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Emotion, Narration und Ethik: Zur ethischen Relevanz antizipatorischer Emotionen in Parabeln des Matthäus-Evangeliums. Kontexte und Normen ... Untersuchungen zum Neuen Testament 2. Reihe)

معرفی کتاب «Emotion, Narration und Ethik: Zur ethischen Relevanz antizipatorischer Emotionen in Parabeln des Matthäus-Evangeliums. Kontexte und Normen ... Untersuchungen zum Neuen Testament 2. Reihe)» نوشتهٔ Tanja Dannenmann، منتشرشده توسط نشر JCB Mohr (Paul Siebeck) در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Obgleich seit der Jahrtausendwende der emotional turn in den Wissenschaften weitläufig Einzug hält, finden Emotionen in der neutestamentlichen Exegese noch immer kaum Beachtung. Diesem Desiderat begegnend entwickelt Tanja Dannenmann anhand emotionspsychologischer und literaturwissenschaftlicher Methoden ein Modell des emotionalen Rezeptionsvorgangs, auf dessen Basis die emotive Leserlenkung eines Erzähltextes mittels narratologischer Methoden sorgfältig analysiert werden kann. Diese "emotive Heuristik" wird exemplarisch an drei Parabeln des Matthäus-Evangeliums durchgeführt (Mt 18,21-35; 24,45-51; 25,14-30). Dabei zeigt sich, dass die starken emotiven Elemente der matthäischen Parabeln die zeitliche Begründungsstruktur ihrer ethischen Forderungen zu verstärken vermögen. Die Arbeit dient somit sowohl der Vervollständigung einer holistischen Exegese als auch der Untersuchung narrativ vermittelter Ethik. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis Abbildungs- und Tabellenverzeichnis Einleitung 1. Thematische Annäherung 2. Ziele und Vorgehen Teil I: Grundlagen Kapitel 1: Thematische Horizonte 1. Der Emotional Turn: Einblick in ausgewählte Bereiche der Emotionsforschung 1.1 Das wachsende Interesse an Emotionen auf verschiedenen Forschungsgebieten 1.2 Emotionen in der neutestamentlichen Exegese 1.2.1 Annäherungen des 20. Jahrhunderts 1.2.2 Exegetische Emotionsforschungen im 21. Jahrhundert 1.2.3 Emotionen in der Evangelienforschung 2. Emotionen und narrative Ethik im Matthäus-Evangelium 3. Gegenstandsbestimmung, Abgrenzungen und Einordnungen 4. Resümee Kapitel 2: Die ethische Relevanz der Emotionen 1. Emotionen in der Antike 1.1 Außerbiblische Hintergründe 1.1.1 Emotionen als Daimon in der griechischen Götterverehrung 1.1.2 Der Dualismus: Platon 1.1.3 Vernünftige Regulierung: Aristoteles 1.1.4 Affektkontrolle und -unterdrückung: Stoa, Epikureismus und Skeptizismus 1.1.5 Emotive Persuasion: Die Rhetorik 1.1.6 Emotionen und die Beziehung zu Gott im Frühjudentum 1.2 Emotionen im biblischen Kanon 1.2.1 Emotionen im Alten Testament 1.2.2 Emotionen im Neuen Testament 1.3 Ergebnisse 2. Die Auswirkungen von Emotionen aus naturwissenschaftlicher Perspektive 2.1 Die Rolle von Emotionen und Empathie in der Evolutionsbiologie 2.2 Kognitive Auswirkungen von Emotionen 2.3 Behaviorale Auswirkungen von Emotionen 2.4 Emotionen und Moral 2.5 Ergebnisse 3. Die Aufnahme von Emotionen in ethischen Ansätzen 3.1 Martha C. Nussbaum: Reziprokes Verhältnis zwischen Emotionen und Ethik 3.2 Christoph Ammann: Emotionen als Gravitationszentren der Moral 3.3 Klaas Huizing: „Schäme dich!“ als erster ethischer Imperativ 3.4 Ergebnisse 4. Emotionen und narrative Ethik 4.1 Ethische Sprachformen im Neuen Testament 4.2 Narration und Emotion 4.3 Situation und Moral 4.4 Narrative Ethik: narrative Mimesis moralischer Situationen 4.4.1 Die empathische Erschließung moralischer Situationen in Narrationen 4.4.2 Stärken einer narrativ-emotiven Ethik 4.5 Parabeln: emotive, metaphorische und ethische Narrationen 4.6 Ergebnisse 5. Resümee: Notwendigkeit einer gezielt emotiven Textanalyse Teil II: Methodik einer „emotiven Heuristik“ Kapitel 3: Eine „emotive Heuristik“ zur Analyse narrativer Ethik 1. Die exegetisch-methodische Berücksichtigung von Emotionen 1.1 Emotionen in Methoden der Exegese: ein Forschungsüberblick 1.2 Ergebnis: