط نشر Springer Fachmedien Wiesbaden;Springer VS در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Martina Lizarazo López beleuchtet den Wandel von der traditionellen zur modernen Demographiepolitik in Frankreich zwischen dem Ende des Baby-Booms und dem erneuten Geburtenanstieg ab der Mitte der 1990er Jahre, als wesentliche demographische, sozio-ökonomische, gesellschaftliche und rechtliche Transformationsprozesse eine Anpassung der traditionellen demographiepolitischen Strategien erforderten. Sie stellt dar, dass das demographiepolitische Selbstverständnis in Frankreich, die Bevölkerungsentwicklung durch entsprechende Maßnahmen in der Familien- und der Einwanderungspolitik aktiv zu beeinflussen, auf der grundlegenden Überzeugung beruht, dass die demographischen Prozesse kein unabwendbares Schicksal bedeuten und mittels geeigneter Maßnahmen korrigiert bzw. gestaltet werden können. Danksagung 5 Inhaltsverzeichnis 6 Abbildungsverzeichnis 11 Tabellenverzeichnis 12 Abkürzungsverzeichnis 13 Einleitung 16 1 Die Entstehung der demographiepolitischen Tradition in Frankreich 37 1.1 Die „demographische Exzentrizität“ Frankreichs 37 1.1.1 Die Bevölkerungsentwicklung in Frankreich zwischen dem Ende des 18. Jahrhunderts und der Nachkriegszeit 37 1.1.2 Der Zusammenhang zwischen der späten Industrialisierung und der Geburtenentwicklung 42 1.1.3 Der „malthusianisme à la française“ – Erklärungsansätze 46 1.1.4 Die Macht der Zahl und die Bedeutung der Zuwanderung als Konsequenz der Bevölkerungsentwicklung 52 1.1.5 Der Einfluss der frühzeitigen demographischen Alterung auf die gesellschaftliche Wahrnehmung des Alters 55 1.2 Die demographiepolitische Tradition Frankreichs 60 1.2.1 Die ideologischen Tendenzen der demographiepolitischen Tradition 60 1.2.1.1 Der Populationismus 60 1.2.1.2 Die von der malthusianischen Lehre inspirierten Bewegungen der liberalen Nationalökonomen und der Neo-Malthusianisten 62 1.2.1.3 Der Natalismus 66 1.2.1.4 Der Familialismus 69 1.2.2 Die verschiedenen ideologischen Tendenzen in der politischen Praxis 74 1.2.2.1 Das Primat der Quantität: Der französische Populationismus im Ancien Régime 75 1.2.2.2 Der malthusianische Einfluss der liberalen Nationalökonomen: Der Wert des Individuums und die Entwicklung der Familie zum Garanten gesellschaftlicher Ordnung 78 1.2.2.3 Das Schreckensszenario der „dépopulation“ am Ende des 19. Jahrhunderts: Der neu erwachende Populationismus und der wachsende Einfluss natalistischer wie familialistischer Interessen 79 1.2.2.4 Die Verbindung populationistischer, natalistischer und familialistischer Strategien als Reaktion auf den Blutzoll des Ersten Weltkriegs 90 1.2.2.5 Die Nachkriegszeit: Mittels natalistischer und populationistischer Maßnahmen zum nationalen Wiederaufbau 101 1.2.3 Eine Definition der französischen „politique démographique“ 112 1.3 Die Entstehung der wissenschaftlichen Disziplin démographie und ihre Verbindung zur politischen Praxis 115 1.3.1 Die Etablierung und Institutionalisierung der französischen „démographie“ 115 1.3.2 Das Institut national d’études démographiques als Bindeglied zwischen Wissenschaft und politischer Praxis 126 2 Der theoretische Analyserahmen 131 2.1 Der Advocacy-Koalitionen-Ansatz von Paul A. Sabatier 131 2.2 Der Advocacy-Koalitionen-Ansatz und die Neuausrichtung demographiepolitischer Maßnahmen in den 1970er und 1980er Jahren 138 3 Die demographische Entwicklung in Frankreich und die dynamischen externen Parameter während des Untersuchungszeitraums 141 3.1 Die demographische Entwicklung 141 3.1.1 Die natürliche