اروپا در قرون وسطی (جلد 02) بنیاد دانشگاهی و کالج در پراگ، وین و هایدلبرگ: یک بررسی مقایسهای از بنیادهای اواخر قرون وسطی در تنش بین سلطه و همیاری
Europa im Mittelalter (Band 02) Universitätsstift und Kollegium in Prag, Wien und Heidelberg: Eine vergleichende Untersuchung spätmittelalterlicher Stiftungen im Spannungsfeld von Herrschaft und Genossenschaft
معرفی کتاب «اروپا در قرون وسطی (جلد 02) بنیاد دانشگاهی و کالج در پراگ، وین و هایدلبرگ: یک بررسی مقایسهای از بنیادهای اواخر قرون وسطی در تنش بین سلطه و همیاری» (با عنوان لاتین Europa im Mittelalter (Band 02) Universitätsstift und Kollegium in Prag, Wien und Heidelberg: Eine vergleichende Untersuchung spätmittelalterlicher Stiftungen im Spannungsfeld von Herrschaft und Genossenschaft) نوشتهٔ Wolfgang Eric Wagner، منتشرشده توسط نشر Akademie Verlag در سال 1999. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Universitätsstift und Kollegium gehörten als genossenschaftlich organisierte Gemeinschaften zu den Grundpfeilern der spätmittelalterlichen deutschen Universitäten. Ihre Entstehung verdankten sie dem frommen Stifterwillen von Königen und Landesfürsten. Mancherorts war das Universitätsstift sogar als Grablege des Universitätsstifters und seiner Familie vorgesehen. Die dort bepfründeten Professoren-Chorherren waren zum einen akademische Lehrer und hatten andererseits das Totengedenken am Grab des Stifters zu versehen. Waren die mittelalterlichen deutschen Universitäten also lediglich fürstliche Grablegen mit Lehrbetrieb? Wolfgang Eric Wagner geht in drei vergleichend angelegten Fallstudien der bisher weitgehend unerforschten Stiftermemoria der Hohen Schulen nach. Verglichen werden die strukturellen Auswirkungen der so begründeten wechselseitigen Beziehung zwischen dem Stifter und seiner Gründung. Vorwort des Herausgebers 5 Vorbemerkung 13 Einleitung 15 1. Gegenstand 15 2. Zum Stand der Forschungsdiskussionen 18 3. Versuchsanordnung 24 (A) Das Prager Allerheiligenkapitel (Allerheiligenkolleg) und das 'Collegium Carolinum' der Prager Universität 37 1. Quellen, Darstellungen, Stiftungsprozesse 37 1.1. Einleitung 37 1.2. Das Allerheiligenstift vor seiner Anbindung an die Universität (1339-1366) 42 1.3. Die Stiftungsurkunde des 'Collegium Carolinum' 44 1.4. Die Neustiftungsurkunde des Allerheiligenkapitels 45 1.5. Die Statuten des Karlskollegs 47 1.6. Zu den Statuten des Allerheiligenkollegs 53 1.7. Weitere Verknüpfungen der Universität mit dem Allerheiligenkapitel: das Vizekanzler- und das Konservatorenamt 54 2. Stifter und Genossenschaft 56 2.1. Dotation und selbständige Vermögenseinheit 56 2.1.1. Die Dotation des 'Collegium Carolinum' 56 2.1.2. Die Dotation des Allerheiligenkapitels 59 2.2. Präsentationsrecht, freier Eintritt und Kooptation 64 2.2.1. Die Aufnahme in das Karlskolleg 64 2.2.2. Die Aufnahme in das Allerheiligenkapitel 66 2.2.3. Die Resignation eines Allerheiligenkanonikats durch Johannes von Marienwerder (1387) 70 2.2.4. Die 'causa nacionis Bohemorum et Theutunicorum' (1384-1390) 71 2.2.5. Ein Fall von Pfründenhäufung: Blasius Lupus (1410?) 