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Ergebnisse der Inneren Medizin und Kinderheilkunde: Fünfundsechzigster Band (Ergebnisse der Inneren Medizin und Kinderheilkunde, 65) (German Edition)

معرفی کتاب «Ergebnisse der Inneren Medizin und Kinderheilkunde: Fünfundsechzigster Band (Ergebnisse der Inneren Medizin und Kinderheilkunde, 65) (German Edition)» نوشتهٔ H. W. Gerstenberg (auth.), M. v. Pfaundler, A. Schittenhelm (eds.)، منتشرشده توسط نشر Springer-Verlag Berlin Heidelberg در سال 1945. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

ZwiUinger: z. klin. Med. 130, 609 (1936). I. Einleitung. Durch die Einführung der Elektrokardiographie in die klinische Medizin sind die Möglichkeiten zur Diagnose von funktionellen Herzschäden sehr erweitert worden. Während es vorher nur gelang, die groben Rhythmusstörungen zu erkennen, treten im Ekg. dw beiden Elementarfunktionen des Herzens, die automatische Reizbildung und die Erregungsleitung, klar zutage, und jede krankhafte Beeinflussung dieser Funktionen führt zu einer Änderung des Kurvenverlaufs. Vergegenwärtigen wir uns den langen Weg, den die im Sinusknoten gebildete Erregung im Herzen zurückzulegen hat, so wird die große Mannigfaltigkeit der Leitungsstörungen verständlich, welche das Ekg. beim Herzkranken aufdecken kann. Wir haben von diesen die krankhaften Veränderungen der Erregungsleitung im Bereich der Ventrikel herausgegriffen und uns die Aufgabe gestellt, die Ergebnisse klinischer und experimenteller Forschung über die Entstehung und Entwicklung derartiger Leitungsstörungen aus dem in-und ausländischen Schrifttum zusammenzustellen und sie durch eige.ne Unter-H. W. Gerstenberg:1. Nach der alten klassischen Nomenklatur ist der Rechtsblock viel häufiger als der Linksblock Als Gründe werden angegeben: a) Der anatomische Verlauf des rechten Schenkels. Dieser sei leichter verletzlich und isolierten Schädigungen eher zugänglich (vgl. Abb. 1).b) Die Gefll.ßversorgung des rechten Schenkels. Da der rechte Schenkel nur im Versorgungsgebiet des Ramus desc. ant. der Art. cor. sinistra gele.gen sei, der linke Schenkel dagegen von der rechten und linken Coronararterie versorgt würde, sei der rechte Schenkel bei ischämischen Prozessen stärker gefährdet.2. Nach der neuen Nomenklatur finrlen sich typische Blockkurven häufiger als Ausdruck einer Unterbrechung des linken Schenkels. Es werden folgende Gründe angegeben: a) Eine Mehrbelastung der linken Kammer wird klinisch viel häufiger beobachtet als die der rechten Kammer. Dabei entwickeln sich Leitungsverzögerungen im Bereich des linken Schenkels, die anatomisch durch eine Verlängerung des Schenkels infolge der Kammerdilatation, funktionell durch eine verlangsamte Leitungsgeschwindigkeit in dem geschädigten Schenkel ihre Erklärung finden. Praktisch kommt dies darin zum Ausdruck, daß fließende Übergänge bestehen zwischen dem Verspätungs-Ekg. (Weber) und dem typischen Schenkelblockbild.b) Neben den typischen müssen die atypischen Schenkelblockkurven berücksichtigt werden (Wilson), die fast ausschließlich den rechten Sche,1kel betreffen. Rechnet man diese zu den typischen Rechtsblöcken hinzu, so wird der große Unterschied in der Links-und Rechtslokalisation ziemlich ausgeglichen (von Zarday). Bayley gibt dann das Verhältnis mit 103: 70 an, Wir selbst fanden eine Beziehung von 55: 53.Die von der klassischen Schule ins Feld geführten Unterschiede in der Gefäßversorgung beider Schenkel mögen dazu beitragen, daß der rechte Schenkel relativ häufig bei Vorderwandinfarkten betroffen ist, das Ekg. zeigt aber in diesen Fällen oft das Bild des Wilson-Bloeks, also einer atypischen rechtsseitigen Schenkelblockform. Schließlich sind hier die jüngsten experimentellen Befunde von Unghvary zu erwähnen, nach denen es möglich ist, daß sowohl die häufige als auch die seltene Form des typischen Schenkelblocks die Folge einer Leitungsunterbrechung im linken Schenkel ist und nur der sog. Wilson-Block eine Unterbrechung im rechten Schenkel anzeigt.Im übrigen ist ja nicht nur das Schenkelblock-Ekg. durch das fast aus schließliehe Vorkommen des Linkstyps gekennzeichnet, sondern beim Verspätungs-Ekg. und beim sog. Verzweigungsblock finden sich genau die gleichen Verhältnisse: auch hier ist in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle die Hauptschwankung in Ableitung I nach aufwärts und in Ableitung III nach abwärts gerichtet. Es hängt dies sicher damit zusammen, daß der linke Ventrikel weitaus häufiger von pathologischen Veränderungen betroffen wird, die im Gefolge einer Coronarsklerose eintreten, als der rechte. B,üchner hat wiederholt darauf hingewiesen, daß disseminierte Nekrosen im linken Ventrikel viel öfter anzutreffen sind als im rechten.In den neuesten deutschen Veröffentlichungen ( JV eber, Lepeschkin, K ienle) setzt sich immer stärker die Anschauung durch, daß die neue Nomenklatur Die intraventrikulären Leitungsstörungen des Herzens. 