Erdichtete Rituale: Die Eingeweideschau in der lateinischen Epik und Tragödie. Dissertationsschrift
معرفی کتاب «Erdichtete Rituale: Die Eingeweideschau in der lateinischen Epik und Tragödie. Dissertationsschrift» نوشتهٔ Christiane Nasse، منتشرشده توسط نشر BWV Berliner Wissenschafts-Verlag. in Franz Steiner Verlag GmbH در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Unterscheidung von etruskischem und römischem Opferritual gehört zu den Grundüberzeugungen der Religionsgeschichtsschreibung. Christiane Nasse zeigt, daß diese Annahme auf einer Fehlinterpretation der zentralen Quellen und Besonderheiten einer hundertjährigen Forschungsgeschichte beruht. Die Kritik führt zu Dekonstruktionen: Weder erscheint die Hypothese von einer Dichotomie der Eingeweideschau plausibel, noch ist eine 'Sakralsprachlichkeit', auf die sich die Forschung wesentlich stützt, hinreichend definiert. Mit der Frage nach dem Historisch-Referentiellen auf der einen und nach literarischen Verfremdungen auf der anderen Seite untersucht die Autorin zentrale Quellen zu diesem Schlachtritus. Sie zieht spätantike Texte von Vergil-Erklärern wie Servius und Macrobius heran sowie Gesetze aus dem Codex Theodosianus. In Einzelanalysen wirft sie ein neues Licht auf die poetischen Darstellungen klassischer Autoren wie Vergil, Ovid, Lucan, Seneca und Silius Italicus. Grundlage hierfür bilden die historisch-kritische Methode einerseits und Ansätze aus der Erzähltheorie andererseits. VORWORT INHALTSVERZEICHNIS EINLEITUNG 1 DIE HYPOTHESE VON EINER ETRUSKISCH-RÖMISCHEN DICHOTOMIE DER EINGEWEIDESCHAU 1.1 FORSCHUNGSGESCHICHTLICHE SKIZZE 1.2 REVISION DER HYPOTHESE 2 ZUR PROBLEMATIK EINER SAKRALEN TERMINOLOGIE FÜR DIE EINGEWEIDESCHAU: DAS BEISPIEL‚ CONSULERE‘ 2.1 DAS BEGRIFFLICHE UMFELD VON ‚EXTA CONSULERE‘ 2.2 ZUM SOGENANNTEN BEGRIFF ‚HOSTIA CONSULTATORIA‘ (MACR. SAT. 3,5,5 2.3 ZUM VERMEINTLICH SAKRALEN FACHBEGRIFF ‚EXTA CONSULERE‘ BEI SERVIUS (AEN. 4,64) 2.4 ZUM CODEX THEODOSIANUS UND DEM AUSDRUCK ‚SPIRANTIA EXTA CONSULERE‘ 2.5 ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN ZUR FRAGE EINER SAKRALEN TERMINOLOGIE 3 METHODEN ZU EINEM NEUANSATZ 3.1 QUELLENERMITTLUNG UND QUELLENAUSWAHL 3.2 METHODEN ZU EINER NEUBEARBEITUNG DER QUELLEN 3.3 BESTANDSAUFNAHME 4 DIDO (VERGIL, AENEIS 4,1–129) EINFÜHRUNG 4.1 EINGEWEIDESCHAU UND HOCHZEITSAUSPIZIUM 4.2 EINLEITENDE SKIZZIERUNG DES INHALTS 4.3 TEXT UND ÜBERSETZUNG DER ZENTRALEN STELLE 4.4 ZUM AUFBAU DES WEITEREN KONTEXTS (VERG. AEN. 4,1–129) 4.5 DIE HOCHZEITSTHEMATIK IN DER DIDO-EPISODE 