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»Es gibt für mich keine Zitate« : Intertextualität im dichterischen Werk Ingeborg Bachmanns

معرفی کتاب «»Es gibt für mich keine Zitate« : Intertextualität im dichterischen Werk Ingeborg Bachmanns» نوشتهٔ Eberhardt, Joachim، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Relations between texts (intertextuality) are one of the pet themes of recent (linguistic and literary) research. But they are more frequently asserted than demonstrated. The study develops the methodological equipment required to test such theses. This is then used to examine texts by Ingeborg Bachmann (1926-1973), from her earliest poems to her late prose. The analysis is able to correct some cherished 'myths' in the recent research on Bachmann, notably the relationship between Bachmann and Celan, Bachmann's so-called 'musical poetology', and the influence of Adorno, Heidegger, and others. I Einleitung: Über die Eindeutigkeit der ›Entzifferung‹ von Zitaten II Intertextualität: Über die Grenzen eines Begriffs 1. Die Verspätung in der deutschsprachigen Literaturwissenschaft 2. Forschungslage und -kritik 2.1. Aneignung und Zähmung eines Begriffs 2.2. Über Markierung, Interferenz, Identifikation 2.3. Leser-Typologien. Holthuis’ Skeptizismus, Stockers Optimismus 3. Kriterien 3.1. Johnson und Schiller 3.2. Bachmann und die ›Barmer Theologische Erklärung‹? 3.3. Kriterien: Eindeutigkeit und Wahrscheinlichkeit, Prägnanz, Einbettung, Motivation 4. Überlegungen zur Funktion von Intertextualität III Aspekte der Intertextualität bei Bachmann im Licht der Forschung 1. ›Unverwechselbare Wortwelt‹? 2. ›Affinitäten‹ 2.1. ›Einfluß‹? 2.2. Heidegger 2.3. Wittgenstein und Musil 2.4. Proust, Adorno, Benjamin, Bloch, Kraus, Nietzsche 3. Literarische ›Korrespondenzen‹ 3.1. ›Spiegelungen‹? 3.2. Max Frisch 3.3. Paul Celan 4. Sprachwelten 4.1. Märchen und Mythen 4.2. Christlich-biblische Sprachwelt 5. Zum Erkenntniswert von Bachmanns Bibliothek IV Zwei frühe Erzählungen im Kontext 1. Zur Einordnung der frühen Prosa 2. Parodie: ›Die Mannequins des Ibykus‹ 3. Parabel: ›Das Lächeln der Sphinx‹ 3.1. Die Bedrohung 3.2. Die drei Fragen 3.3. Die Lösung 3.4. Die Erzählung als geschichtsphilosophisches Deutungsmuster im historischen Kontext V Der Gedichtzyklus ›Ausfahrt‹ (1952) 1. Einleitung 2. Historische Einordnung 2.1. Zur frühen Lyrik im Werkkontext 2.2. Zum zeitgenössischen literarischen Kontext 3. Interpretationen 3.1. ›Vom Lande steigt Rauch auf ... (Ausfahrt)‹ 3.2. ›Die Welt ist weit ...‹ 3.3. ›Abschied von England‹ 3.4. ›Paris‹ 3.5. ›Wie Orpheus spiel ich ... (Dunkles zu sagen)‹ 4. Zum Zyklischen VI Erzählungen im Umkreis von ›Das dreißigste Jahr‹ 1. Einleitung 2. Zur Rezeption von ›Das dreißigste Jahr‹ 2.1. Genrewechsel? 2.2. Negative Rezeption? 3. ›Der Schweißer‹: Erzählung einer Nietzsche-Lektüre 3.1. Zur Interpretation 3.2. Nietzsche – Hölderlin? 4. ›Ein Wildermuth‹: Wahrheit und Fiktion 4.1. Die Erzählung als philosophisches Statement? 4.2. Zur Interpretation VII Musik als Motiv und Zitat 1. Einleitung 2. ›Musikalisierung‹? Zu Thesen der Forschung 2.1. Zum Begriff der ›Intermedialität‹ 2.2. Zum Begriff der ›Musikalisierung‹ 2.3. ›Musikalisierung‹ im Werk Bachmanns? 3. Zu den biographischen Voraussetzungen 3.1. »Was aber ist Musik?« 3.2. Ein paar Daten 4. ›Musikalische Poetik‹? 4.1. ›Ton‹ und ›Lied‹. Musikalisches in der Lyrik der fünfziger Jahre 4.2. Die Musik-›Essays‹ 4.3. ›Enigma‹: Das Rätsel des Absoluten 4.4. Exkurs zum Schreiben Bachmanns als Schreiben ›nach Auschwitz‹ VIII Intertextualität in ›Malina‹ 1. Einleitung 1.1. Zur Ordnung des Kapitels 1.2. Über einige Selbstkommentare der Autorin 2. Prolegomena zu den Analysen 2.1. ›Malina‹: Skizze einer Interpretation 2.2. Zur Ordnung der Analysen: Mögliche Funktionen von Referenzen 3. Zu einigen markierten Referenzen 3.1. Reale Texte, markierte Verweise 3.2. Die Musik der Altenwyls 3.3. Die ›Kochbuchsuche‹: »alles über alles gelesen« 3.4. Der ›Bibliothekstraum‹ 4. Thematische Referenzen 4.1. Identifikationen des Ichs 4.2. Die ›Opfer der Literatur‹-Thematik 4.3. Zum ›Mordschauplatz Gesellschaft‹ 4.4. Malina als »Repräsentant des Rationalitätsprinzips«? 5. Strukturelle Referenzen 5.1. ›Störende Erinnerung‹ – Hölderlin 5.2. Das Zeichen des Sieges? – Konstantin der Große 6. Autointertextualität 6.1. Zu den Referenzen auf Unveröffentlichtes 6.2. Zu Referenzen auf Veröffentlichtes 7. Theorie und Funktion der Intertextualität in ›Malina‹ 7.1. Die ›Theorie‹ des Zitats im Mühlbauer-Interview 7.2. Funktion von Intertextualität in ›Malina‹ IX Bachmanns ›Theorie‹ 1. Voraussetzungen 2. Zur Sprachskepsis 2.1. »die Phrasen einer Zeit« 2.2. Zum historischen und zeitgenössischen Kontext von Bachmanns Sprachkritik 2.3. Beispiele konkreter »Floskel«–Kritik 3. Literatur und Erfahrung 3.1. »Verdächtige dich« 3.2. Über den Zusammenhang von »Schmerz« und Erkenntnis 3.3. »das Wunderbare« feststellen 4. Zum ›Zitat‹ 4.1. »Wir zitieren triumphierend« 4.2. »Formeln in ein Gedächtnis« 4.3. »Rettung«? 4.4. Aneignung: »Es gibt für mich keine Zitate« X Abschließende Bemerkungen 1. Was folgt? 2. Verallgemeinerungen? 3. Zur Bachmann-Forschung 4. Wenn es »keine Zitate« gäbe Texte 1. ›Die Mannequins des Ibykus‹ 2. ›Glaube‹ 3. ›In memoriam Karl Amadeus Hartmann‹ 4. ›Vor einem Instrument‹ Literaturverzeichnis 1. Texte Bachmanns 2. Weitere Quellen 3. Forschung Register 1. Werke Bachmanns 2. Personen- und Werkregister

