Extreme Klimaereignisse und Hungerkatastrophen in den Prophetenbüchern
معرفی کتاب «Extreme Klimaereignisse und Hungerkatastrophen in den Prophetenbüchern» نوشتهٔ Sara Kipfer، منتشرشده توسط نشر Koninklijke Brill N.V. در سال 2022. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Extreme Klimaereignisse und Hungerkatastrophen zählen zu den kontinuierlichsten Problemen, mit denen sich Menschen durch alle Zeiten hindurch auseinandersetzen mussten. Gleichzeitig sind sie eng verflochten mit zeitlichen, räumlichen und gesellschaftlichen Bedingungen. Mit Methoden der historischen Hungerforschung und dem da etablierten Vulnerabiltitätskonzept werden die Texte der Hebräischen Bibel danach befragt, wie die Menschen extreme Klimaereignisse wahrgenommen, gedeutet und bewältigt haben. Dabei zeigt sich, dass die Texte nie einfache, monokausale Erklärungen bereithalten, sondern sich auf eine Reihe von unterschiedlichen, teilweise widersprüchlichen Aussagen stützen. Gott, Mensch und Natur erscheinen in dieser Vorstellung als Akteure, die miteinander agieren und die Katastrophe gleichermaßen mitverantworten. Extreme climate events and famines are among the most continuous problems that humans have had to deal with throughout the ages. At the same time, they are closely intertwined with temporal, spatial and social conditions. Using methods of historical hunger research and the established concept of vulnerability, this study examines the texts of the Hebrew Bible to determine how people perceived, interpreted and coped with extreme climate events. In doing so, it becomes apparent that the texts never provide simple, monocausal explanations, but rely on a number of different, sometimes contradictory statements. God, humans and nature appear in this conception as actors who interact with each other and share equal responsibility for the catastrophe. Inhaltsverzeichnis Vorwort Abkürzungen Abbildungsverzeichnis Teil 1. Einleitung Einleitung zum Teil 1 Kapitel 1. Historische Hungerforschung und Vulnerabilitätskonzept 1. Forschungsüberblick 2. Begriffe und Definitionen 3. Dauer und Häufigkeit von Dürren und Hungerkatastrophen Kapitel 2. Von der Ereignisgeschichte zu einer Umwelt- und Klimageschichte 1. Natur- und Umweltkonzepte in der Hebräischen Bibel 2. Der geographische und historische Raum 2.1. Klimazonen und Topographie 2.2. Paläoklimatologie des 1. Jahrtausends v.Chr. 2.3. Hydrologische, agrarische und demographische Faktoren Kapitel 3. Von der Katastrophe zur „crisis literature“ 1. Eine Katastrophe kommt selten allein ... 2. Krisenkommunikation Teil 2. Klage und Kult als zentrale Formen des Umgangs mit extremen Klimaereignissen in den Prophetenbüchern Einleitung zum Teil 2 Kapitel 4. Klage angesichts einer Dürre 1. Die kollektive Klage 1.1. Die Klage als „Liturgie“ oder als „poetische Transformation von Wirklichkeit“ 1.2. Die Stellung der Klage in der Prophetie 1.3. Der Klage-Prozess 1.3.1. Wahrnehmung 1.3.2. Deutung 1.3.3. Bewältigung 2. Klage angesichts einer Dürre in Jer 14,2–9.19a.20–22 2.1. Aufbau und Inhalt von Jer 14–15* 2.2. Die Klage in Jer 14,1–9.19a.20–22 2.3. Die Klage angesichts einer Dürre im Kontext des Jeremiabuches 2.4. Der historische Kontext der Klage 3. Klage angesichts einer Dürre in Joel 1,10–12.17–20; 2,21–24 3.1. Aufbau und Inhalt von Joel 1–2* 3.1.1. Übersetzung und Gliederung 3.1.2. „Formeln“ und „Zitate“ 3.1.3. Die Prophetenrede 3.1.4. Die Jhwh-Rede und die Heuschreckenplage beziehungsweise der Fremdvölkereinfall 3.1.5. Die Tag-Jhwhs-Redaktion als Verbindung der unterschiedlichen Katastrophen 3.1.6. Schlussfolgerungen für die Literarkritik von Joel 1–2 3.2. Die Klage in Joel 1,10–12.17–20; 2,21–24 3.3. Die Klage im Kontext des Joelbuches beziehungsweise des Zwölfprophetenbuches 3.3.1. Die Klage im Kontext des Joelbuches 3.3.2. Die Klage im Kontext des Zwölfprophetenbuches 3.4. Der historische Kontext der Klage 4. Jer 14,2–9.19a.20–22 und Joel 1,10–12.17–20; 2,21–24 im