"Es zog in Freud und Leide zu ihm mich immer fort" : die Schubert-Transkriptionen Franz Liszts
معرفی کتاب «"Es zog in Freud und Leide zu ihm mich immer fort" : die Schubert-Transkriptionen Franz Liszts» نوشتهٔ Andrea Wiesli; Franz Steiner Verlag، منتشرشده توسط نشر BWV Berliner Wissenschafts-Verlag. in Franz Steiner Verlag GmbH در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Liszts planvoll zwischen den tradierten Gattungen changierende Klavier-Transkriptionen haben eine wechselhafte Rezeptionsgeschichte erfahren. Mit seinen Schubert-Bearbeitungen, die zunächst durchaus als konzertante Gattung eigenen Rechts gewürdigt wurden, feierte der Klaviervirtuose große Erfolge. Publikum und Presse waren einhellig der Meinung, dass Schuberts Musik erst durch Liszt verständlich werde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gerieten die Arrangements jedoch unter den Generalverdacht mangelnder Originalität, der das Liszt-Bild nachhaltig trübte. Dabei bilden gerade die Schubert-Bearbeitungen einen zentralen Baustein von Liszts musikalischem Weltbild. In seiner kreativen Beschäftigung mit dem einfachen Walzer sowie dem raffinierten Kunstlied bis hin zur komplexen Fantasie Schubertscher Prägung findet sich nicht nur der Schlüssel zu Liszts Schaffen, sondern auch ein Zugang zur Aufführungspraxis des 19. Jahrhunderts. INHALTSVERZEICHNIS DANK „LA VOIE EST TRACÉE“ – EINLEITUNG I. LISZTS WEGE ZU SCHUBERT AUF DEN SPUREN SCHUBERTS IN WIEN „IM BRILLANTEN STYL“ – CZERNYS SCHUBERT-FANTASIEN „LE MUSICIEN-POÈTE DE L’ALLEMAGNE“ – FRÜHE SCHUBERT-REZEPTION IN PARIS ARRANGIEREN UND BEARBEITEN BEI LISZT II. DIE LIEDTRANSKRIPTION ALS NEUE GATTUNG DIE ROSE – „TOUTE MA VIE DE 16 À 19 ANS“ „JAMAIS GOETHE ET SCHUBERT N’ONT ÉTÉ COMPRIS AINSI“ – FRANZ LISZT UND MARIE D’AGOULT THALBERG UND LISZT: ZWEI RIVALEN SINGEN SCHUBERTS LIEDER AM KLAVIER ZU PAPIER GEBRACHTE IMPROVISATIONEN SCHUBERT-LIEDER IM KONZERTSAAL: LISZTS WIENER KONZERTE VON 1838 „WEDER VARIATIONEN NOCH POTPOURRIS“ – PROBLEMATIK EINER TYPOLOGIE „VON FR. LISZT IN SEINEN CONCERTEN MIT AUSSERORDENTLICHEM BEIFALLE VORGETRAGEN“ – HASLINGER, DIABELLI & CO. EDIEREN IM EILTEMPO ERSTE MISSTÖNE III. HÖHEPUNKTE DER FRÜHEN SCHUBERT-REZEPTION: 12 LIEDER VON FRANZ SCHUBERT Sei mir gegrüßt als Lisztsches Liebesständchen Auf dem Wasser zu singen: Barcarole mit zusätzlicher Strophe „Et quelquefois les larmes me viennent aux yeux“ – Du bist die Ruh’ Erlkönig „mit dem Zaubermantel der Romantik“ Meeresstille mit Untertönen Die junge Nonne mit Erlösungsschluss Frühlingsglaube ohne Einschränkung Gretchen am Spinnrade mit gesteigerter Herzfrequenz Spiel mit den Registern im Ständchen von Shakespeare Rastlose Liebe mit Geschwindmarsch