Bevölkerungsbewegung: Die Entwicklung der Geburten- und der Sterbezahlen 141 3.1.2 Die demographische Alterung 152 3.1.3 Die Einwanderungsbewegungen 156 3.2 Die dynamischen externen Parameter 166 3.2.1 Die sozio-ökonomischen Veränderungen 166 3.2.1.1 Die Wirtschaftskrise und ihre Auswirkungen auf die Wirtschafts- und Beschäftigungsstruktur 166 3.2.1.2 Der Wandel des Arbeitsmarkts und die steigende Arbeitslosigkeit 170 3.2.1.3 Die Entstehung neuer gesellschaftlicher Antagonismen 177 3.2.1.4 Der Wandel der öffentlichen Meinung gegenüber der Zuwanderung 179 3.2.2 Der Wandel des familiären Zusammenlebens 188 3.2.2.1 Die Veränderung der Lebensphasen 188 3.2.2.2 Die Diversifikation des Familienmodells: Eine „crise de la famille“? 194 3.2.2.3 Die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Müttern 202 3.2.3 Die Gesetze „Neuwirth“ (1967) und „Veil“ (1974) und das neu erwachende demographiepolitische Problembewusstsein 211 3.2.3.1 Die gesellschaftliche und politische Diskussion über die Liberalisierung der Empfängnisverhütung in den 1960er Jahren 211 3.2.3.2 Die demographiepolitische Debatte im Anschluss an das Gesetz „Neuwirth“ 221 3.2.3.3 Das Gesetz „Veil“ zur Legalisierung des freiwilligen Schwangerschaftsabbruchs 233 4 Die Neuausrichtung demographiepolitischer Aspekte in der Familien- und der Einwanderungspolitik in den 1970er und 1980er Jahren 239 4.1 Das Subsystem „demographiepolitische Aspekte in der französischen Familienpolitik“ 239 4.1.1 Wie soll die Politik auf den Geburtenrückgang reagieren? – Die Advocacy-Koalitionen in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre 239 4.1.1.1 Die Befürworter einer neo-natalistischen Geburtenpolitik 243 4.1.1.1.1 Die politischen Akteure 248 4.1.1.1.2 Die gesellschaftlichen, sozialen und wissenschaftlichen Akteure 268 4.1.1.2 Die Befürworter einer demographischen Neutralität der Kinderzahl und der Familienleistungen 278 4.1.1.2.1 Die politischen Akteure 281 4.1.1.2.2 Die gesellschaftlichen und sozialen Akteure 291 4.1.1.3 Die Befürworter eines Anti-Natalismus 293 4.1.2 Die Amtszeit Valéry Giscard d’Estaings von 1974 bis 1981: Die Wendung vom impliziten zum expliziten Neo-Natalismus 297 4.1.2.1 Der implizite Neo-Natalismus zwischen 1974 und 1977 297 4.1.2.1.1 Warum implizit? – ein Erklärungsansatz 297 4.1.2.1.2 Die politischen Maßnahmen des impliziten Neo-Natalismus: Die „politique familiale globale“ 304 4.1.2.2 Die Wendung zum expliziten Neo-Natalismus: Die Politik des dritten Kindes zwischen 1978 und 1981 325 4.1.2.2.1 Die Wendung zum expliziten Neo-Natalismus – warum? 326 4.1.2.2.2 Die politischen Maßnahmen des expliziten Neo-Natalismus zwischen 1978 und 1981 334 4.1.3 Die Amtszeit François Mitterrands zwischen 1981 und 1986: Von der demographischen Neutralität der Kinderzahl und der Familienleistungen zu einem „natalisme socialiste“? 347 4.1.3.1 Die demographische Neutralität der Familienleistungen in den Jahren 1981 und 1982 347 4.1.3.2 Der „natalisme socialiste“ zwischen 1983 und 1985 357 4.1.4 Der breite natalistische Konsens in der Mitte der 1980er Jahre 374 4.1.4.1 Die neo-natalistischen Politikmaßnahmen während der Cohabitation zwischen 1986 und 1988 380 4.1.5 Zwischenfazit und Ausblick 389 4.2 Das Subsystem „demographiepolitische Aspekte in der französischen Einwanderungspolitik“ 399 4.2.1 Welche Rolle spielen demographiepolitische Aspekte in der Einwanderungspolitik? – Die Advocacy-Koalitionen zwischen 1973 und 1976 399 4.2.1.1 Die Befürworter einer Kontrolle der Neuzuwanderung unter Wahrung der populationistischen Tradition 403 4.2.1.1.1 