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Fest und Zeitenwende : Französische Revolution und die Festkultur des 18. Jahrhunderts bei Hölderlin

معرفی کتاب «Fest und Zeitenwende : Französische Revolution und die Festkultur des 18. Jahrhunderts bei Hölderlin» نوشتهٔ Yashar Mohagheghi، منتشرشده توسط نشر J.B. Metzler'sche Verlagsbuchhandlung & Carl Ernst Poeschel GmbH در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Yashar Mohagheghi untersucht den Wandel der Festkultur im späten 18. Jahrhundert. Im Zuge von Dekorporierung und Verzeitlichung gewinnt das Fest Verbreitung als Assoziationspraktik des politisierten Bürgertums und als Inszenierungsmedium der erhofften Zeitenwende. In einem kulturgeschichtlichen Panorama wird dieser Zusammenhang nachgezeichnet: von der aufklärerischen Festtheorie über die Assoziationsbewegung bis zur Französischen Revolution. Besonders einschlägig kristallisiert sich der Zusammenhang von Fest und Zeitenwende in der Hymnik und Zeittheorie Friedrich Hölderlins. Der häufig konstatierte Bedeutungsverlust des Festes in der Moderne wird damit einer Revision unterzogen: Gerade die Auflösung seiner Funktion zyklischer Reproduktion bringt das Fest als theoretischen Gegenstand hervor und stellt einen modernen, futurischen Zeitlichkeitsbezug her. Inhalt 7 Abbildungsverzeichnis 11 1 Einleitung: Das Fest in einer festlosen Zeit 13 2 Verzeitlichung und Arbeit an der Zeit um 1800 27 2.1 Dynamisierung des Zeithorizonts 27 2.1.1 Zeitenhiatus: Kosellecks Verzeitlichungsthese 28 2.1.2 Die Entdeckung der Zukunft 31 2.1.3 Weltzeit: Systemtheoretische Verzeitlichungsthese 32 2.1.4 Gegenwartserosion und Zeit-Ethos der Moderne 35 2.2 Das untergehende Vaterland...: Hölderlins Theorie der Zeitenwende 42 2.2.1 Verzeitlichung und Pathologie: Wackenroders Ein wunderbares morgenländisches Mährchen von einem nackten Heiligen 42 2.2.2.1 Untergang als Übergang 50 2.2.2.2 Erinnerung als Remedium: Vollzug zeitlichen Übergangs 53 2.2.2.3 Herstellung der Zukunft und Sprache des Übergangs 58 2.2.2 Lücke der Zeit: Zeitdissoziation und Zukunftsöffnung 48 2.2.3 Geschichtliche Kontingenz und Selektivität 65 2.2.4 Zukunftsversperrung: Theunissens Psychopathologie der Zeit 67 2.2.4.1 Melancholische Herrschaft der Zeit 67 2.2.4.2 Desintegrierte Zeit 69 2.2.5 Reintegration der Zeit 71 2.2.6 Evolution statt Revolution: Stetigkeit und Prozess 73 3 Aspekte einer Theorie und Geschichte des Festes 77 3.1 Zyklische Zeiterneuerung: Fest in vormodernen Gesellschaften 77 3.1.1 Freud und Durkheim: Exzess und Efferveszenz 79 3.1.2 Ordnung und Inversion: Caillois und die andere Zeit des Festes 82 3.1.3 Ewiges Werden: Bachtin und die Gegenkultur des Karnevals 85 3.2 Wandel des Festes in der Neuzeit 88 3.2.1 Verstaatlichung und Verdrängung der Gegenkultur 88 3.2.2 Von der höfischen Isolation zur aufklärerischen Integration 90 3.2.3 Sozialpädagogik: Aufklärerisch-revolutionäre Festtheorie 93 3.3 Affizierte Gemeinschaft: Rousseaus Festtheorie 98 3.3.1 Republikanisches Festideal: Brief an d’Alembert 99 3.3.1.1 Selbstpräsenz: Fest als Gegenentwurf zum Theater 99 3.3.1.2 Spontaneität und Affizierung: Festliche Kommunikation 103 3.3.2 Integrale Freuden: Idyllisches Landfest in der Nouvelle Héloïse 106 3.3.3 Verlorene Unschuld: Naive Freude in sentimentalischer Optik 113 3.3.4 Fest als Urszene: Versuch über den Ursprung der Sprachen 117 3.3.5 Gründungsakt: Fest- und Vertragstheorie 121 4 Bundlyrik und Bundesfeier: Fest und bürgerliche Politisierung 126 4.1 Freundschaft und Bund: Die Assoziationsbewegung 127 4.2 Dichterbund und Ritual: Hölderlin und der Göttinger Hain 134 4.3 Gründungsakt und Initiation: Fest und Eid als Stiftungsfiguren 142 4.4 Freundschaftsfeier und Nationalethos: Hölderlins frühe Bundeslyrik 151 4.5 Glückseligkeit und ‚Göttin Freude‘: Bürgerlicher Freudediskurs 157 4.6 Kosmische Freude: Von den Bundesliedern zur Menschheitsfeier 164 5 Epochale Freude: Bundesfest und Französische Revolution 175 5.1 Nationalbund und Epochenfeier: Das Föderationsfest 175 5.1.1 Das Pariser Föderationsfest 178 5.1.2 Spektakuläre Sichtbarkeit: Masse und Universum 182 5.1.3 Reflexiver Enthusiasmus: Freude als Geschichtszeichen 187 5.1.4 Nation in Aufbruch: Föderationsbewegung und Spontaneität 194 5.1.5 Tanz auf den Trümmern: Heitere Umbesetzung 200 5.1.6 Nationaler Festgesang: Die Revolutionshymnik 204 5.2 Hölderlins Hymnen des Menschheitsbundes 214 5.2.1 Kosmische Liebe – menschlicher Bund: Hymnus an die Göttin der Harmonie 214 5.2.2 Eschatologische Freude: Hymne an die Menschheit 223 6 Inthronisierung der Ideale: Kultfeste 233 6.1 Übergangsritus und Inszenierung der Zeitenerneuerung 233 6.1.1 Régénération: Fest als Übergangsritus 233 6.1.2 Vom Kult der Vernunft zum Kult des Höchsten Wesens 238 6.1.3 Immaterieller Kult: Medienkritik und reine Vernunft 241 6.1.4 Ikonoklasmus: Produktive Zerstörung und deblockierte Zeit 247 6.1.5 Triumph der Wahrheit: Destruktion und Neueinsetzung 252 6.2 Vom Begriff zur Gottheit: Deisierung der Ideale 257 6.2.1 Politische Kultur und Semantik 258 6.2.1.1 Schlagwort und Bewegungsbegriff 258 6.2.1.2 Begriffskranz und semantische Verkettung 261 6.2.2 Exkurs: Die Allegorie in der Revolution 264 6.2.3 Festlicher Nominalismus: Diskursivierung des Festes 268 6.3 Poetik des Festes: Dramaturgie von Fest und Hymne 272 6.3.1 Erscheinende Gottheit und Illumination: Proömium 273 6.3.2 Argumentative Beglaubigung: Aretalogie 275 6.3.3 Appell und Selbstverpflichtung: Parainesis 279 6.3.4 Dramaturgie des Eides in der Revolution 283 6.3.4.1 Vom Schlagwort zum Schwur: Ubiquität des Eides 283 6.3.4.2 Pathos und geschichtlicher Moment: Dramatische Eidszene 287 6.3.5 Begriff und Begeisterung: Hymnischer Aufschwung 297 6.3.6 Aufbruch und geschichtliches Endziel: Conclusio 303 7 Das Fest und die Lange Zeit: Gedächtnisethos der Spätlyrik 311 7.1 Gedächtnisritual in der Geschichtsnacht: Eucharistie- und Freudenfest in Brod und Wein 313 7.2 ‚Heilige Begeisterung‘: Festliches Gestimmtsein als Ethos 331 7.3 Kultische Gemeinschaft: Fest und künftige Nation 334 7.4 Frugale Dankfeste und die Zeit der Vegetation 343 7.4.1 Eschatologische Zeit und jahreszeitliche Wende: Herbstfeier in Stutgard und Brod und Wein 343 7.4.2 Naturwirtschaft und Götterdank: Heimkunft und Der Gang aufs Land 352 7.5 Endzeit und Übergangsmoment: Utopie des Festes 368 7.5.1 Zeitgeschichte und Eschatologie: Herrscheradvent und Theoxenia in Friedensfeier 368 7.5.2 Brautfest von Menschen und Göttern: Gegenwartsepiphanie in Der Rhein 386 7.6 Stiftung der Kultur: Fest und Kulturgeschichte 391 7.7 Seinsfeier oder Lethefest? Erinnern und Vergessen in Andenken 400 8 Schluss: Das Dispositiv des Festes und das trauernde Gedächtnis der Moderne 420 Bibliographie 432 Front Matter ....Pages I-XIV Einleitung: Das Fest in einer festlosen Zeit (Yashar Mohagheghi)....Pages 1-14 Verzeitlichung und Arbeit an der Zeit um 1800 (Yashar Mohagheghi)....Pages 15-64 Aspekte einer Theorie und Geschichte des Festes (Yashar Mohagheghi)....Pages 65-113 Bundlyrik und Bundesfeier: Fest und bürgerliche Politisierung (Yashar Mohagheghi)....Pages 115-163 Epochale Freude: Bundesfest und Französische Revolution (Yashar Mohagheghi)....Pages 165-222 Inthronisierung der Ideale: Kultfeste (Yashar Mohagheghi)....Pages 223-300 Das Fest und die Lange Zeit: Gedächtnisethos der Spätlyrik (Yashar Mohagheghi)....Pages 301-409 Schluss: Das Dispositiv des Festes und das trauernde Gedächtnis der Moderne (Yashar Mohagheghi)....Pages 411-422 Back Matter ....Pages 423-464 Der haufig konstatierte Bedeutungsverlust des Festes in der Moderne wird damit einer Revision unterzogen: Gerade die Aufloesung seiner Funktion zyklischer Reproduktion bringt das Fest als theoretischen Gegenstand hervor und stellt einen modernen, futurischen Zeitlichkeitsbezug her.
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