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Erinys in Epos, Tragödie und Kult: Fluchbegriff und personale Fluchmacht (Philologus. Supplemente / Philologus. Supplementary Volumes 4) (German Edition)

معرفی کتاب «Erinys in Epos, Tragödie und Kult: Fluchbegriff und personale Fluchmacht (Philologus. Supplemente / Philologus. Supplementary Volumes 4) (German Edition)» نوشتهٔ Sebastian Zerhoch، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2015. این کتاب در 2 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

In der Forschung werden die Erinyen gemeinhin als göttliche Wesen behandelt. Uneinigkeit besteht jedoch im Hinblick auf ihren Status, ihre Funktionen und ihre Rolle im Kult. Dieses Buch bietet die erste umfassende Untersuchung der verschiedenen Verwendungs- und Erscheinungsweisen von erinys in der Literatur der archaischen und klassischen Zeit und im Kult. Der Fokus liegt dabei auf Punkten, die in der Forschung vernachlässigt worden sind, wie dem Gebrauch von erinys als Appellativ in abstrakter Bedeutung, der Verbindung von erinys mit einem Genitiv der Person oder der Vorstellung von Erinys als personaler Einzelmacht. Der Verfasser zeigt, dass alle Verwendungs- und Erscheinungsweisen von erinys miteinander korrespondieren und wie z. B. bei moira/Moira/Moirai Ausdruck eines Konzepts sind, das in Religion und Gesellschaft eine zentrale Rolle spielte. Bei erinys ist dieses Konzept der Fluch, und zwar im weiteren Sinn als Verfluchung und Fluchzustand. Dieser erweiterte Fluchbegriff erklärt nicht nur die Assoziationen von erinys/Erinys/Erinyes mit Rache und Gerechtigkeit, Zorn und Zerstörung, schicksalhafter Notwendigkeit und gesellschaftlichem Nutzen, er bildet auch den Kern der Kulte der Semnai theai und Eumeniden. Vorwort 5 Inhalt 7 1. Einleitung 9 2. Beobachtungen und Überlegungen zur Verwendung von ἐρινύς 14 2.1 Appellativ 14 2.2 Personifikation 18 2.3 Der erweiterte Fluchbegriff 27 3. Einzelstellen 1: ἐρινύς als Appellativ 36 3.1 ἐρινύς als Appellativ in abstrakter Bedeutung 36 3.2 ἐρινύς als charakterisierende Bezeichnung für Menschen 88 4. Einzelstellen 2: ἐρινύς bzw. Ἐρινύες als personifizierte Mächte 96 4.1 ἐρινύς bzw. Ἐρινύες von Personen und Göttern 96 4.2 ἐρινύς im Singular als eigenständige Einzelmacht 140 4.3 Ἐρινύες im Plural als eigenständige kollektive Mächte 183 5. Personifizierte Ἐρινύες als mythische Gestalten bei Aischylos und Euripides 226 5.1 Aischylos’ Eumeniden 226 5.2 Die Atridenstücke des Euripides 252 6. Das Wortfeld des Fluchbegriffs ἐρινύς 264 6.1 ἐρινύς und ἀρά 264 6.2 ἐρινύς und μῆνις 266 6.3 ἐρινύς und ἄτη 267 6.4 ἐρινύς und δίκη bzw. θέμις 269 6.5 ἐρινύς und μοῖρα 271 7. ἐρινύς bzw. Ἐρινύες im Kult 274 7.1 Die Kultstiftung in Aischylos’ Eumeniden 278 7.2 Versuch einer Rekonstruktion des Kults der Semnai theai in Athen 283 7.3 Die Kultstiftung der Erinyes-Araí in den Eumeniden und ihre Beziehung zum Areopag sowie zum Kult der Semnai theai 312 7.4 Die Bezeichnung Εὐμενίδες in Literatur und Kult 316 8. Zusammenfassung 336 Appendix 1: Ursprungstheorien 341 Appendix 2: Linear B-Zeugnisse 344 Appendix 3: Etymologie von ἐρινύς 346 Appendix 4: Demeter ἐρινύς 352 Appendix 5: Erinys auf Fluchtäfelchen 358 Appendix 6: Rezeption tragischer Erinyes in Aristophanes’ Lysistrate und Ploutos 362 Literaturverzeichnis 366 Vorbemerkung 366 Abkürzungsverzeichnis 366 Weitere Literatur 368 Indices 381 Stellen 381 Namen und Sachen 394 Griechisch 400

Philologus, one of the oldest and most respected periodicals in the field of Classics, is conceived as a forum for discussion among different methodological approaches to the study of ancient texts and their reception. It publishes original scholarly contributions with a strong international focus. Publications languages are: German, English, Italian, French.

The accompanying series Philologus. Supplemente / Philologus. Supplementary Volumes, starting in 2014, publishes monographs and collections of papers pertaining to all aspects of the study of ancient literature and its reception, with a special focus on interdisciplinary approaches, combining Classics with Literary and Cultural Studies.

Editors: Sabine Föllinger (Marburg), Therese Fuhrer (LMU München), Tobias Reinhardt (Oxford), Maria Sotera Fornaro (Sassari), Jan R. Stenger (Würzburg)


Editors in chief: Therese Fuhrer (LMU München), Jan R. Stenger (Würzburg)

This book provides a comprehensive and systematic account of erinys in ancient Greek literature and cult. The author shows that the different usages and appearances of erinys, including non-personal and personal, singular and plural, correspond to each other as expressions of an extended concept of the curse. This concept, which played an essential role in religion and society, also underlies the cults of the Semnai theai and Eumenides
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