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Erzählstrukturen der Artusliteratur : Forschungsgeschichte und neue Ansätze

معرفی کتاب «Erzählstrukturen der Artusliteratur : Forschungsgeschichte und neue Ansätze» نوشتهٔ Wolfzettel, Friedrich (editor);Ihring, Peter (editor)، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 1999. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Main description: The apparently vague and certainly hackneyed term 'structure' has become a terminally ubiquitous 'hardly perennial' in the research on Arthurian romance in verse and prose. Unlike orally derived epic poetry, early Arthurian romance already evolved an identity as an individually under-written, authorial, consciously fictional, and - in tendency at least - autonomous structure or 'conjointure' in its own right. Thus from the outset Arthurian research revolved around problems of form and in the course of its history attempted (not least under influence of the respectively prevalent research paradigms) to develop and/or draw on narrative models for the purpose of casting light on Arthurian structural regularities. The most famous instance of this is certainly the 'dual path theory', adumbrated by Wilhelm Kellermann, developing into a paradigm in post-mar research and justifying the positing of an 'Arthurian structure' (Hugo Kuhn). Looking back at the end of the 20th century on the various separate stages of Arthurian research, and exactly 50 years after the establishment of the International Arthurian Society, the German Section of the Society felt it incumbent upon itself to essay a stock-taking retrospect and combine a critical review of earlier research findings with an attempt at new approaches taking research on this subject on into the future Vorwort Historiographie, Epik und Roman Historiographisches und fiktionales Erzählen in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts Frühe Formen der Parallelhandlung in Epos und Roman. Zu den Voraussetzungen in Chrétiens Conte du Graal Merlin und die literarische Sinnbildung. Zur erzählstrukturellen Funktion prophetischer Rede in der Artusdichtung zwischen Mittelalter und Renaissance Probleme des »Doppelwegs« im klassischen Artusroman Weg mit dem Doppelweg. Wider eine Selbstverständlichkeit der germanistischen Artusforschung »Ici fenist Ii premiers vers« (Erec et Enide) – noch einmal zur Zweiteilung des Chrétienschen Artusromans Das Spiel mit der arthurischen Struktur in der Komödie von Yvain / Iwain Doppelweg und Biographie Strukturmodelle und Konventionen Struktur und Person im Artusroman Formen analytischen Erzählens im Parzival Wolframs von Eschenbach. Marginalien zu einem narrativen System des Hohen Mittelalters Bewußtmachung von Artus-Romankonventionen in der Crône Heinrichs von dem Türlin Lästern, Lügen, Schweigen. Syntagmatische und paradigmatische Strukturen im Escanor des Girart d'Amiens Überlegungen zum Erzählschluß im Artusroman Prosaroman und nicht-arthurische Literatur Erzählstrukturen im Prosaroman Telling the End: Arthur's Death (Pseudo)-arthurisches recycling oder: Wie die Symbolstruktur des Artusromans im Spätmittelalter ›aufgehoben‹ ward Strukturen des Erzählens in der mittelniederländischen Lancelot-Kompilation Erzählstruktur und Schemazitate im Reinfried von Braunschweig Die Rezeption arthurischer Strukturen im Frauendienst Ulrichs von Liechtenstein Historisches Namen- und Werkregister

Der scheinbar unspezifische und inzwischen abgegriffene Strukturbegriff ist aus der Forschung über den Artusroman in Vers und Prosa nicht wegzudenken; denn anders als in der oral verankerten Epik begreift sich der frühe Artusroman bekanntlich erstmals als individuell verantwortete, bewußt fiktionale und tendenziell autonome Struktur oder conjointure . Von Anfang an kreiste die Artusforschung daher um Formprobleme und versuchte, im Laufe ihrer Geschichte – nicht zuletzt unter dem Einfluß der jeweils herrschenden Forschungsparadigmen – narrative Modelle für die Erhellung arthurischer Strukturgesetzlichkeiten nutzbar zu machen. Das berühmteste Beispiel ist hier sicherlich die Doppelwegtheorie, die, von Wilhelm Kellermann vorweggenommen, in der Nachkriegsforschung zu einem Paradigma aufrückte und die These einer spezifischen „Artusstruktur“ (Hugo Kuhn) rechtfertigte. Der am Ende des 20. Jahrhunderts erreichte Zustand der Verfügung über die einzelnen Forschungsetappen – genau ein halbes Jahrhundert nach der Gründung der Internationalen Artusgesellschaft – legte es für die Deutsche Sektion nahe, Bilanz zu ziehen und eine kritische Überprüfung früherer Ergebnisse mit dem Versuch weitergehender Ansätze zu verbinden.

Die Artusforschung, die sich mit der Gründung der Internationalen Artusgesellschaft 1948 ein Forum geschaffen hat, dient der Erschließung der gemeinsamen kulturellen Grundlagen Europas. Mit rund 250 mittelalterlichen Werken in zehn verschiedenen Sprachen gehört der Artusroman fraglos zu den erfolgreichsten epischen Genres des europäischen Mittelalters ‐ mit einer bis heute ungebrochenen Tradition der produktiven Rezeption. Ursprünglich regional-politische Dichtung mit Bezug auf eine ältere mündliche Erzähltradition, wurde die Artusliteratur bald zu einem Forum der überregionalen Wertediskussion, zum Raum der sozialen oder kultu-rellen Identitätsfindung oder zum Experimentierfeld literarischer Formen. Die Bände der deutsch-österreichischen Sektion der Artusgesellschaft führen die verschiedenen Forschungsperspektiven der Philologien, die sich mit Artusliteratur befassen, jeweils an einer zentralen Fragestellung zusammen. Die Bände fragen nach der Relevanz von in der aktuellen Literatur- und Kulturwissenschaft diskutierten Begriffen (wie z. B. „Mythos“, „Körperkonzepte“) für die Artusforschung und nach dem Beitrag, den die aufgrund ihrer Fächervielfalt und Interdisziplinarität grundsätzlich multiperspektivische Artusforschung für die weltweite kultur- und literaturwissenschaftliche Forschung leisten kann. Herausgegeben Von Friedrich Wolfzettel ; Unter Mitwirkung Von Peter Ihring. Papers From A Conference Held In Bad Homburg, Jan. 1998. Includes Bibliographical References And Index. German; One Article In English.
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