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Eskalation Durch Berichterstattung?: Massenmedien Und Fremdenfeindliche Gewalt (german Edition)

معرفی کتاب «Eskalation Durch Berichterstattung?: Massenmedien Und Fremdenfeindliche Gewalt (german Edition)» نوشتهٔ Hans-Bernd Brosius, Frank Esser (auth.)، منتشرشده توسط نشر VS Verlag für Sozialwissenschaften در سال 1995. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Dr. Hans-Bernd Brosius ist Hochschuldozent am Institut für Publizistik der Universität Mainz. Frank Esser ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Mannheim. Im Januar und Februar 1981 strahlte das Zweite Deutsche Femsehen an sechs aufeinanderfoigenden Sonntagen eine Femsehserie mit dem Titei "Tod eines Schiilers" aus. Inhalt der Serie war der Seibstmord eines 19jii. hrigen Schiiiers, der sich vor einen fahrenden Eisenbahnzug warf. In den sechs Foigen wurden die Motive des Schiiiers Ciaus Wagner und die Entwicklung hin zum Seibst mord aus den Perspektiven seiner seibst, seiner Mitschiiier, seiner Lehrer, seiner Freundin und seiner Eitem dargestellt. Zu Beginn jeder Foige wurde die Szene des iiberrollenden Eisenbahnzuges noch einmal gezeigt. Schmidtke & H?fner (1986)1 untersuchten darautbin die Seibstmordraten von Personen, die im Zeitraum von 1976 bis 1984 auf den Schienen der Deutschen Bundes bahn Seibstmord begangen hatten. Sie stellten fest, daB -verglichen mit den vorausgegangenen und foigenden Jahren - w?hrend der Ausstrahiung der Sendung und unmitteibar danach die Zahl der Eisenbahnseibstmorde stark erhOht war. In der Altersgruppe der 15-bis 19jii. hrigen m?nnlichen Jugendli chen war dies am deutlichsten. Die Autoren verzeichneten in den Wochen nach der Fernsehserie einen Anstieg von 175 Prozent (aiso fast dreimal so vieie Eisenbahnseibstmorde). Wesentlich geringer fiei die Steigerung der Seibstmordrate bei?iteren bzw. weiblichen Teilpopuiationen aus. Offenbar wurden vor aliem solche Jugendliche, dem dem Vorbild Ciaus Wagner?hn lich waren, nach dem Sehen der Sendung motiviert, ihrem Leben ebenfalis ein Ende zu setzen, indem sie die Art des Selbstmordes detailgetreu imitier ten. Diese Ansteckungs- bzw Selten sind Journalisten so massiv mit den möglichen negativen Konsequenzen ihrer Berichterstattung konfrontiert worden wie bei fremdenfeindlichen Straftaten. Der Umgang der Medien mit dem Thema'Ausländer und Asylbewerber'und vor allem die Darstellung von fremdenfeindlichen Straftaten sind - auch innerhalb des Journalismus - scharf kritisiert worden. Der Band untersucht die Rolle der Medien bei der Verbreitung fremdenfeindlicher Straftaten seit der Wiedervereinigung. Anhand der Entwicklung von Zuwanderungszahlen, Bevölkerungsmeinungen, Medienberichterstattung und Straftaten entwickeln die Autoren ein Eskalationsmodell der Gewalt. Vor allem die reflexhafte Reaktion des gesamten Mediensystems auf die besonders gewaltträchtigen Schlüsselereignisse (Hoyerswerda,Rostock, Mölln und Solingen) hat eine Fülle von Nachahmungstaten hervorgerufen. Es werden Möglichkeiten und Grenzen erörtert, wie Journalisten mit dem Thema umgehen können, ohne zur Verbreitung von Gewalt beizutragen. Front Matter....Pages 1-6 Einleitung....Pages 7-12 Ausländer und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland....Pages 13-29 Massenmedien als Spiegel oder Gestalter gesellschaftlicher Realität....Pages 30-38 Die Rolle der Medien bei der Verbreitung von Gewalt....Pages 39-55 Bisherige Befunde zur Imitation von Gewalt durch Massenmedien....Pages 56-70 Gewalt gegen Ausländer....Pages 71-81 Fragestellung und Hypothesen der Untersuchung....Pages 82-86 Anlage der Untersuchung....Pages 87-96 Ergebnisse: Ereignislage und Berichterstattung....Pages 97-130 Ergebnisse: Eskalation durch Berichterstattung....Pages 131-188 Zusammenfassung und Diskussion der Befunde....Pages 189-204 Schlußfolgerungen....Pages 205-221 Back Matter....Pages 222-236 Der Umgang der Medien mit dem Thema "Auslander und Asylbewerber" und vor allem die Darstellung von fremdenfeindlichen Straftaten sind - auch innerhalb des Journalismus - scharf kritisiert worden. Der Band untersucht die Rolle der Medien bei der Verbreitung fremdenfeindlicher Straftaten seit der Wiedervereinigung. Der Umgang der Medien mit dem Thema "Ausländer und Asylbewerber" und vor allem die Darstellung von fremdenfeindlichen Straftaten sind - auch innerhalb des Journalismus - scharf kritisiert worden. Der Band untersucht die Rolle der Medien bei der Verbreitung fremdenfeindlicher Straftaten seit der Wiedervereinigung. Hans-bernd Brosius, Frank Esser. Includes Bibliographical References (p. 222-235).
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