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Erzählte Macht und die Macht des Erzählens: Genealogie, Herrschaft und Dichtung in Ariosts "Orlando furioso"

معرفی کتاب «Erzählte Macht und die Macht des Erzählens: Genealogie, Herrschaft und Dichtung in Ariosts "Orlando furioso"» نوشتهٔ Bernd Häsner، منتشرشده توسط نشر BWV Berliner Wissenschafts-Verlag. in Franz Steiner Verlag GmbH در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Der Orlando furioso ist eine der glanzvollsten Dichtungen der Renaissance und zugleich ein Schlüsselwerk europäischer Erzählliteratur. Nicht zuletzt durch seinen Reichtum an Figuren und Handlungsverläufen hat Ariosts Romanzo stets fasziniert. In seiner Interpretation dieses Textes zeigt Bernd Häsner, wie die virtuose Verflechtung einer Vielzahl von Handlungssträngen und Konstellationen ideologische Prämissen, denen auch der Autor Ariost durchaus verpflichtet war, unterläuft und in Zweifel zieht. Am offenkundigsten wird dies in der Herkunftsgeschichte der Este-Dynastie, die Ariost im Orlando furioso zu erzählen beansprucht. Indem er sie jedoch im Modus hochfrequenter Digression erzählt, setzt er sie 'zentrifugalen' Kausalitäten aus, die jede der genealogischen Abfolge angeblich inhärente Logik sabotieren, und die nur im Diskurs, also durch den Erzähler, beherrschbar sind. Explizit gemacht wird diese Poetik vom Apostel Johannes, den Ariost in einer auf dem Mond spielenden Szene verkünden lässt, es seien die Dichter, die über die Geschichte herrschten. DANKSAGUNG INHALTSVERZEICHNIS EINLEITUNG 1 MÜNDLICHKEIT, SCHRIFTLICHKEIT, PARADOXE EVIDENZEN 1.1 DER HEISERE SÄNGER UND SEIN ‚TINTENWERK‘. EINE DICHTUNG ZWISCHEN MÜNDLICHEM VORTRAG UND SCHRIFTLICHER TEXTPRODUKTION 1.2 ERZÄHLEN „CON PENNA E CON INCHIOSTRO“ UND DIE PRÄSENZ DER GESCHICHTE 2 DIE MONDREISE DES PALADINS ASTOLFO UND DES APOSTELS JOHANNES 2.1 DER SCHIFFBRÜCHIGE STAMMVATER UND SEINE ERRETTUNG IM UND DURCH DEN NARRATIVEN DISKURS 2.2 PARADOXIA EVANGELICA. POETISCHE LÜGEN ALS GNADENERWEIS 2.3 DIE JENSEITSREISE ALS METAPOETISCHES NARRATIV 3 SYSTEMREFERENZEN, METAPOETISCHE KOMMENTARE UND NARRATIVE PRAXIS 3.1 ERZÄHLERISCHES KNOWING HOW UND POETOLOGISCHES KNOWING THAT 3.2 FADEN UND GEWEBE – GESCHICHTE UND WAHRHEIT: SPIELRÄUME DES METAPOETISCHEN DISKURSES IM FURIOSO 3.3 EXKURS ZUR DISKREPANZ ZEITGENÖSSISCHER UND ‚MODERNER‘ INTERPRETATIONEN DES FURIOSO, ODER: IST DER ORLANDO FURIOSO KLÜGER ALS SEIN AUTOR? 4 DIE ERZÄHLWEISE DES ENTRELACEMENT, IHRE ‚PERFORMATIVIERUNG‘ UND DIE ENTGRENZUNG VON ERZÄHLGEGENWART UND ERZÄHLTER VERGANGENHEIT 4.1 DAS ENTRELACEMENT – ASPEKTE SEINER DIVERSIFIKATION ZWISCHEN CHRÉTIEN UND ARIOST 4.2 TYPEN VON ENTRELACEMENT-FORMELN 4.3 ENTRELACEMENT UND ERZÄHLERISCHES KNOWING HOW. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 5 EXTRAVAGANTE ZEITLICHE VERHÄLTNISSE 5.1 EIN VORZEITIGER AUFTRITT DES TITELHELDEN ALS PAZZO 5.2 DIE FIAMMETTA-EPISODE (O. F. XXVII, 137–XXVIII, 75): ZIRKULARITÄT UND KONTINUITÄT 6 DER ORLANDO FURIOSO ALS GENEALOGISCHES EPOS 6.1 DIE ENKOMIASTISCHE HERKUNFTSERZÄHLUNG: KONZESSION, DIGRESSION ODER STRUKTURELEMENT? 6.2 RUGGIERO UND BRADAMANTE BEI BOIARDO UND ARIOST 6.3 DIE ANKÜNDIGUNG DER GENEALOGISCHEN ERZÄHLUNG IM PROÖMIUM DES FURIOSO 6.4 CANTO III: MUSENANRUF, GENEALOGISCHER KATALOG UND SELBSTPROPHEZEIUNG DES AUTORS 6.5 DIE WEIBLICHE AHNENREIHE DER ESTE UND WEITERE GENEALOGISCH-ENKOMIASTISCHE PASSAGEN 6.6 IPPOLITO UND ALFONSO D’ESTE ALS KRIEGSHERREN 6.7 DIE GENEALOGIE ALS „ARCO PORTANTE“ DES FURIOSO 6.8 EXKURS ZUM GENEALOGISCHEN DISKURS IM 15. UND 16. JAHRHUNDERT 6.9 DYNASTISCHE HERKUNFTSERZÄHLUNG UND GENEALOGIEKRITISCHER METADISKURS 7 SCHLUSS 8 BIBLIOGRAFIE PRIMÄRLITERATUR SEKUNDÄRLITERATUR
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