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Entnazifizierung in Mecklenburg-vorpommern: Herrschaft Und Verwaltung 1945-1948 (Studien Zur Zeitgeschichte) (German Edition)

معرفی کتاب «Entnazifizierung in Mecklenburg-vorpommern: Herrschaft Und Verwaltung 1945-1948 (Studien Zur Zeitgeschichte) (German Edition)» نوشتهٔ Melis, Damian van، منتشرشده توسط نشر OLDENBOURG WISSENSCHAFTSVERLAG در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Entnazifizierung diente in der Sowjetischen Besatzungszone nicht nur der Bestrafung politisch Belasteter und ihrer Entfernung aus öffentlichen Schlüsselstellungen, sondern zugleich auch der Umgestaltung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Die vorliegende Arbeit zeigt am Beispiel Mecklenburg-Vorpommern, einem der fünf Länder der SBZ, daß die deutschen Kommunisten und die sowjetische Besatzungsmacht die Personalpolitik schon unmittelbar nach Kriegsende in rigoroser Weise dafür instrumentalisierten, einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbruch durchzusetzen und die eigene Diktatur aufzubauen. Dabei kam der Verwaltung eine zentrale Rolle zu, da sie in fast allen sozialen und politischen Umwälzungen eine Schlüsselrolle einnahm. Im öffentlichen Dienst fand daher ein tiefgreifender Personalaustausch statt, der bereits Ende 1945 abgeschlossen war. Seit 1945/46 wurde die staatliche Administration zu einer "Kaderverwaltung" umgestaltet, zu deren spezifisch "volksdemokratischen" Zügen es gehörte, fachliche Anforderungen hinter die Loyalität zur KPD/SED zurückzustellen Die Wiederaufnahme der Entnazifizierung seit 1947 diente dementsprechend weniger zur Ahndung von politischen Belastungen aus der NS-Zeit als zur Disziplinierung und Ausschaltung politischer Gegner der SED-Herrschaft, so daß dieser schließlich ein loyaler Verwaltungsapparat als eine ihrer wichtigsten Stützen zur Verfügung stand. Vorwort Einleitung I. Auferstanden aus Ruinen - Chaos und Verwaltungsbruch 1. Herrschaft im Zusammenbruch - Mecklenburg im Sommer 1945 Die Stunde Eins Entstehung lokaler Verwaltungsorgane Ausdifferenzierung des Herrschaftssystems - Die Etablierung der Landesverwaltung „Selbstverwaltung muß zentral gelenkt werden“ 2. Entnazifizierung und Verwaltungsbruch Spontan und lokal: Erste Abrechnungen Entnazifizierung und Personalpolitik auf Landesebene Vereinheitlichung und Abschluß der Entnazifizierung 3. Das Ende für einen Neuanfang II. Aufbruch in die Normalität:,Kaderverwaltung‘ und Reintegration 1. Aufbau der Kaderverwaltung Leistungsprämie statt Entnazifizierung Bürokratie und Sozialismus Anforderungen einer Kaderverwaltung Verschiebung des ,Säuberungs‘-Profils: SED- statt NS-Bezug 2. Das Personalamt Die Informationszentrale Monopolisierung trotz präsidialer Kritik 3. Antifaschismus und Reintegration: Die ehemaligen Parteigenossen in der neuen Gesellschaft Parteigenossen als neue Parteimitglieder Parteigenossen als Wähler Parteigenossen als loyale Antifaschisten und Untertanen III. Die Neuauflage der Entnazifizierung 1. Der zweite Anlauf - Die Kontrollratsdirektive Nr. 24 2. Das lange Ende - Der SMAD-Befehl Nr. 201 Vorbereitungen zur Durchführung des Befehls in Schwerin und Berlin Die neuen Entnazifizierungskommissionen 3. Strukturelle Veränderungen bei Justiz und Polizei: Auf dem Weg zu einer neuen Innen- und Sicherheitspolitik Die Aufgaben der Polizei bei der Entnazifizierung Justiz und Entnazifizierung 4. Bürgerlicher Widerspruch Entnazifizierung und Gewerbepolitik Parlamentarisches Revisionsrecht oder autoritäre Regierungsentscheidungen? 5. Kontinuitäten seit 1948: Ende der Entnazifizierung - Anfang der DDR IV. Bilanz Abkürzungen Quellen und Literatur Statistiken Personenregister Main description: Die Entnazifizierung diente in der Sowjetischen Besatzungszone nicht nur der Bestrafung politisch Belasteter und ihrer Entfernung aus öffentlichen Schlüsselstellungen, sondern zugleich auch der Umgestaltung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Die vorliegende Arbeit zeigt am Beispiel Mecklenburg-Vorpommern, einem der fünf Länder der SBZ, daß die deutschen Kommunisten und die sowjetische Besatzungsmacht die Personalpolitik schon unmittelbar nach Kriegsende in rigoroser Weise dafür instrumentalisierten, einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbruch durchzusetzen und die eigene Diktatur aufzubauen. Dabei kam der Verwaltung eine zentrale Rolle zu, da sie in fast allen sozialen und politischen Umwälzungen eine Schlüsselrolle einnahm. Im öffentlichen Dienst fand daher ein tiefgreifender Personalaustausch statt, der bereits Ende 1945 abgeschlossen war. Seit 1945/46 wurde die staatliche Administration zu einer "Kaderverwaltung" umgestaltet, zu deren spezifisch "volksdemokratischen" Zügen es gehörte, fachliche Anforderungen hinter die Loyalität zur KPD/SED zurückzustellen Die Wiederaufnahme der Entnazifizierung seit 1947 diente dementsprechend weniger zur Ahndung von politischen Belastungen aus der NS-Zeit als zur Disziplinierung und Ausschaltung politischer Gegner der SED-Herrschaft, so daß dieser schließlich ein loyaler Verwaltungsapparat als eine ihrer wichtigsten Stützen zur Verfügung stand. Aus der Presse: "Auf Grundlage der detailliert beschriebenen personalpolitischen und verwaltungstechnischen Abläufe zeichnet der Autor ein komplexes Bild von einer verwaltungsgeschützten Herrschaft der SED, die vom Anspruch geprägt war, die Entwicklung der Gesellschaft möglichst vollständig politisch lenken zu können." Deutschland Archiv 1/2001 Review quote. A quote from a review of the product: "Auf Grundlage der detailliert beschriebenen personalpolitischen und verwaltungstechnischen Abläufe zeichnet der Autor ein komplexes Bild von einer verwaltungsgeschützten Herrschaft der SED, die vom Anspruch geprägt war, die Entwicklung der Gesellschaft möglichst vollständig politisch lenken zu können." Deutschland Archiv 1/2001 Damian Van Melis. Originally Presented As The Author's Thesis (doctoral)--münster (westfalen), 1996. Includes Bibliographical References (p. 339-355) And Index.
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