Tremolierende Geisterstimmen in Der Wanderer Ave Maria – idealisiertes Portrait Marie d’Agoults IV. SCHUBERTS LIEDERZYKLEN NEU KOMPONIERT SCHWANENGESANG MIT SCHAURIGEM ANFANG UND ENDE Die Stadt als eruptiver Klagegesang Das zerstreute Fischermädchen Aufenthalt mit Herzklopfen Tränenreiches Rezitativ Am Meer Abschied: „Humoristisch vorzutragen“ Klangliche Extreme In der Ferne Ständchen im Duett Ihr Bild als langsame Einleitung zu Frühlingssehnsucht Liebesbotschaft als Liebestraum Des Atlas Liebesleid Minimalistischer Doppelgänger Treuegelöbnis Taubenpost? Kriegers Ahnung – verzweifelte Schlussnummer PIANISTISCHE NEUINSZENIERUNG DER WINTERREISE Gute Nacht – kapriziöse Klaviervariationen Die Nebensonnen weitergedichtet Mut – Klanggewalt mit Durschluss Die Post – rhetorisches Klavierspiel „Ver-rückte“ Erstarrung Verhinderte Wasserflut Der Lindenbaum mit flirrenden Trillerketten „Keiner will ihn hören“: Der Leiermann in Kurzfassung Täuschung als Spiel mit der Erwartung Das „schauerliche“ Wirtshaus Der stürmische Morgen und Im Dorfe als dreiteiliges Finale DIE SCHÖNE MÜLLERIN IN SUITENFORM Das Wandern – Auftritt des Müllerburschen Verlängerter Zwiegesang in Der Müller und der Bach Der Jäger und Die böse Farbe als tollkühnes Scherzo Wohin? mit auskomponiertem „Sich-Entfernen“ Ungeduld als Programm V. ZWEI SCHUBERT-SAMMLUNGEN ALS ZEUGEN EINER GESCHEITERTEN BEZIEHUNG „JE VOUS AIME RELIGIEUSEMENT“ – FRANZ SCHUBERTS GEISTLICHE LIEDER Litanei der betrogenen Mädchen Himmelsfunken – der Odem Gottes Die Gestirne als orchestrale „Concerttranskription“ Hymne – gespenstische Ruhe nach dem Sturm EINBLICK IN LISZTS WERKSTATT: 6 MELODIEN VON FRANZ SCHUBERT Lebe wohl! – ein Missverständnis Mädchens Klage als virtuose Überwucherung? Das Zügenglöcklein mit Lindenbaum-Assoziation Trockne Blumen – kein Sakrileg! „Dein ist mein Herz und soll es ewig bleiben!“ Drei Ungeduld-Schlüsse im Vergleich Die Forelle im Doppelpack VI. EXKURS: DIE SCHUBERT-BEARBEITUNGEN STEPHEN HELLERS VII. WIENER „BACKHÄNDEL“: DIE SOIRÉES DE VIENNE IN DOPPELAUTORSCHAFT SCHUBERT/LISZT Soirée Nr. 1 – Walzer, Ländler und Deutscher als rondoartige Suite Soirée Nr. 2 mit neuer Coda im Schubertschen Ton Soirée Nr. 3 – dreiteilige Form mit Schlussstretta Soirée Nr. 4 mit Beethoven-Zitat Soirée Nr. 5 als auskomponiertes „Raisonnement von Enharmonik“ Soirée Nr. 6 – Liszts Lieblingsnummer mit Varianten Soirée Nr. 7 mit „Valse mélancolique“ Soirée Nr. 8 als virtuoses Schaustück Soirée Nr. 9 – Trauerwalzer mit Teufelslachen VIII. SCHUBERTS UND LISZTS UNGARISCHER TON „PHANTASIEUNGARN“ NACH SCHUBERT „ALLA ZINGARESE“ – LISZTS PRODUKTIVES MISSVERSTÄNDNIS „ECHT NATIONELLE AUFFASSUNG“ – ÜBER DAS UNGARISCHE IDIOM IN DER