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Erzählen im Raum : Die Erzeugung virtueller Räume im Erzählakt höfischer Epik

معرفی کتاب «Erzählen im Raum : Die Erzeugung virtueller Räume im Erzählakt höfischer Epik» نوشتهٔ Wagner, Silvan، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

"Far from being a modern invention, virtual space is a characteristic element of the courtly epic of the High Middle Ages. The performative act of narration engenders two virtual spaces, the narrative space and the space of the story, which only last as long as the literary communication and only exist for the participants. Literary space is thus closely intertwined with the act of narration, which is reflected in the stories themselves"-- Provided by publisher Vorwort Inhalt 1 Das Fenster zum Hof 2 Virtuelle Räume und der kommunikative Akt des Erzählens 2.1 Annäherungen an den Begriff des virtuellen Raums 2.1.1 Annäherung über die virtual reality: Gefahren und Chancen 2.1.2 Virtualität als Begriff des mittelalterlichen Denkens 2.1.3 Annäherung über den Gegenbegriff: eine Sackgasse 2.1.4 Annäherung über den Dachbegriff: Virtueller Raum als spezifischer Raum 2.1.5 Virtuelle Räume, normale Räume und Institutionalisierung 2.2 Virtueller Raum und fiktionale Welten 2.2.1 Virtueller Raum und Identitätsverdoppelung 2.2.2 Identitätsverdoppelung im Erzählraum: das implizite Publikum 2.2.3 Virtuelle Räume innerhalb der Erzählung und ihre Bezüge zu den beiden virtuellen Haupträumen 3 Virtueller Raum im Hochmittelalter 3.1 Musik und virtueller Raum 3.1.1 Die kulturgeschichtlichen Grundlagen der Musik um 1200 als ars und usus 3.1.2 Die unterschiedliche Kommunikationszugänglichkeit musikalischer opera 3.1.3 Musik als imaginärer Weltenraum in der theoretischen Reflexion der artes 3.1.3.1 Platon (Calcidius): Timaios 3.1.3.2 Martianus Capella: De nuptiis Philologiae et Mercurii 3.1.3.3 Boethius: De institutione musica 3.1.4 Die Hör- und Sichtbarkeit des Denkbaren: Die Harmonielehre der ars als zwischen Imagination und Virtualität oszillierender Raum 3.1.5 Musik als virtueller Weltenraum in der Musikpraxis 3.1.6 Der virtuelle Tonraum der Musik in der höfischen Literatur 3.1.6.1 Herrschaft als virtueller Klangraum im Eneasroman 3.1.6.2 Der Kampf um Herrschaft als Kampf um den virtuellen Klangraum im Rolandslied 3.1.6.3 Zwischen ars und usus: Isoldes Ausbildung, Petitcreü und Minnegrotte 3.1.7 Zusammenfassung 3.2 Erinnerung und virtueller Raum 3.2.1 Memoria zwischen Imagination und Virtualität 3.2.1.1 Erinnerung als Bibliothek 3.2.1.2 Erinnerung als eingerichteter Raum 3.2.1.3 Die mittelalterliche Virtualisierung des Memorialraumes 3.2.2 Der virtuelle Erinnerungsraum in der höfischen Literatur 3.2.2.1 Der Erzählraum als Erinnerungsraum: Kalogrenant, Iwein und die Quelle 3.2.2.2 Das ‚Torverlies‘ als Erinnerungs- und Erzählraum 3.2.2.3 Joie de la curt oder der Kampf gegen die Erinnerung 3.2.3 Zusammenfassung 4 Die virtuellen Haupträume und ihre Veränderung im Akt des Erzählens 4.1 Arbeit an Utopia: Der höfische Erzählraum des Gürtels 4.2 Im langen Schatten des Prologs: Mauricius von Craûn und der Verschleiß seiner erzählten Räume 4.3 Beobachten des erzählten Raumes im erzählten Raum und die umfassende Virtualisierung der Erzählwelt im Prosalancelot 4.3.1 Ein Berg als in die Erzählung gedoppelter Erzählraum 4.3.2 Ausblick I: Der Erzählraum im erzählten Raum 4.3.2.1 Die Dolorose Garde 4.3.2.2 Lancelots Bilderraum 4.3.2.3 Die Chronik des Artus 4.3.3 Ein virtueller See als Irritation des normalen Raumes der Erzählwelt 4.3.4 Ausblick II: Der Verschleiß des normalen Raums im Prosalancelot 5 Virtuelle Räume in höfischer Literatur 5.1 Zusammenfassung 5.2 Ausblick Glossar der verwendeten Raumbegriffe Literaturverzeichnis Register Der spatial turn hat in der Mediävistik zu neuen Ansätzen in der Frage nach Raumkonzepten im Mittelalter geführt, die die Abhängigkeit des Raums von Bewegung und Kommunikation seiner Bewohner und Betrachter dominant setzen. Bislang allerdings wurde kaum differenziert zwischen der philosophischen Raumdiskussion des Mittelalters und einer spezifisch literarischen Raumgenese. In der vorliegenden Arbeit soll dieses Desiderat geschlossen werden durch eine konsequente Engführung von Erzählakt und literarischem Raum. Der zentrale methodische Zugriff erfolgt über den virtuellen Raum: Mit Erzählraum und erzähltem Raum erschafft der performative Akt des Erzählens grundsätzlich zwei virtuelle Räume, die nur für die Dauer ihrer Kommunikation und für die daran Beteiligten existent sind. Jede höfische Erzählung entfaltet ihre Räumlichkeit innerhalb dieser virtuellen Grunddisposition, was sich auch regelmäßig innerhalb der Erzählungen widerspiegelt. Das scheinbar moderne Konzept des virtuellen Raums kann so besonders in seinen Formen Erzählraum, musikalischer Raum und Erinnerungsraum historisiert und für eine Textinterpretation höfischer Epik im 12. und 13. Jahrhundert fruchtbar gemacht werden.

The series in German medieval studies includes central topics of current research debates in medieval studies and provides a place for groundbreaking research in the field. The series is intended to give international researchers/research teams the opportunity to effectively present innovative surveys and discussions to the scientific community. The series sees itself as a ‘young’ research forum with a high standard of quality and is therefore also open to excellent degree theses, should they enhance the series.

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