Einkaufen als nationale Verpflichtung : Zur Genealogie nationaler Ökonomien in Österreich und der Schweiz, 1920–1980
معرفی کتاب «Einkaufen als nationale Verpflichtung : Zur Genealogie nationaler Ökonomien in Österreich und der Schweiz, 1920–1980» نوشتهٔ Oliver Kühschelm، منتشرشده توسط نشر De Gruyter De Gruyter Oldenbourg در سال 2021. این کتاب در فرمت epub، زبان آلمانی ارائه شده است.
Buy-National-Propaganda hat neuerdings wieder Konjunktur. Sie hat aber auch eine lange Geschichte, die im 20. Jahrhundert deutlich Fahrt aufnahm. Die Moralisierung des Einkaufens erschien in Massenkonsumgesellschaften dringlich. Sie diente nicht nur dem Absatz von ‚nationalen‘ Waren, sondern ihre Ziele reichten darüber hinaus.
Buy-National-Propaganda und die mit ihr verknüpften Diskurse waren ein hegemoniales Projekt. Sie schrieben das Einkaufen in eine ‚nationale Ökonomie‘ ein, in ein bürgerlich dominiertes Dreieck aus Staat, Nation und Wirtschaft. Die Studie analysiert dieses Geflecht anhand der Schweiz und Österreichs von den 1910er-Jahren bis ca. 1980.
Die wichtigsten Adressat*innen der Propaganda waren Frauen, Kinder und Jugendliche. Je nach Gender, Alter und Klasse sollten sie in anderer Weise zur nationalen Ökonomie beitragen. Es ging um eine Nationalisierung durch Kauf und Verzicht, Konsum und Produktion. Die Forderungen trugen konservatives oder sozialdemokratisches, austeritätsorientiertes oder keynesianisches Gewand.
Die Studien der Reihe Werbung - Konsum - Geschichte widmen sich aus geistes-,sozial-, kultur-, kommunikations- und integrativwissenschaftlicher Perspektive den Themenfeldern Werbung, Marketing, Konsum und Material Culture in Geschichte und Gegenwart. Das Herausgeber*innenteam will mit diesen Publikationen den produktiven, diskursiven und interdisziplinären Austausch befördern und Anstoss zu weiterführenden wissenschaftlichen Arbeiten in diesen Themenfeldern geben This volume presents and analyzes buy-national campaigns in Austria since the 1920s and in Switzerland since the 1910s. The nationally formatted and patriotically charged perception of mass consumption goods is not simply reduced to an economic sales strategy, but instead, is understood as the attempt to merge the notion of the social in the 20th century with the society of the national state