Erdbeben in der Geschichtsschreibung des Früh- und Hochmittelalters : Ursprung, Verständnis und Anwendung einer spezifisch mittelalterlichen Traditionsbildung
معرفی کتاب «Erdbeben in der Geschichtsschreibung des Früh- und Hochmittelalters : Ursprung, Verständnis und Anwendung einer spezifisch mittelalterlichen Traditionsbildung» نوشتهٔ Schellbach, Konrad، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2021. این کتاب در فرمت epub، زبان آلمانی ارائه شده است.
"Terrae motus factus est magnus". In diesen und ähnlichen Worten erinnern mittelalterliche Geschichtsschreiber stets an das verspürte Eintreten von Erdbeben. Für die ereignisgeschichtliche Rekonstruktion der historischen Seismizität besitzt das Verständnis, dieser seit dem Frühmittelalter zunehmend standardisiert gebrauchten Narrativen, einen hohen Wert. Daher ist es wichtig, mit den bislang nahezu unerkannt geblieben Intentionen, Vorstellungsstrukturen und Argumentationsstrategien früh- und hochmittelalterlicher Geschichtsschreiber bekannt zu werden. Ausgehend von den antiken Ursprüngen ermittelt diese Arbeit die Bandbreite einer auf "terrae motus" aufbauenden, spezifisch mittelalterlichen Traditionsbildung und setzt sie in den Kontext zum Wissens- und Erfahrungshorizont früh- und hochmittelalterlicher Gelehrter. Erdbeben besaßen ein außerordentliches hermeneutisches Potential für das mittelalterliche Weltverständnis. Somit sind mittelalterliche Erdbebenbeschreibungen hinsichtlich ihrer deskriptiven Qualität und argumentativen Wertigkeit verschieden. Die Historiographie- und Ideengeschichte sowie die seismologische Parametrisierung von mittelalterlichen Erdbeben wird von diesem Wissen gleichermaßen profitieren.
The investigation of catastrophes from a historical perspective using highly interdisciplinary approaches is now a very dynamic field of research. History, archaeology, social anthropology, sociology, literary studies, philosophy, theology, climatology and geography are just some of the disciplines making vital contributions. Together they seek to understand how past and present societies have perceived, interpreted, coped with and remembered extreme events and what kinds of long-term adaptation strategies have been developed. Methodological considerations on the nature of hazards, risk, vulnerability and resilience are key issues as well. This series is open for publications in both German and English and focuses on monographs (including printed versions of excellent dissertations and theses) as well as edited volumes.