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Entgrenzte Gewalt in der kolonialen Peripherie: Die Kolonialkriege in "Deutsch-Südwestafrika" und die "Sioux Wars" in den nordamerikanischen Plains

معرفی کتاب «Entgrenzte Gewalt in der kolonialen Peripherie: Die Kolonialkriege in "Deutsch-Südwestafrika" und die "Sioux Wars" in den nordamerikanischen Plains» نوشتهٔ Daniel Karch، منتشرشده توسط نشر BWV Berliner Wissenschafts-Verlag. in Franz Steiner Verlag GmbH در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

"Die Politik und die Kriege der Vereinigten Staaten gegenüber den indigenen Völkern der nordamerikanischen Plains von 1854 bis 1877 sowie die des Deutschen Reichs gegenüber den indigenen Völkern Südwestafrikas von 1894 bis 1907 bilden den Ausgangspunkt dieser Studie. Damit nimmt Daniel Karch zwei asymmetrische, transkulturelle Konflikte in den Blick, die in einer Zeit imperialer und kolonialer Machtentfaltung um die Expansion und Konsolidierung von Herrschaft geführt wurden. In beiden Fällen führte die Eskalation der Gewalt schließlich zu einer systematischen und umfassenden Zerstörung indigener Lebensgrundlagen. Ausgehend von einer Analyse dieser Konflikte sucht Karch nach Mustern und Erklärungen für das historische Phänomen entgrenzter Gewalt gegen indigene Bevölkerungen in der kolonialen Peripherie bzw. in Räumen begrenzter Staatlichkeit. Damit verbunden ist auch die Frage nach der Bedeutung und Tragfähigkeit des Genozid-Konzepts für die Untersuchung und Bewertung von Gewalt in derartigen Fällen." -- From publisher's website INHALTSVERZEICHNIS DANKSAGUNG VORBEMERKUNGEN ZUR TERMINOLOGIE UND DEN BENENNUNGSPROBLEMEN 1 EINLEITUNG 1.1 ZUR ENTGRENZUNG VON GEWALT IM MILITÄRISCHEN KONTEXT. EINE ANNÄHERUNG 1.2 ZUR EXKLUSIVITÄT UND KONTINUITÄT ENTGRENZTER GEWALT IM KOLONIALEN KONTEXT 1.3 ZU DEN VERGLEICHSFÄLLEN. ANSATZ, FRAGESTELLUNG UND AUSWAHL 1.4 ZUR METHODE. KOMPARATIVE GEWALTFORSCHUNG UND REFERENZRAHMENANALYSE 1.5 ZUR QUELLENLAGE 1.5.1 US-amerikanische Bestände 1.5.2 Deutsche Bestände 1.6 ZUM ERKENNTNISINTERESSE. EIN RESÜMEE 2 „VÖLKERMORDE“? TERMINOLOGISCHE GRUNDLEGUNGEN 2.1 GEWALT UND MODERNE – EIN AMBIVALENTES VERHÄLTNIS 2.2 ZUR ENTWICKLUNG DES MENSCHENRECHTSSCHUTZES IM VÖLKERRECHT 2.3 DIE NEUGESTALTUNG DES VÖLKERRECHTS UNTER DEN EINDRÜCKEN DES ERSTEN WELTKRIEGES 2.4 RAPHAEL LEMKIN – „VATER DER VÖLKERMORDKONVENTION“ 2.5 DIE SANKTIONIERUNG GENOZIDALER VERBRECHEN DURCH DAS VÖLKERRECHT 2.6 DIE „GENOZIDKONVENTION“ DER VEREINTEN NATIONEN 2.7 STRAFRECHTLICHE DIMENSIONEN 2.8 DER VÖLKERMORDBEGRIFF IN DEN GESCHICHTS- UND SOZIALWISSENSCHAFTEN 2.9 GRENZEN UND MÖGLICHKEITEN EINER FORSCHUNGSPERSPEKTIVE 2.10 RESÜMEE. ZUR KATEGORISIERUNG UND KLASSIFIZIERUNG VON MASSENGEWALT 3 FALLANALYSE. STAATENBILDUNG ALS GEWALTAKT 3.1 DEUTSCH-SÜDWESTAFRIKA. EINE FRÜHE „ÜBUNG IN SOZIALTECHNOLOGIE“? 