Die politischen Akteure 404 4.2.1.1.2 Die sozialen und wirtschaftlichen Akteure und die Experten 413 4.2.1.2 Die Befürworter eines nationalistischen Anti-Populationismus 416 4.2.1.3 Die Befürworter einer unbegrenzten Zuwanderung 419 4.2.2 Die „nouvelle politique de l‘immigration“ zwischen 1974 und 1976 421 4.2.3 Der Wandel in der Einwanderungspolitik seit 1977 442 4.2.3.1 Die restriktiven Politikmaßnahmen zwischen 1977 und 1981 444 4.2.3.2 Die Advocacy-Koalitionen im Subsystem „demographiepolitische Aspekte in der Einwanderungspolitik“ in den 1980er Jahren 458 4.2.3.2.1 Die Befürworter eines selektiven Populationismus 458 4.2.3.2.2 Die Befürworter eines nationalistischen Anti-Populationismus 474 4.2.3.2.3 Die Befürworter eines liberaleren Populationimus 483 4.2.3.3 Die Eingliederungspolitik unter der Staatspräsidentschaft François Mitterrands und der linken Regierung zwischen 1981 und 1986 495 4.2.3.4 Der Versuch einer selektiven Ausrichtung des „Code de la nationalité“ während der Cohabitation zwischen 1986 und 1988 503 4.2.3.5 Der Einfluss des Front national auf die etablierten politischen Akteure: Annäherung oder Abgrenzung? 510 4.3 Zwischenfazit: Eher „gestalten“ als „verwalten“? – Die politische Nachlässigkeit gegenüber einer Anpassung des Rentensystems während des Untersuchungszeitraums 514 Schlussbetrachtungen 523 Bibliographie 533 Martina Lizarazo López beleuchtet den Wandel von der traditionellen zur modernen Demographiepolitik in Frankreich zwischen dem Ende des Baby-Booms und dem erneuten Geburtenanstieg ab der Mitte der 1990er Jahre, als wesentliche demographische, sozio-ökonomische, gesellschaftliche und rechtliche Transformationsprozesse eine Anpassung der traditionellen demographiepolitischen Strategien erforderten. Sie stellt dar, dass das demographiepolitische Selbstverständnis in Frankreich, die Bevölkerungsentwicklung durch entsprechende Maßnahmen in der Familien- und der Einwanderungspolitik aktiv zu beeinflussen, auf der grundlegenden Überzeugung beruht, dass die demographischen Prozesse kein unabwendbares Schicksal bedeuten und mittels geeigneter Maßnahmen korrigiert bzw. gestaltet werden können. Der Inhalt • Entstehung der demographiepolitischen Tradition in Frankreich • Demographische Exzentrizität Frankreichs • Neuausrichtung demographiepolitischer Aspekte in der Familien- und der Einwanderungspolitik in den 1970er und 1980er Jahren • Die politische Nachlässigkeit gegenüber einer Anpassung des Rentensystems Die Zielgruppen • Dozierende und Studierende der Politikwissenschaft, Frankreichstudien, Soziologie, Demographie und Bevölkerungswissenschaften • (Fach-)Referenten in Stiftungen und demographiepolitisch relevanten Institutionen Die Autorin Martina Lizarazo López arbeitet als Project Manager bei einer großen deutschen Stiftung. Ihr aktuelles Projekt befasst sich mit dem demographischen Wandel in Deutschland Front Matter ....Pages I-XIX Einleitung (Martina Lizarazo López)....Pages 1-21 Die Entstehung der demographiepolitischen Tradition in Frankreich (Martina Lizarazo López)....Pages 23-116 Der theoretische Analyserahmen (Martina Lizarazo López)....Pages 117-126 Die demographische Entwicklung in Frankreich und die dynamischen externen Parameter während des Untersuchungszeitraums (Martina Lizarazo López)....Pages 127-224 Die Neuausrichtung demographiepolitischer Aspekte in der Familien- und der Einwanderungspolitik in den 1970er und 1980er Jahren (Martina Lizarazo López)....Pages 225-508 Back Matter ....Pages 509-571
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