Epistemische Tugenden : Zur Geschichte und Gegenwart eines Konzepts
معرفی کتاب «Epistemische Tugenden : Zur Geschichte und Gegenwart eines Konzepts» نوشتهٔ Hackler, Ruben (editor);Gelhard, Andreas (editor);Zanetti, Sandro (editor)، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Epistemische Tugenden sind Eigenschaften des forschenden Subjekts, die in wissenschaftlichen Kulturen als Bedingung für die Produktion, Vermittlung oder den Erwerb von Wissen angesehen werden. Sie lassen sich nicht auf ein abstraktes Sollen reduzieren, wie es oft von Ethikkommissionen oder politischen Bewegungen an die Wissenschaft herangetragen wird. Die methodische Erzeugung von Wissen wäre kaum möglich, wenn es nicht erkenntnisfördernde Tugenden wie Geduld, Aufmerksamkeit, Genauigkeit, Intuition, Wahrhaftigkeit, Neugierde, Strenge oder Zuverlässigkeit gäbe, die den an sich prekären Erkenntnisprozess stabilisieren und in eine bestimmte Richtung lenken. Die Beiträge dieses Sammelbandes befassen sich mit epistemischen Tugenden aus (wissenschafts-)historischer, philosophischer, medien- und literaturwissenschaftlicher Perspektive. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Verhältnis von wissenschaftlichen und soziokulturellen beziehungsweise moralischen Normen. Cover Titel Inhaltsverzeichnis Andreas Gelhard, Ruben Hackler, Sandro Zanetti: Einleitung Begriffliche Fragen Oliver Nievergelt: Zum integrativen Potenzial epistemischer Tugenden in der Epistemologie Jens Kertscher: Aristoteles – ein Tugendepistemologe? Andreas Gelhard: Pluralismus und Unparteilichkeit Kants epistemische Asketik Raymond Geuss: Vix intellegitur: Unklarheit als Tugend Disziplinäre und historische Analysen Martin Mulsow: Das numismatische Selbst Epistemische Tugenden eines Münzzeichners Tanja Paulitz: Objektive Distanz – subjektives Gefühl Wissenschaftskultur, Geschlecht und die Praxis des Erkennens und Erfindens in den Technikwissenschaften Katja Sabisch: „Die Menschlichkeit nicht vergessen“ Zum Wandel der epistemischen Tugenden im 18. und 19. Jahrhundert am Beispiel des medizinischen Menschenversuchs Ruben Hackler: „daß er sich nicht anlügen lasse“ Über einige sozioepistemische Tugenden des Richters Cornelia Zumbusch: Entsagung und Apathie Goethes epistemische (Un-)Tugenden Perspektiven der Wissenschaftsforschung Lorraine Daston: Objektivität und Unparteilichkeit Epistemische Tugenden in den Geisteswissenschaften Markus Krajewski: Geisteswissenschaftliche Genauigkeit Zwischen epistemischer Tugend und medialer Praktik Sandro Zanetti: „Die Quellen haben ein Vetorecht“ Implikationen, Chancen, Probleme eines Topos Martin Doll: Epistemische Untugenden Über wissenschaftliches Fälschen im moralischen Sinne Zu den Autorinnen und Autoren Personenregister Sachregister Epistemische Tugenden sind Eigenschaften des forschenden Subjekts, die in wissenschaftlichen Kulturen als Bedingung für die Produktion, Vermittlung oder den Erwerb von Wissen angesehen werden. Sie lassen sich nicht auf ein abstraktes Sollen reduzieren, wie es oft von Ethikkommissionen oder politischen Bewegungen an die Wissenschaft herangetragen wird. Die methodische Erzeugung von Wissen wäre kaum möglich, wenn es nicht erkenntnisfördernde Tugenden wie Geduld, Aufmerksamkeit, Genauigkeit, Intuition, Wahrhaftigkeit, Neugierde, Strenge oder Zuverlässigkeit gäbe, die den an sich prekären Erkenntnisprozess stabilisieren und in eine bestimmte Richtung lenken. Die Beiträge dieses Sammelbandes befassen sich mit epistemischen Tugenden aus (wissenschafts- )historischer, philosophischer, medien- und literaturwissenschaftlicher Perspektive. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Verhältnis von wissenschaftlichen und soziokulturellen beziehungsweise moralischen Normen Ohne erkenntnisfördernde Tugenden wie Geduld, Aufmerksamkeit, Genauigkeit, Intuition, Unparteilichkeit, Wahrhaftigkeit, Neugierde, Strenge oder Zuverlässigkeit wäre die methodische Hervorbringung, Darstellung und Vermittlung von Wissen kaum möglich. Die Beiträge dieses Bandes analysieren solche Eigenschaften aus primär (wissenschafts-)historischer Perspektive als epistemische Tugenden
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