4.6 DIE IM RITUAL ANGESPROCHENEN GOTTHEITEN: CERES, PHOEBUS, PATER LYAEUS, IUNO 4.7 ZU DEN AUSFÜHRENDEN IM RITUAL 4.8 DIE SUCHE NACH DEM ERGEBNIS AUS DER EINGEWEIDESCHAU – DIE LITATIO 4.9 DER ZEITLICHE RAHMEN FÜR DIE RITUELLEN TÄTIGKEITEN 4.10 ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN 5 CIPUS (OVID, METAMORPHOSEN 15,565–621) EINFÜHRUNG 5.1 TEXT UND ÜBERSETZUNG 5.2 DER SZENISCHE AUFBAU 5.3 SKIZZIERUNG DES INHALTS 5.4 FUNKTIONSWANDEL IM KONTEXT DER ÜBERLIEFERUNGEN 5.5 DIE FUNKTION DER CIPUS-EPISODE IM NARRATIVEN KONTEXT 5.6 ZUR ERZÄHLTEN ZEIT 5.7 DIE GOTTHEITEN 5.8 DIE IM RITUS HANDELNDEN: CIPUS UND EIN HARUSPEX 5.9 ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN 6 ARRUNS (LUCAN, BELLUM CIVILE 1,584–638) EINFÜHRUNG 6.1 EINLEITENDE SKIZZIERUNG DES INHALTS UND DER KONTEXT 6.2 TEXT UND ÜBERSETZUNG 6.3 DER AUFBAU 6.4 SKIZZIERUNG DES INHALTS 6.5 DIE NARRATIVE ZEIT 6.6 DIE GÖTTER 6.7 DIE AUSFÜHRENDEN 6.8 ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN 7 TIRESIAS UND MANTO (SENECA, OEDIPUS 291–402) EINFÜHRUNG 7.1 EINLEITENDE SKIZZIERUNG DES INHALTS BIS ZUR EINGEWEIDESCHAU 7.2 TEXT UND ÜBERSETZUNG 7.3 DER SZENISCHE AUFBAU 7.4 SKIZZIERUNG DER EINGEWEIDESCHAU 7.5 VORLAGEN UND TRADITION 7.6 DAS LITERARISCHE PERSONAL 7.7 DIE NARRATIVE ZEIT 7.8 ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN 8 ATREUS (SENECA, THYESTES 641–788) EINFÜHRUNG 8.1 SKIZZIERUNG DES INHALTS UND DER SITUATION BIS ZUM RITUAL 8.2 TEXT UND ÜBERSETZUNG 8.3 DER SZENISCHE AUFBAU DES RITUALBERICHTS 8.4 SKIZZIERUNG DES PERVERTIERTEN SCHLACHTRITUALS 8.5 DER KONTEXT VON STERBEN UND BESTATTUNG 8.6 DIE ZEITLICHE ANALYSE 8.7 DAS LITERARISCHE PERSONAL 8.8 ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN 9 HANNIBAL (SILIUS ITALICUS, PUNICA 1,81–139) EINFÜHRUNG 9.1 DER NÄHERE KONTEXT UND DAS PROOEM 9.2 TEXT UND ÜBERSETZUNG 9.3 DER AUFBAU 9.4 SKIZZIERUNG DES INHALTS 9.5 DIE GOTTHEITEN 9.6 DIE AUSFÜHRENDEN IM RITUAL 9.7 DIE ERZÄHLTE ZEIT IM RITUAL 9.8 ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN 10 EIN FAZIT AUS DEN LITERARISCHEN ANALYSEN 10.1 STATUS UND VERÄNDERUNG: DAS ÜBERSCHREITEN VON GRENZEN 10.2 PERSÖNLICHES SCHICKSAL UND STAATSWOHL 10.3 OMINA ODER PRODIGIEN? 10.4 DIE KOMMUNIKATION MIT DEN GÖTTERN 10.5 DIE RELIGIÖSEN EXPERTEN UND MITTELSPERSONEN 10.6 DAS ERGEBNIS – KUNDTUN UND VERBERGEN 10.7 DAS MOTIV DER MANTIK 10.8 ZWISCHEN ADAPTION RÖMISCHER KULTVERHÄLTNISSE UND LITERARISCHER VERFREMDUNG ZUSAMMENFASSUNG LITERATURVERZEICHNIS REGISTER
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