Ermangelung einer „emotiven Heuristik“ für die Exegese 1.3 Einbindungsvorschlag in den Methodenkanon 1.4 Ergebnisse 2. Methodik einer „emotiven Heuristik“ 2.1 Notwendige Vorüberlegungen 2.1.1 Die richtigen Fragen stellen 2.1.2 Der Mechanismus der emotionalen Textrezeption: ein Vorschlag 2.1.3 Zwischenergebnisse 2.2 Ein „Werkzeugkoffer“ für eine „emotive Heuristik“ 2.2.1 Die Methodik 2.2.2 Die Emotionskonzeption 2.2.3 Die Auslöser der Rezeptionsemotionen 2.2.4 Die Intensität der Rezeptionsemotionen 2.2.5 Ein heuristisches Raster zur Abfrage möglicher Rezeptionsemotionen 2.3 Ergebnisse Teil III: Emotionen und Ethik im Matthäus-Evangelium Kapitel 4: Emotionen im Matthäus-Evangelium 1. Aufstellung der explizit im Evangelium genannten Emotionen 2. Evaluation der Emotionen hinsichtlich ihrer ethischen Relevanz 2.1 Überblick über die verwendeten Emotionen 2.2 Evaluation der einzelnen Emotionskomplexe 2.2.1 Furcht: φοβέομαι κτλ., μεριμνάω κτλ., δειλός, ἐντρέπω, θροέω, ἀδημονέω 2.2.2 Freude: χαίρω κτλ., εὐδοκέω, μακάριος, ἀγαλλιάω 2.2.3 Ärger: σκανδαλίζω κτλ., ἀγανακτέω 2.2.4 Liebe: ἀγαπάω κτλ., φιλέω κτλ. 2.2.5 Mitleid: ἐλεέω κτλ., σπλαγχνίζομαι 2.2.6 Überraschung: ταράσσω, ἐκπλήσσω, θαυμάζω κτλ., ἐξίστημι 2.2.7 Trauer: πενθέω, κόπτομαι, λυπέω κτλ. 2.2.8 Reue: μετανοέω κτλ., μεταμέλομαι 2.2.9 Verachtung: ἐμπαίζω, καταφρονέω, καταγελάω 2.2.10 Dankbarkeit: εὐλογέω, εὐχαριστέω 2.2.11 Zorn: θυμόω, ὀργίζω κτλ. 2.2.12 Hass: μισέω 2.2.13 Neid: ἀγανακτέω, ὁ φθόνος 2.2.14 Hoffnung: θαρσέω, ἐλπίζω 2.2.15 Sanftmut: πραΰς 2.2.16 Emotionslosigkeit: ἡ σκληροκαρδία 3. Resümee Kapitel 5: Emotive Analyse ausgewählter matthäischer Parabeln 1. Die Auswahl der Texte 2. Vorgehen 3. Erinnernde Dankbarkeit: Die Parabel vom unbarmherzigen Sklaven (Mt 18,23–35) 3.1 Vorbemerkungen 3.2 Die Emotionskonzeption 3.2.1 Direkt 3.2.2 Indirekt 3.3 Die Rezeptionsemotionen 3.3.1 Situationen/Geschehnisse 3.3.2 Figuren 3.3.3 Raum 3.3.4 Zeit 3.4 Ergebnisse 4. Das konstante Glück: Die Parabel vom treuen oder bösen Sklaven (Mt 24,45–51) 4.1 Vorbemerkungen 4.2 Die Emotionskonzeption 4.2.1 Direkt 4.2.2 Indirekt 4.3 Die Rezeptionsemotionen 4.3.1 Situationen/Geschehnisse 4.3.2 Figuren 4.3.3 Raum 4.3.4 Zeit 4.4 Ergebnisse 5. Wenn Angst am Handeln hindert: Die Parabel von den anvertrauten Geldern (Mt 25,14–30) 5.1 Vorbemerkungen 5.2 Die Emotionskonzeption 5.2.1 Direkt 5.2.2 Indirekt 5.3 Die Rezeptionsemotionen 5.3.1 Situationen/Geschehnisse 5.3.2 Figuren 5.3.3 Raum 5.3.4 Zeit 5.4 Ergebnisse 6. Resümee: Der Mehrwert einer emotiven Textanalyse matthäischer Parabeln Kapitel 6: Die Rolle antizipatorischer Emotionen in der matthäischen Ethik 1. Emotionen im Matthäus-Evangelium 1.1 Die ethische Relevanz von Emotionen 1.2 Emotionen als Verstärkungsinstrumente der ethischen Pragmatik 2. Die Rolle der Zeit in der matthäischen Ethik 2.1 Das narrative Spiel mit der Zeit 2.2 Die emotionale Antizipation der Zukunft 2.3 Zeit-Kompetenz im Matthäus-Evangelium 3. Würdigung 3.1 Das unmittelbare Ziel: eine konstant wachsame Lebensführung 3.2 Das langfristige Ziel: die narrative Einübung einer empathischmoralischen Kompetenz mithilfe der Parabeln des Matthäus? 4. Resümee Ausblick und Schluss 1. Chancen und Grenzen einer „emotiven Heuristik“ für die Exegese 1.1 Beitrag zur Methodik der Exegese 1.2 Beitrag zur Matthäus-Forschung 2. Impulse für den Ethikdiskurs 2.1 Beitrag zur Analyse narrativer Ethik 2.2 Beitrag hinsichtlich der Rolle von Emotionen und ihrem Zeitbezug in der Ethik 3. Epilog Literaturverzeichnis Stellenregister Autorenregister Sachregister "Wie beeinflusst eine Erzählung Jesu durch emotionale Lenkung der Rezipienten die Vermittlung ihrer ethischen Forderungen? Dieser Frage nachgehend legt Tanja Dannenmann eine innovative Methode zur Analyse der emotionalen Leserlenkung in Erzähltexten vor und untersucht ihre Bedeutung für die ethische Textpragmatik." --Back cover
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