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Flucht und Versteck : Untergetauchte Juden in München - Verfolgungserfahrung und Nachkriegsalltag

معرفی کتاب «Flucht und Versteck : Untergetauchte Juden in München - Verfolgungserfahrung und Nachkriegsalltag» نوشتهٔ Schrafstetter, Susanna، منتشرشده توسط نشر Konstanz University Press. in Wallstein-Verlag GmbH Verlag und Werbung در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Über die untergetauchten Juden in München, die während des Holocaust vor den Deportationen flüchteten, sowie deren Erfahrungen in der Nachkriegszeit. In Deutschland versuchten etwa 10.000 bis 15.000 Juden dem nationalsozialistischen Völkermord zu entgehen, indem sie untertauchten. Sie wagten mit Hilfe von jüdischen und nicht-jüdischen Verwandten, Freunden oder ihnen gänzlich unbekannten Personen ein Leben in der Illegalität. Nur etwa 5.000 überlebten. Die meisten dieser Fluchten gab es in Berlin, aber auch in anderen deutschen Städten tauchten zahlreiche Menschen unter, wobei regional ganz unterschiedliche Rahmenbedingungen für ein Leben im Versteck herrschten. Im Zentrum dieser Studie stehen die Schicksale der Juden in München und Oberbayern, die durch Untertauchen vor den Deportationen flüchteten. Susanna Schrafstetter zeigt die Handlungsoptionen und -strategien der Untergetauchten und ihrer Helfer auf, identifiziert Fluchtwellen und thematisiert die Art und Weise, wie sich Deutsche an den Flüchtigen bereicherten. Das Buch erweitert auch den Blick auf die Zeit nach 1945: Es behandelt die Erfahrungen der Überlebenden in der frühen Bundesrepublik und die Bedeutung von »Hilfe für Juden'in der lokalen Münchener Geschichtspolitik. Umschlag 1 Inhalt 7 Einleitung 11 Forschungsstand und Terminologie 19 Aufbau der Studie 22 I. Unter nationalsozialistischer Herrschaft: Juden in München, 1933-1941 26 Ausgrenzung, Ausplünderung, Auswanderung 1933-1938 27 Der Novemberpogrom 1938 30 Abschluss der »Arisierung« und Vertreibung der Juden aus ihren Wohnungen 1938-1939 33 Verfolgungsmaßnahmen und Zwangsarbeit 1939-1941 37 Denunziationen 40 Ghettoisierung: die »Judenlager« 42 Fazit: Die Situation der Münchner Juden am Vorabend der Deportationen 44 II. Die Deportationen aus München 46 Die Deportationswellen 1941-1945 46 Die Durchführung der Deportationen aus München 51 Die Münchner Bevölkerung und die Deportationen: Reaktionen und Wissen 53 Zwischen Hoffnung, Resignation und Verweigerung: Reaktionen von Juden auf den Deportationsbescheid 56 III. Frühe Fluchten Herbst 1941 – Sommer 1942 59 Im Kohlenkeller der Freundin 60 Hilfe für eine Nachbarin: Er hat für sie »alles getan, was ein Mensch für einen anderen nur tun kann« 62 Des Reichsstatthalters »Adjutant« 65 Fluchthelfer Tbc 70 Überleben in der Polizeistation 71 Flucht aus Berg-am-Laim 75 München im Vergleich: Rahmenbedingungen und Handlungsstrategien von Untergetauchten und ihren Helfern in verschiedenen deutschen Städten 77 IV. Der Abschluss der Massendeportationen in München: keine zweite Fluchtwelle 85 Frühjahr 1943: »Fabrikaktion« in Berlin, letzte Massendeportation in München 85 »Mein ständiger Begleiter war der Revolver« 88 Alte Freundschaften 90 Bekannte Künstler als Helfer 93 Warum kam es in München 1943 zu keiner großen Fluchtbewegung? 100 Bombenkrieg und Flucht: Option und Gefahr 105 Nach Abschluss der Massendeportationen: Weitere Fluchten 1943/44 107 V. Flucht vor den letzten Deportationen im Februar 1945 112 Untertauchen im Chaos der letzten Kriegsmonate 114 Handlungsoptionen in der Endphase des Krieges, wachsende Hilfsbereitschaft? 118 Münchens bekanntester Helfer: Karl Schörghofer 120 Frühjahr 1945: Nachlassen des Verfolgungsdrucks? 