81 2.3. Stifter- und Gruppenmemoria 83 2.3.1. Das universitäre Gedenken 83 2.3.2. Die liturgischen Verpflichtungen der Allerheiligenkapelle 86 3. Zusammenfassung 88 (B) Das Allerheiligenkapitel zu St. Stephan in Wien und das 'Collegium ducale' der Wiener Universität 91 1. Quellen, Darstellungen, Stiftungsprozesse 91 1.1. Einleitung 91 1.2. Die Stiftungsurkunden des Allerheiligenkapitels 96 1.3. Der Stiftungsprozeß des Allerheiligenkapitels bis zum zweiten Stiftbrief 97 1.4. Die Statuten des Allerheiligenkapitels 104 1.5. Neuorganisation der Universität und Stiftung des 'Collegium ducale' durch Herzog Albrecht III. (1384) 106 1.6. Zur Frage der Stiftungsurkunde des Herzogskollegs 110 1.7. Die Statuten des 'Collegium ducale' 114 2. Stifter und Genossenschaft 125 2.1. Dotation und selbständige Vennögenseinheit 125 2.1.1. Die Dotation des Allerheiligenkapitels 125 2.1.2. Entziehung der Dotationsgüter und Neudotation 127 2.1.3. Der Patronatsstreit (1366) 128 2.1.4. Die Dotation des Herzogskollegs 129 2.1.5. Heinrichs von Langenstein 'Informacio serenissimi principis ducis Alberti de stabiliendo studio Wiennensi' (1388) 132 2.1.6. Stipendienforderungen und Patronageanspruch 137 2.2. Präsentationsrecht, freier Eintritt und Kooptation 141 2.2.1. Die Besetzung der Universitätskanonikate im Allerheiligenstift 141 2.2.2. Der Streit um die Besetzung einer Chorherrenstelle zwischen den Kollegiaten Andreas Schüstl und Johannes Grössl (1465) 145 2.2.3. Die Aufnahmeregelung für das 'Collegium ducale' 148 2.2.4. Nationes-Zugehörigkeit und Patronage: Der Wiener Kollegiaturenstreit (1414) 149 2.2.5. Verwandtschaft und Patronage 154 2.2.6. Karrierechance Kanonikat und Promotionsverzögerung: die 'ewigen Sentenziare' 156 2.3. Stiftergedenken und Gruppenmemoria im Herzogskolleg und im Allerheiligenkapitel 162 2.3.1. Die Stiftung des 'Collegium ducale' im Bild 162 2.3.2. Die Kapelle des Herzogskollegs 165 2.3.3. Festkalender und universitäres Gedenken 167 2.3.4. St. Stephan als Professorengrablege 167 2.3.5. Das Gedenken des Allerheiligenkapitels 172 2.3.5.1. Das Anniversarbuch des Allerheiligenkapitels 172 2.3.5.2. Residenz und Präsenz 176 2.3.6. Berührungspunkte im Fürstengedenken von Allerheiligenkapitel und Universität 177 2.3.7. Das Begräbnis Kaiser Friedrichs III., die Zerstörung der Grablege der Universitätsprofessoren und die Verlegung des sogenannten Stiftergrabes Rudolfs IV 185 2.3.8. Das sogenannte Stiftergrab Rudolfs IV. und die herzogliche Gruft 190 3. Zusammenfassung 200 (C) Das Heidelberger Heiliggeiststift und das 'Collegium artistarum' der Heidelberger Universität 203 1. Quellen, Darstellungen, Stiftungsprozesse 203 1.1. Einleitung 203 1.2. Die Stiftungsurkunde des Heidelberger 'Collegium artistarum' 207 1.3. Die Statuten des Artistenkollegs 212 1.4. Die Stiftung des Heiliggeiststiftes und die Absetzung König Wenzels (1400) sowie der weitere Stiftungsprozeß bis zur Stiftungsurkunde Pfalzgraf Ludwigs III. von 1413 215 1.5. Die Stiftungsurkunde des Heiliggeiststiftes 223 1.6. Die Statuten des Heiliggeiststiftes 228 1.7. Weitere Verbindungen zwischen dem Heiliggeiststift und der Heidelberger Universität: der Vizekanzler und die Fakultätsdekane 235 2. Stifter und Genossenschaft 238 2.1. Dotation und selbständige Vermögenseinheit 238 2.1.1. Die Dotation des Artistenkollegs 238 2.1.2. Die Dotation des Heiliggeiststiftes 243 2.1.3. Weitere Zustiftungen der Pfalzgrafen und der Universität