Woran erkennt man Anspielungen und Zitate in einem literarischen Text? Wie prüft man, ob es sich wirklich um eine Anspielung handelt? In der Forschung scheint häufig die bloße Behauptung zu genügen. Die Untersuchung entwickelt in ihrem Einleitungsteil das methodische Rüstzeug zur kritischen Prüfung solcher Behauptung und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Theorie der Intertextualität.

Im Mittelpunkt stehen aber Werke Ingeborg Bachmanns (1926-1973): von den frühesten Gedichten (um 1947) bis zur späten Prosa des sogenannten »"Todesarten"-Projekts«. Manch Überraschendes fördert die Analyse zutage. So können der beliebte Mythos vom lyrischen Zwiegespräch zwischen der jungen Bachmann und Celan ebenso wie die Thesen vom frühen Einfluß der Kritischen Theorie oder von Bachmanns "musikalischer Schreibweise" deutlich relativiert werden. Kenntnisreich werden Bachmanns Texte in ihren historischen und geistesgeschichtlichen Kontext eingebettet; das gilt insbesondere für die Fragen eines "weiblichen" oder eines Schreibens post holocaust, die in der Forschung zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. Abschließend vollzieht die Arbeit die verstreuten Überlegungen Bachmanns zu Anspielung und Zitat nach. Sie skizziert die Funktion von Bachmanns "Aneignungstheorie" des Zitats im Zusammenhang von Literatur und Erfahrung vor dem Hintergrund der historisch und philosophisch begründeten Sprachkritik nach 1945.

Woran erkennt man Anspielungen und Zitate in einem literarischen Text? Wie prüft man, ob es sich wirklich um eine Anspielung handelt? In der Forschung scheint häufig die bloße Behauptung zu genügen. Die Untersuchung entwickelt in ihrem Einleitungsteil das methodische Rüstzeug zur kritischen Prüfung solcher Behauptung und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Theorie der Intertextualität. Im Mittelpunkt stehen aber Werke Ingeborg Bachmanns (1926-1973): von den frühesten Gedichten (um 1947) bis zur späten Prosa des sogenannten »"Todesarten"-Projekts«. Manch Überraschendes fördert die Analyse zutage. So können der beliebte Mythos vom lyrischen Zwiegespräch zwischen der jungen Bachmann und Celan ebenso wie die Thesen vom frühen Einfluß der Kritischen Theorie oder von Bachmanns "musikalischer Schreibweise" deutlich relativiert werden. Kenntnisreich werden Bachmanns Texte in ihren historischen und geistesgeschichtlichen Kontext eingebettet; das gilt insbesondere für die Fragen eines "weiblichen" oder eines Schreibens post holocaust, die in der Forschung zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. Abschließend vollzieht die Arbeit die verstreuten Überlegungen Bachmanns zu Anspielung und Zitat nach. Sie skizziert die Funktion von Bachmanns "Aneignungstheorie" des Zitats im Zusammenhang von Literatur und Erfahrung vor dem Hintergrund der historisch und philosophisch begründeten Sprachkritik nach 1945 Joachim Eberhardt. Originally Published As The Author's Thesis (doctoral)--universität Göttingen, 2001. Includes Bibliographical References (p. 463-494) And Indexes.
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