3.1.1 Land, indigene Gruppen und deutsche Inbesitznahme 3.1.2 Vorgeschichte und Ursachen des Krieges von 1904 bis 1907 3.1.3 Der Krieg von 1904 bis 1907 3.1.4 Konzentrationslager und Zwangsarbeit. Die „Bilanz“ des Krieges 3.2 DIE VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA. „O’ER THE LAND OF THE FREE...?“ 3.2.1 Die „Indianerfrage“. Ein Blick auf die indigenen Völker der nördlichen Plains 3.2.2 Der Konflikt bahnt sich an. Die ersten Sioux-Kriege 3.2.3 Der Beginn der Kämpfe in den nördlichen Plains 3.2.4 Military Indian Policy 3.2.5 Der Sioux War, 1874–1877 4 VERGLEICH UND VERGEGENWÄRTIGUNG. ZUR KULTUR UND DYNAMIK EXTREMER GEWALT 4.1 WANDEL DER ERINNERUNGSKULTUR(EN) 4.1.1 „Koloniale Wurzeln der NS-Ideologie?“ Kolonialdiskurs und Erinnerungspolitik 4.1.2 „Winning of the West“ – Geschichtsbild und Erinnerungskultur in den USA 4.1.3 Resümee 4.2 GEWALTPOLITIK UND GEWALTENTGRENZUNG IN DER KOLONIALEN PERIPHERIE. ERKLÄRUNGSVERSUCHE 4.2.1 Räumliche Aspekte und militärische Obsessionen: „Feldzüge gegen die Natur“ 4.2.2 Systemische Aspekte: „Kleine Kriege“ 4.2.3 Kollektive Aspekte: Siedler und Siedlungskolonien 4.2.4 Strukturale und funktionale Aspekte: Identitäts- und Staatsbildungsprozesse 4.2.5 Personale und sozialpsychologische Aspekte: Soldaten und „ihre“ Situation 4.3 „... PLANMÄßIGE SCHÄDIGUNG DER FEINDLICHEN BEVÖLKERUNG“? GEWALTENTGRENZUNGEN IN DER KOLONIALEN PERIPHERIE. RESÜMEE UND AUSBLICK. ANHANG ABBILDUNGEN, BILDANALYSEN UND DISKURSANALYTISCHE SCHLAGLICHTER 1 Deutsch-Südwestafrika 2 Vereinigte Staaten von Amerika ABBILDUNGSVERZEICHNIS ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS Archivalische Text- und Bildquellen Gedruckte Quellen und zeitgenössische Literatur Literatur (gedruckt und digital) Die Politik und die Kriege der Vereinigten Staaten gegenüber den indigenen Völkern der nordamerikanischen Plains von 1854 bis 1877 sowie die des Deutschen Reichs gegenüber den indigenen Völkern Südwestafrikas von 1894 bis 1907 bilden den Ausgangspunkt dieser Studie. Damit nimmt Daniel Karch zwei asymmetrische, transkulturelle Konflikte in den Blick, die in einer Zeit imperialer und kolonialer Machtentfaltung um die Expansion und Konsolidierung von Herrschaft geführt wurden. In beiden Fällen führte die Eskalation der Gewalt schliesslich zu einer systematischen und umfassenden Zerstörung indigener Lebensgrundlagen. Ausgehend von einer Analyse dieser Konflikte sucht Karch nach Mustern und Erklärungen für das historische Phänomen entgrenzter Gewalt gegen indigene Bevölkerungen in der kolonialen Peripherie bzw. in Räumen begrenzter Staatlichkeit. Damit verbunden ist auch die Frage nach der Bedeutung und Tragfähigkeit des Genozid-Konzepts für die Untersuchung und Bewertung von Gewalt in derartigen Fällen
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