am Heiliggeiststift bis l508 250 2.2. Präsentationsrecht, freier Eintritt und Kooptation 253 2.2.1. Die Aufnahme in das Artistenkollegium 253 2.2.2. Karrierechance Kanonikat und Promotionsverzögerung in Heidelberg 255 2.2.3. Die Aufnahme in das Heiliggeistkapitel 257 2.2.4. Die 'causa medicorum' (1475-1482/1503) 271 2.3. Stifter- und Gruppenmemoria 280 2.3.1. Die Universitätskalender und das universitäre Gedenken bis zur Stiftung des Heiliggeiststiftes 280 2.3.2. Die Memoria der Pfalzgrafenfamilie durch Heiliggeiststift und Universität 285 2.3.2.1. Fürstliche Gedenkstiftungen 285 2.3.2.2. ...und Stiftungswirklichkeit 296 2.3.3. Legitimation durch Memoria: der Aufenthalt König Sigismunds in Heidelberg (1414) 302 3. Zusammenfassung 308 Resümee 313 Anhang 319 1. Abkürzungs- und Siglenverzeichnis 319 2. Quellen- und Literaturverzeichnis 323 2.1. Archivalien 323 2.2. Gedruckte Quellen 325 2.3. Literatur 331 3. Abbildungsverzeichnis und -nachweis 363 4. Transkribierte Quellen 364 4.1. Wien 366 4.2. Heidelberg 383 5. Verzeichnis der Kollegiaten des Prager Karlskollegs (1366 bis ca. 1420) 429 6. Verzeichnis der Kollegiaten des Wiener Herzogskollegs (1385 bis ca. 1554) 431 Personen- und Ortsregister 437 Main description: Band 2 der Reihe "Europa im Mittelalter"--Die Untersuchung von Wolfgang E. Wagner - behandelt den menschlichen Versuch, über den Tod hinaus in Erinnerung zu bleiben. Zu diesem Zweck wurden Klöster, Spitäler, Dom- und Kollegiatkirchen gestiftet. Aber auch Universitäten wurden in frommer Absicht gegründet. Zumindest die Universitätsstiftungen im Alten Reich, in Prag, Wien, Heidelberg, Köln, Freiburg und Basel, gehen nicht zuletzt auch auf religiöse Motive ihrer Stifter zurück und stellen somit fromme Werke bzw. Seelenheilstiftungen dar. In dieser Studie geht es nicht allein darum, die in der Universitätsgeschichtsforschung bisher weitgehend unterbelichtete Stiftermemoria der Hohen Schulen zu beschreiben. Vielmehr werden vergleichend die strukturellen Auswirkungen der durch Stiftung begründeten wechselseitigen sozialen Beziehungen zwischen dem Stifter und seiner Gründung untersucht Band 2 der Reihe'Europa im Mittelalter'– die Untersuchung von Wolfgang E. Wagner – behandelt den menschlichen Versuch, über den Tod hinaus in Erinnerung zu bleiben. Zu diesem Zweck wurden Klöster, Spitäler, Dom- und Kollegiatkirchen gestiftet. Aber auch Universitäten wurden in frommer Absicht gegründet. Zumindest die Universitätsstiftungen im Alten Reich, in Prag, Wien, Heidelberg, Köln, Freiburg und Basel, gehen nicht zuletzt auch auf religiöse Motive ihrer Stifter zurück und stellen somit fromme Werke bzw. Seelenheilstiftungen dar. In dieser Studie geht es nicht allein darum, die in der Universitätsgeschichtsforschung bisher weitgehend unterbelichtete Stiftermemoria der Hohen Schulen zu beschreiben. Vielmehr werden vergleichend die strukturellen Auswirkungen der durch Stiftung begründeten wechselseitigen sozialen Beziehungen zwischen dem Stifter und seiner Gründung untersucht. Wolfgang Eric Wagner. Originally Presented As The Author's Thesis (doctoral)-- Humboldt-universität Zu Berlin, 1999. Includes Bibliographical References (p. 325-362) And Index.
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