Fragen des Vokalismus und der Stammbildung im Indogermanischen (German Edition)
معرفی کتاب «Fragen des Vokalismus und der Stammbildung im Indogermanischen (German Edition)» نوشتهٔ Hirt, Herman، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 1914. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Bestimmung des idg. à verwerten kann. Auch der zweite Weg, das idg. o 2 zu erkennen, ist im höchsten Grad bedenklich. Nach de Saussure Mém. 96 soll ô im Arm. durch o, oaber durch a vertreten sein. Aber erstens ist das Material, wie de Saussure selbst betont, recht dürftig, und es ist auch seitdem nicht wesentlich vermehrt worden, und anderseits lassen sich dagegen auch Einwendungen erheben. Lat. odor 'Geruch', griech. öZuj 'rieche', dem wir doch wohl o s zuzuschreiben haben, 6. Diese verhältnismäßig isolierten Fälle lassen uns die alte Regel erkennen. Freilich ist diese in andern Fällen gestört, aber durch Annahme von Ausgleichungen lassen sich eine ganze Reihe von widersprechenden Beispielen beseitigen. So läßt sich griech. öbovr-neben lat. dent-aus Zusammensetzungen wie ahd. bachozän erklären, iroüc aus öiitouc usw. Ob dies für alle Fälle zutrifft, habe ich bisher nicht untersucht. Man wird jedenfalls auch mit Wucherungen der Analogie rechnen müssen; d. h., es hat sich ein Typus in einer Sprache besonders ausgedehnt. 7. Wenn wir so auch manchen widerstrebenden Fall beseitigen können, so steht doch fest: ganz kommen wir mit dem Gesetz nicht durch. Es muß das o noch auf andere Weise entstanden sein, oder es müssen merkwürdige Umbildungen stattgefunden haben. Die Fälle, in denen das o noch nicht erklärt ist, sind folgende: 1. Das o in den Endungen im Yerbum und Nomen: ?cpepov, Icpepec; 2. Das o im Nom. Sing, der es-Stämme, griech. y^voc, lat. genus; 3. Das o in einer Reihe von Nominalstämmen, wie /'-, mo-Stämmen; 4. Das o im Typus \*bhoros, \*bkorä ; 5. Das o im Perfektum, griech. öeöopKa; 6. Das o im Kausativum, lat. moneo. In allen diesen Fällen handelt es sich um große Kategorien, in denen freilich, das muß hier schon gesagt werden, das o nicht ausnahmslos steht. Daneben gibt es noch vereinzelte Fälle, aber die wollen wir vorläufig beiseite lassen. Es soll vielmehr unsere Aufgabe sein, diese 6 Fälle zu untersuchen, und ich hoffe, für nahezu alle, ein glattes Ergebnis vorlegen zu können. Dem europäischen o in den meisten dieser Kategorien soll nun im Arischen in offener Silbe ä entsprechen. Ist das richtig, so haben wir es eben nur mit der Frage nach der Entstehung des idg. o zu tun. Ist es aber nicht richtig, wie wohl die meisten Forscher annehmen, so erhebt sich die andere Frage, woher stammt dann das ä des Arischen? Zweifellos müssen wir annehmen, daß es eine Dehnstufe darstellt, und so bedarf also die Frage der Dehnstufe einer erneuten Untersuchung. H. Hirt, Anmerkung 2. Man kann fragen, weshalb in den komponierten Formen des Verbums nicht stets o entstanden ist, weshalb es also nicht \*e'lik« , dm, \*ilih« : bs 1 \*6lik w bt heißt. Eine sichere Antwort darauf weiß ich nicht. Ich will nur hervorheben, daß die Verbalpräfixe die Wandlung des e zu o nie hervorrufen, und ich würde daraus schließen, daß sie ursprünglich nicht vollbetont waren, daß sie zwar den Gegenton, aber nicht den Vollton hatten. Es ist ja auch sonst noch manches im Gegenton dunkel, z. B. weshalb heißt es trotz der Enklise idg. \*k"e usw. 10. Dagegen ist o fest: 1. Im Akk. Sing, der o-Stärame: griech. Xukov, lat. lupunr, 2. Im Gen. Plur. aller Stammklassen: griech. nobdüv, lat. pedum; Anmerkung. Got. e in dage wird man für sekundär halten dürfen. Es ist sehr bezeichnend, daß in diesem Fall kaum ein Forscher das e als ursprünglich angesehen hat, gleichsam als ob man eine Ahnung von dem unten zu erörternden Gesetz gehabt hätte.
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