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Exklusion im Zentrum : Die brasilianische Favela zwischen Stigmatisierung und Widerständigkeit

معرفی کتاب «Exklusion im Zentrum : Die brasilianische Favela zwischen Stigmatisierung und Widerständigkeit» نوشتهٔ Eberhard Rothfuß، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die innerstädtischen Favelas sind aus den brasilianischen Metropolen nicht mehr wegzudenken und stellen das kulturelle Rückgrat der Städte dar. Ihre Existenz verdanken sie dem Sieg über die alltägliche Demütigung und verweigerte Vollbürgerschaft. Eberhard Rothfuß legt seiner Studie eine anerkennungstheoretische Perspektive nach Honneth (1992) zugrunde und thematisiert Alltagspraktiken in Favelas am empirischen Beispiel des »Calabar«-Viertels in Salvador da Bahia. Er zeigt: Es sind einerseits Praktiken ›unproduktiver Verausgabung‹ und andererseits Praktiken der Widerständigkeit, mit denen sich die Bewohner\_innen fintenreich gegen die fortwährende Stigmatisierung und Missachtung in der sozial äußerst ungleichen Gesellschaft Brasiliens wehren. Inhalt Einleitung Kritische Gesellschaftstheorie und Stadtgeographie Kritische Gesellschaftstheorie Critical urban geography Soziale und urbane Ungleichheit Die Urbanisierung der Ungerechtigkeit in Brasilien Zu einer Theorie der Anerkennung Anerkennende Intersubjektivität als conditio humana Die Theorie der Anerkennung von Honneth (1992) als neu interpretierte Kritische Theorie Die Anerkennungssphäre der Liebe Die Anerkennungssphäre des Rechts Die Anerkennungssphäre sozialer Wertschätzung Das Zusammenwirken der drei Anerkennungsformen Empörungspotentiale – Der Kampf um Anerkennung Verdinglichung als Anerkennungsvergessenheit Kritik an der Kritik – Die Anerkennungstheorie als ›bürgerliches Projekt‹ Das Alltagsleben – (Widerständige) Mikropraktiken Einführende Reflexionen zum Alltagsleben Die Humangeographie und das Alltagsleben – Eine Rückbesinnung? Relationaler Raum in der Humangeographie und Soziologie Zu einer Theorie des Alltagslebens nach De Certeau (1988) Für eine »Geographie des Möglichen« Strategien und Taktiken – Taktiken als Praktiken der ›Schwachen‹ Der Raum, der Ort und die Praktiken im Raum Die Erfahrung des Urbanen und der panoptische Blick Der Alltag als Fest und die »emotionale Handlungstheorie« Qualitative Methodologie und Alltagsforschung Erkenntnistheoretische Probleme der Alltagsforschung Qualitative Sozialforschung – Methodologische Implikationen Feldforschung und Methodik Datenerhebung und Auswertungsprozess Idiographischer Kontext – Periphere Moderne Brasilien Ungerechtigkeit als ›soziale Pathologie‹ der brasilianischen Gesellschaft? Statistischer Überblick Historische Dimension sozialer Ungleichheit Rassismus und Ungleichheit Zweigeteilte Staatsbürgerlichkeit – Subcidadania Urbane Ungleichheit – Räumliche Nähe und soziale Distanz Vom urbanen quilombo zur Favela Exklusion im Zentrum: Die Favela als Paria-Raum Differenzierung unterprivilegierter urbaner Viertel Salvador da Bahia Zur Geschichte und Struktur eines ehemaligen Sklavenmarktes Die Favela Calabar als Untersuchungsraum Calabar als organischer Raum Marginalisierung und Exklusion als Anerkennungsverweigerung Die Sphäre der Liebe und Freundschaft – Innere Gewalt Die Sphäre des Rechts – Defizite Die Sphäre der Wertegemeinschaft und Solidarität – Zuschreibungen Leistungsideologie als Rechtfertigung der Privilegierung Selbstverschuldung – »Kultur der Armut« Habitus des comodismo – Bequemlichkeit Verachtung und Diskriminierung Unbeherrschtheit und Immoralismus Die räumliche Sphäre – Favela als unsichtbarer Raum (Un-)Sichtbarkeit und Raum – Konzeptuelle Anmerkungen Visuelle Sichtbarkeit und soziale Unsichtbarkeit Räumliche Unsichtbarkeit als Voraussetzung für Geographien des Möglichen Favela als Anerkennungsraum Intuitiv gegebene Gerechtigkeitsvorstellungen der ›Schwachen‹ Scham und negative Selbstbeziehung Alltagsleben und Widerständigkeit Paradoxien des brasilianischen Alltagslebens Favela-Diskurse und Favela-Freiheitsgrade Brasilianidade – Favelakultur als Nationalkultur Boa aparéncia – Der Fetisch der ›Erscheinung‹ Alltagspraktiken als »unproduktive Verausgabung« Dionysische Praxis – Kollektiver Rausch und Orgiasmus Anästhetische und palliative Praxis Alltagspraktiken als Taktiken oder die »Waffen der Schwachen« Malandragem und jeitinho brasileiro – Ausgleichende Gerechtigkeit Eine »Kultur des Schweigens« als Taktik? Praktiken der Widerständigkeit und der Drogenhandel Schlussbetrachtung Geographien des Möglichen – Der Wille zur räumlichen Macht Ein ›zweifelhafter‹ Ausblick: Die brasilianische Stadt als schizo space? Literatur Anhang Die innerstädtischen Favelas sind aus den brasilianischen Metropolen nicht mehr wegzudenken und stellen das kulturelle Rückgrat der Städte dar. Ihre Existenz verdanken sie dem Sieg über die alltägliche Demütigung und verweigerte Vollbürgerschaft. Eberhard Rothfuß legt seiner Studie eine anerkennungstheoretische Perspektive nach Honneth (1992) zugrunde und thematisiert Alltagspraktiken in Favelas am empirischen Beispiel des »Calabar«-Viertels in Salvador da Bahia. Er zeigt: Es sind einerseits Praktiken 'unproduktiver Verausgabung' und andererseits Praktiken der Widerständigkeit, mit denen sich die Bewohner/-innen fintenreich gegen die fortwährende Stigmatisierung und Missachtung in der sozial äußerst ungleichen Gesellschaft Brasiliens wehren. 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Die innerstädtischen Favelas sind aus den brasilianischen Metropolen nicht mehr wegzudenken und stellen das kulturelle Rückgrat der Städte dar. Ihre Existenz verdanken sie dem Sieg über die alltägliche Demütigung und verweigerte Vollbürgerschaft.Eberhard Rothfuß legt seiner Studie eine anerkennungstheoretische Perspektive nach Honneth (1992) zugrunde und thematisiert Alltagspraktiken in Favelas am empirischen Beispiel des »Calabar«-Viertels in Salvador da Bahia. Er zeigt: Es sind einerseits Praktiken ›unproduktiver Verausgabung‹ und andererseits Praktiken der Widerständigkeit, mit denen sich die Bewohner_innen fintenreich gegen die fortwährende Stigmatisierung und Missachtung in der sozial äußerst ungleichen Gesellschaft Brasiliens wehren.

Biographical note: Eberhard Rothfuß (PD Dr.) lehrt Humangeographie an der Universität Passau und hat zuletzt eine Professur für Sozialgeographie und Geographische Entwicklungsforschung an der Universität Bonn vertreten Review text: Besprochen in: Bücher zu Brasilien (2013)
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