Favourite Songs: Populäre englische Musikkultur im langen 19. Jahrhundert
معرفی کتاب «Favourite Songs: Populäre englische Musikkultur im langen 19. Jahrhundert» نوشتهٔ Maren Bagge; Georg-Olms-Verlag، منتشرشده توسط نشر Georg Olms Verlag. in der Nomos Verlagsgesellschaft mbH در سال 2022. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
»We'd better bide a wee«, »Crazy Jane«, »The Lute Player« und »Always Alone«: Diese und zahlreiche weitere englische Songs von Komponistinnen waren im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert regelrechte Verkaufsschlager, die nicht selten mit Adjektiven wie »favourite« oder »popular« beworben wurden. Sie erklangen regelmäßig in den Salons oder den guten Stuben der bürgerlichen Gesellschaft, aber auch auf den Konzertbühnen. Damit waren sie wichtiger Bestandteil der britischen Musikkultur und prägten den musikalischen Alltag, sind jedoch heute nahezu unbekannt. Ausgehend von einer großen Anzahl überlieferter Notendrucke macht die vorliegende Studie jene Handlungen sichtbar, die zur Popularisierung der Songs beigetragen haben, lässt dabei aber auch nicht solche Praktiken außen vor, die zu ihrem Bedeutungsrückgang in der Musikgeschichtsschreibung geführt haben. Einem kulturwissenschaftlichen Ansatz folgend steht dabei nicht das einzelne Werk im Fokus, sondern es werden vielmehr diverse Fragestellungen zu den Entstehungs-, Aufführungs-, Distributions- und Rezeptionsprozessen sowie den daran beteiligten Personen aufgerufen. Diese werden mittels pluraler methodischer Zugänge, die von musikalischen Analysen über biographische Studien bis hin zu verschiedenen Ansätzen der Netzwerkforschung reichen, beleuchtet. Auf diese Weise wird ein lebendiger und facettenreicher Eindruck populärer englischer Musikkultur des langen 19. Jahrhunderts vermittelt und zugleich ein wichtiger Beitrag zur Erforschung der Teilhabe von Frauen innerhalb dieser Musikkultur geleistet. Maren Bagge: Favourite Songs. Populäre englische Musikkultur im langen 19. Jahrhundert (Studien und Materialien zur Musikwissenschaft 116) Inhalt Einführung 1 Ausgangspunkt: Die „Sammlung Englische Komponistinnen“ des Forschungszentrums Musik und Gender 1.1 Populäre Songs? Gattungsspezifische Fokussierungen 1.2 Komponistinnen? Geschlechtsspezifische Fokussierungen 1.3 Englisch, britisch, international? Geografische Fokussierungen 1.4 Das lange 19. Jahrhundert? Zeitliche Fokussierungen 2 Erweiterung des Quellenkorpus 2.1 Musikdrucke anderer Bestände 2.2 Weitere Quellenarten und Bestände 3 Konzeptionelle Überlegungen 4 Methodik 5 Forschungsstand A „I’ve brought some Songs“: Publikations- und Vermarktungsstrategien 1 „Making money more or less easily.“ Songs und Ballads im Kontext der Musikindustrie 1.1 Selbstfinanzierte Erstveröffentlichungen 1.2 Honorare und Konditionen. Vereinbarungen zwischen Frances Allitsen und verschiedenen Musikverlagen 1.2.1 Verkauf und Versteigerung der Copyrights 1.2.2 Kombinationen der Vergütungsmodelle, Neuauflagen und Bemessung der Honorare 1.3 „The ridiculous Royalty account was too absurd“ : Song-Komposition als lukratives Geschäft? 1.4 „Performance free without fee or license“: Aufführungsrechte 1.5 „Pirated Copies“: Schwarzdrucke 2 „World-Wide Popularity“: Internationaler Vertrieb 2.1 Lady’s Book – Lady’s Home – Lady’s World: Englische Songs in US-amerikanischen Frauenmagazinen 2.2 Beauties of English Songs: Englische Songs in US-amerikanischen Publikationsreihen 2.3 „Imported Copies“: Sole Agents und Verlagsdependenzen 2.4 „Auf Wiederseh’n!“ Die Amerikatourneen der Komponistin Liza Lehmann 3 Bearbeitungen und Arrangements 4 Kaufanreize schaffen 4.1 Werbeanzeigen und -medien 4.2 Drawing-Room Music 4.3 Kostproben 4.4 Titelillustrationen 4.5 Verweise auf Aufführungskontexte 4.6 Vermarktung über bekannte Namen 4.7 Zur Auflagenhöhe 4.8 Weibliche Pseudonyme 5 Zwischenfazit: „Hits were made“ B Dedicated „to my Sisters at Home and Abroad“: Widmungen als Spiegel von Netzwerken 1 Widmungsforschung zwischen Rezeptions- und Netzwerkforschung 2 Widmungstexte aus musikwissenschaftlicher Perspektive 2.1 Widmungen an . . . 