MUSIK LISZTS MÉLODIES HONGROISES D’APRÈS SCHUBERT Eröffnungssatz mit Vorgeschmack auf die Ungarischen Rhapsodien Ungarischer Marsch „ganz nach Liszts Herzen geschaffen“ Finale mit „zigeunerhafter Leidenschaft“ SCHUBERTS SPUREN IN DEN UNGARISCHEN RHAPSODIEN IX. KAPELLMEISTER LISZTS ORCHESTRALER ZUGANG ZU SCHUBERT „AB IMO PECTORE“: DIE WANDERERFANTASIE ALS KLAVIERKONZERT BLOSS EIN „ACT KÜNSTLERISCHER PIETÄT“? LISZTS URAUFFÜHRUNG DER OPER ALFONSO UND ESTRELLA „LIEDERSTAMMELN“ UND „ORCHESTERGESUMME“ – ORCHESTRIERTE SCHUBERT-LIEDER FÜR EMILIE GENAST ALLEGRO TRIONFANTE – SCHUBERTS MÄRSCHE IN LISZTSCHER MANIER Trauermarsch mit und ohne Apotheose Grande marche mit weitergedichtetem Trio Reiter-Marsch als kunstvolles Klavier-Potpourri Liszt und Tausig: Marche militaire von Lehrer und Schüler im Vergleich X. LISZT ALS HERAUSGEBER SCHUBERTS „DAS RESULTAT MEINES LANGJÄHRIGEN, LEIDENSCHAFTLICHEN VERKEHRS MIT SCHUBERT’S CLAVIERCOMPOSITIONEN“ Wandererfantasie „selon la technique pianistique moderne“ Sonate a-Moll – „anmuthig auszuführen“ „Scharf, kühn und lebenslustig“ – Sonate D-Dur Licht und Schatten: Sonate G-Dur mit Pedaleffekt Schuberts Impromptus in Lisztscher Interpretation „Momens musicals“ – innige Gesangsmomente „Juwelen feinster Sorte“ – Schuberts Tänze XI. „MEHR GETRÄUMT ALS BETONT“ – ÄSTHETIK UND DRAMATURGIE DES SCHUBERT-BILDES BEI LISZT ANHANG LISZTS SCHUBERT-TRANSKRIPTIONEN IM ÜBERBLICK ECKPFEILER DER LISZTSCHEN SCHUBERT-REZEPTION ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS MUSIKALIENVERZEICHNIS UND BIBLIOGRAFIE 1.1 Musikalien 1.2 Liszt als Herausgeber Schuberts 2. Schriften 3. Sekundärliteratur Liszts planvoll zwischen den tradierten Gattungen changierende Klavier-Transkriptionen haben eine wechselhafte Rezeptionsgeschichte erfahren. Mit seinen Schubert-Bearbeitungen, die zunächst durchaus als konzertante Gattung eigenen Rechts gewürdigt wurden, feierte der Klaviervirtuose grosse Erfolge. Publikum und Presse waren einhellig der Meinung, dass Schuberts Musik erst durch Liszt verständlich werde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gerieten die Arrangements jedoch unter den Generalverdacht mangelnder Originalität, der das Liszt-Bild nachhaltig trübte. Dabei bilden gerade die Schubert-Bearbeitungen einen zentralen Baustein von Liszts musikalischem Weltbild. In seiner kreativen Beschäftigung mit dem einfachen Walzer sowie dem raffinierten Kunstlied bis hin zur komplexen Fantasie Schubertscher Prägung findet sich nicht nur der Schlüssel zu Liszts Schaffen, sondern auch ein Zugang zur Aufführungspraxis des 19. Jahrhunderts
دانلود کتاب "Es zog in Freud und Leide zu ihm mich immer fort" : die Schubert-Transkriptionen Franz Liszts