127 VI. Gefahren und Scheitern auf der Flucht (1941-1945): Verrat, Ausbeutung, Entdeckung, Krankheit 130 Tod im Versteck 132 Gescheiterte Fluchten: Entdeckung und Verrat 138 Von Wetzlar nach München 139 Flucht aus der »Hölle von Lohhof« 141 Vater und Sohn auf der Flucht 143 Der Syndikus der jüdischen Gemeinde: Julius Hechinger 146 Zwei Brüder, zwei Schicksale 149 Verraten, verschleppt und überlebt 150 Mit der Freundin auf der Flucht 152 Der völkische Romancier 153 Räuber statt Helfer: »Judenfledderer« und sonstige Nutznießer 154 Zur Denunziation von Untergetauchten und ihren Helfern 159 VII. Von München nach anderswo, von anderswo nach München: regionale, überregionale und transnationale Fluchtwege und Verbindungen 163 Die »Verschickung« von Kindern 163 Christliche Hilfe in München als Teil reichsweiter christlicher Hilfsnetze und Verbindungen 174 Irrfahrten durch das Reich, Endstation München 185 Flucht ins Ausland, Versteck im Ausland 192 Fazit: Fluchtwege und Fluchträume 203 VIII. Nach 1945: Wiederaufbau oder Neuanfang? 207 Wiederauftauchen und Soforthilfe 208 Wiedergründung: Die jüdische Gemeinde München 215 Gehen oder Bleiben? 217 Gesundheitliche Langzeitfolgen 221 Gescheitert an der Nachkriegszeit 227 IX. Nach 1945: Begegnungen 233 Hilfe für die Helfer 234 Anwalt der Helfer 236 Die Ahndung von »Judenfledderei« und Denunziation 240 Ein prominenter Helfer vor Gericht 243 Der Henker als Helfer? Oder: der Helfer des Henkers? 244 Mitarbeiter der Gestapo und der »Arisierungsstelle« vor Gericht 247 Der »Verbindungsmann« und die Überlebenden 252 X. Die Wiedergutmachung für versteckt Überlebende, ihre Angehörigen und ihre Helfer 256 Wiedergutmachung in Bayern 257 Die Praxis der Wiedergutmachung 261 Wiedergutmachung für versteckt Überlebende: Bayern im Vergleich 269 XI. Untergetauchte und Helferin der Nachkriegsgesellschaft 273 Die Ehrung der Helfer 276 Einladungen an die Überlebenden in die »Stadt der Helfer« 281 Schlussbetrachtung 290 Anhang 297 Abkürzungen 297 Verzeichnis der Abbildungen 299 Quellen und Literatur 300 Dank 326 Personenregister 328 Ortsregister 335 Chs. 1-8 (pp. 24-230) deal with the experiences of Jews who went into hiding in München or Jews from München who went into hiding elsewhere. Chs. 9-11 (pp. 231-287) examine the situation of the Jews after the war. Notes that of the 9,000-10,000 Jews living in München in 1933, 2,014 had fled before the "Kristallnacht" pogrom; many more left soon afterwards. In November 1941, before the deportations began, 3,240 registered Jews were living in München. They were isolated in "Jewish houses" or labor camps, and were clearly identifiable due to the yellow star. During the time of the mass deportations (October 1941-August 1942), 21 Jews attempted to escape, but only 12 of them survived. An unknown number escaped to Switzerland, aided by Christians. Only a small number of Jews, less than ten, tried to escape during the large deportation in March 1943 (whereas thousands of Jews escaped from Berlin during the "Fabrikaktion"), due to their isolation, lack of awareness, and difficulty in obtaining false documents. Between March 1943-late 1944, Jews in mixed marriages who had lost their spouses sought hiding places. From spring 1944 on, Jewish husbands in mixed marriages and "Mischlinge" sought to hide in order to escape forced labor. At the time of the last deportations in 1945, many Jews escaped, since their chances had greatly improved. Based on a number of case studies, discusses dangers facing Jews in hiding, escape routes, and rescue networks. Concludes that the total number of escaped Jews in München is hard to determine due to their mobility and to the arrival of Jews from outside seeking to hide in the city. (From the Bibliography of the Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism - The Hebrew University of Jerusalem)
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