Vergleich 4.1. Die Trauer der Erde und das Ausbleiben des Regens 4.2. Das Verhalten der Tiere 4.3. Das Leiden der Menschen 4.4. Die Unterschiede der beiden Klagen und ihr jeweiliger literarischer Kontext 5. Mögliche Fragmente einer Klage angesichts einer Dürre in Jes 24,4–13 und Hab 3,17 5.1. Die Dürre in Jes 24,1–13 5.2. Die Dürre in Hab 3,17 6. Fazit: Klage als Deutungs- und Bewältigungsstrategie Kapitel 5. Tempel, Kult und kosmische Ordnung 1. Der Wiederaufbau des Tempels 1.1. Der Text Hag 1–2 1.1.1. Übersetzung und Gliederung 1.1.2. Die Grundschicht 1.1.3. Die Serubbabel-Jehoschua-Redaktion 1.1.4. Einschub über Reinheit und Unreinheit 1.2. Literarische und theologiegeschichtliche Bezüge zwischen Hag 1,2.4–11.12b–13; 2,3–*4.5b–9.15–19 und Sach 1,2–6.16f.; 8,9–15 1.3. Der historische Kontext der Haggai-Grundschicht 1.4. Eine Dürre als Anlass für den Tempelwiederaufbau 2. Kultische Handlungen zur Erhaltung der Fruchtbarkeit bei Sacharja und Maleachi 2.1. Tempelzehnt und Tempelabgaben als Garant für Fruchtbarkeit (Mal 3,6–12) 2.2. Das Laubhüttenfest als Voraussetzung für Regen (Sach 14,16–19) 3. Fazit: Der Jerusalemer Tempelkult und die Pragmatik im Umgang mit einer Dürre Teil 3. Schluss Einleitung zum Teil 3 Kapitel 6. Literarkritische Ergebnisse und historische Verortung der untersuchten Dürre-Texte Kapitel 7. Extreme Klimaereignisse im Spannungsfeld von Gott und Mensch 1. Theologische und religionsgeschichtliche Aspekte 2. Anthropologische und soziologische Aspekte Literaturverzeichnis Sachregister Stellenregister Extreme Klimaereignisse und Hungerkatastrophen zählen zu den kontinuierlichsten Problemen, mit denen sich Menschen durch alle Zeiten hindurch auseinandersetzen mussten. Gleichzeitig sind sie eng verflochten mit zeitlichen, räumlichen und gesellschaftlichen Bedingungen. Mit Methoden der historischen Hungerforschung und dem da etablierten Vulnerabiltitätskonzept werden die Texte der Hebräischen Bibel danach befragt, wie die Menschen extreme Klimaereignisse wahrgenommen, gedeutet und bewältigt haben. Dabei zeigt sich, dass die Texte nie einfache, monokausale Erklärungen bereithalten, sondern sich auf eine Reihe von unterschiedlichen, teilweise widersprüchlichen Aussagen stützen. Gott, Mensch und Natur erscheinen in dieser Vorstellung als Akteure, die miteinander agieren und die Katastrophe gleichermaßen mitverantworten. Extreme climate events and famines are among the most continuous problems that humans have had to deal with throughout the ages. At the same time, they are closely intertwined with temporal, spatial and social conditions. Using methods of historical hunger research and the established concept of vulnerability, this study examines the texts of the Hebrew Bible to determine how people perceived, interpreted and coped with extreme climate events. In doing so, it becomes apparent that the texts never provide simple, monocausal explanations, but rely on a number of different, sometimes contradictory statements. God, humans and nature appear in this conception as actors who interact with each other and share equal responsibility for the catastrophe "Extreme climate events and famines are among the most continuous problems that humans have had to deal with throughout the ages. At the same time, they are closely intertwined with temporal, spatial and social conditions. Using methods of historical hunger research and the established concept of vulnerability, the texts of the Hebrew Bible are examined to determine how people perceived, interpreted and coped with extreme climate events. In doing so, it becomes apparent that the texts never provide simple, monocausal explanations, but rely on a number of different, sometimes contradictory statements. God, humans and nature appear in this conception as actors who interact with each other and share equal responsibility for the catastrophe." -- Provided by publisher
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