11 die richtige ist. Wir haben sie deshalb den weiteren Ausführungen über den Schenkelblock zugrunde gelegt. 3. Kennzeichen des Schenkelblocks. Das Ekg. des klassischen Schenkelblocks weist folgende charakteristische Veränderungen auf: 1. QRS. ist deformiert und deutlich verbreitert (über 0,1 Sekunden). Die Anfangsschwankung beträgt mehr als ein Drittel des ganzen Ventrikelkomplexes. 2. Die Ausschläge der Hauptschwankung sind über die Norm vergrößert. 3. Die Anfangsschwankung ist in Ableitung I vorwiegend nach aufwärts, in Ableitung III vorwiegend nach abwärts gerichtet oder umgekehrt. Abb. 4. Schenkelblock, häufige Form. (Block des linken Schenkels.) Abb. 5. Schenkelblock, seltene Form. (Block des rechten Schenkels.) H. W. Gerstenberg: stärkeren Verzögerung der Erregungsleitung und bei vollständiger Leitungsunterbrechung in einem Schenkel gleichfalls in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch diese Verhältnisse lassen sich am einfachsten an dem Schema erläutern, welches das Bikardiogramm graphisch als Summenkurve zweier monophasischer Kurven darstellt. Bei der Erregungsverspätung in einem Schenkel (in Abb. 7 ist der linke gewählt) verschiebt sich • die untere monophasische Kurve als Ganzes nach rechts. Dadurch wird in der Summenkurve, wie bereits erläutert, die R-Zacke größer, zugleich aber senkt sich ST etwas unter die Isoelektrische, und die T-Zacke wird flacher. Bei einem stärkeren Grad der Verspätung wird ST in seinem Endteil noch stärker gesenkt, es nimmt einen nach oben konvexen Verlauf ein, und T wird negativ. Dieses gegensinnige Verhalten der QRS.-Gruppe und der T-Zacke ist ein sicheres Zeichen der Erregungsverspätung. Es wird natürlich am ausgeprägtesten sein, wenn die Leitung wie beim Schenkelblock vollständig unterbrochen ist. Hier ist die B Abb. 8, Die Achse der !liphasischen Deformierung bei Linksverspätung (.d) und bei Rechtsverspätung (B). (Nach Lepeschkin.) 5. Klinik des Schenkelblocks. a) Häufigkeit und Verteilung. Amerikanische Untersucher haben in einer Fünfjahresiibersicht folgende Beziehung des Schenkelblocks zu anderen Störungen der Reizbildung und Reizleitung ennittelt: auf 78 Schenkelblockfälle kamen 329 Fälle mit Vorhofflimmern, -20 Fälle mit Vorhofflattern, -Abb. 9. Altersverteilung beim Sehenkelblock.28 Fälle mit komplettem Block. Aus dieser Zusammenstellung geht hervor, daß der Schenkelblock keineswegs ein seltenes Syndrom von Herzerkrankungen ist. Insgesamt war beispielsweise der Schenkelblock ebenso häufig wie der Typhus und häufiger als die Polyarthritis. Front Matter....Pages i-iv Die intraventrikulären Leitungsstörungen des Herzens unter besonderer Berücksichtigung des klinischen Verlaufs und der Prognose....Pages 1-59 Die Ausbrecherform des Bronchuskrebses....Pages 60-138 Das Bronchialasthma und seine Behandlung....Pages 139-212 Zur Systematik und Klinik der hämolytischen Krankheiten: die chronische hereditäre hämolytische hypochrome Anämie mit Mikropoikilocytose bzw. Ovalocytose und Steigerung der osmotischen Erythrocytenresistenz....Pages 213-245 Leukämie und Nervensystem....Pages 246-351 Die Malariabehandlung mit intravenösen Adrenalininjektionen....Pages 353-383 Nicotinsäuremangel und die Pellagrafrage....Pages 384-444 Neue Ergebnisse der Coliforschung....Pages 445-503 Ulcuspersönlichkeit und Ulcuserlebnis....Pages 504-711 Back Matter....Pages 712-742 Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben. Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfangen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen fur die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfugung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden mussen.
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