2.2 Widmungen von . . . 3 Die Widmungspraxis Alicia Adélaïde Needhams 3.1 A Daughter of Music 3.2 Formen und Funktionen der Widmungen 3.3 „Dedicated to and composed for“: Zueignungen an Musikerinnen und Musiker 3.4 „To my little friends“: Widmungen an Familie und Kinder 3.5 „With Permission“ : Widmungsablauf – Netzwerke knüpfen 3.6 „To our Soldiers and Sailors“: Widmungen an Personen des Militärs 3.7 Widmungen zwischen Verehrung und Engagement 3.8 „To my Sisters“: Widmungen im Kontext der Suffragettenbewegung 3.8.1 Women’s Sunday: Die Suffragettenbewegung in London im Jahr 1908 3.8.2 Musikalische Auseinandersetzungen mit der Suffragettenbewegung 3.8.3 „Marching on“ 3.8.4 Mögliche Widmungsintentionen und -ziele 3.8.5 Needham als Suffragette? 3.8.6 Wiederauflage und Umwidmung 3.8.7 Widmung als Bekenntnis? 3.9 Strategische Widmungen: Widmungen in der Hoffnung auf Unterstützung 4 Zwischenfazit: Widmungen zwischen Selbstinszenierung, Netzwerkbildung und Marketingstrategie C „My Favourite Song“: Distribution, Zirkulation und Konsum populärer Songs 1 Gekauft 1.1 Vor Ort 1.2 Auf Bestellung 1.3 Als Musikbeilagen in Zeitschriften 2 Geschenkt 2.1 Von Komponistinnen 2.2 Von Verlagen 3 Geliehen und getauscht 3.1 Kommerzielle Leihbibliotheken 3.2 Tauschbörsen 4 Abgeschrieben 5 Gesammelt und gebunden 5.1 Individuelle Sammlungen 5.2 Gebundene Konvolute 6 Zwischenfazit: Individualisierung und Personalisierung eines Konsum- und Kulturguts D „Ballad Concert Successes“: Songs und Ballads auf der Konzertbühne 1 „[a] popular field[. . . ] of investigation“: Konzertforschung in Großbritannien 2 London Ballad Concerts 2.1 „Must not be cut or send away“: Zur Quellenlage 2.2 Die Konzertreihe im Profil 2.2.1 Zur Stellung von Song-Komponistinnen bei den London Ballad Concerts. Eine multiperspektivische Analyse 2.2.2 Datenerhebung und -strukturierung 2.2.3 Datenauswertung und -darstellung 2.3 Perspektive I: Werke von Komponistinnen bei den London Ballad Concerts 2.3.1 Evergreens und kurzzeitige Spitzenreiter 2.3.1.1 „An Old Garden“ (Hope Temple) 2.3.1.2 „To Mary“ (Maude Valérie White) 2.4 Perspektive II: Komponistinnen bei den London Ballad Concerts 2.4.1 Komponistinnen mit nur einer Werkaufführung 2.4.2 „The rising ballad composer Henriette“ 2.4.3 Alicia Adélaïde Needham: „The Donovans will make your name“ 2.4.4 Claribel: „the most popular ballad composer of the day“ 2.5 Perspektive III: Sängerinnen und Sänger bei den London Ballad Concerts 3 „To give a concert“ : Privat organisierte Konzerte 4 Zwischenfazit: Klingende Werbeveranstaltungen? Schlussbetrachtungen und Ausblick 1 „Beyond Boundaries“: Grenzüberschreitungen und (Neu-)Verortungen 2 Musikhistoriografische Kontextualisierungen, Strategien und Perspektiven 2.1 Handlungsfelder 2.0: Archivierung, Überlieferung und musikpraktischer Umgang 2.2 History / Herstory: Eine weibliche Musikgeschichte? Anhang 1 Britische Währung im 19. Jahrhundert 2 Pseudonyme 3 US-amerikanische Publikationsreihen mit Songs von Claribel 4 Stationen der amerikanischen Konzerttourneen Liza Lehmanns 5 Widmungskompositionen Alicia Adélaïde Needhams 6 Drucke von Claribel-Songs in der Sammlung Amy Robinsons 7 Sigelverzeichnis Bibliotheken und Archive 8 Quellen- und Literaturverzeichnisse 8.1 Musikalien 8.1.1 Umfangreichere Sammlungen mit Notendrucken 8.1.2 Notendrucke (Einzeldrucke oder in Sammlungen publiziert) 8.1.3 Gebundene Notenkonvolute 8.1.4 Musikhandschriften 8.2 Weitere Quellen 8.2.1 Archive und Bestände 8.2.2 Karikaturen und sonstige Bildquellen außerhalb der genannten Bestände 8.2.3 Pressequellen 8.2.3.1 Kürzere Artikel in Zeitungen und Zeitschriften 8.2.3.2 Umfangreichere Artikel in Zeitschriften und Zeitungen 8.3 Literatur 8.4 Internetseiten (Auswahl) 8.5 Analyse- und Visualisierungssoftware 9 Verzeichnis der Abbildung en 10 Verzeichnis der Diagramme 11 Verzeichnis der Tabellen 12 Verzeichnis der Notenbeispiele 13 Zusammenfassung 14 Abstract Dank Register der Songs und weiterer Kompositionen Personenregister
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