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Einführung in die Gefügekunde der Geologischen Körper : Zweiter Teil Die Korngefüge

معرفی کتاب «Einführung in die Gefügekunde der Geologischen Körper : Zweiter Teil Die Korngefüge» نوشتهٔ Dr. Bruno Sander (auth.)، منتشرشده توسط نشر Springer-Verlag Wien در سال 1950. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

v weil sie .von Untersuchungen an geologischen Korpern ausging, als Beispiel fiir das Gesagte beschreiben.Ganz besonders zum zweiten Teil dieses Buches ist ferner zu bemerken, daB diese Einfiihrung beabsichtigt, den Leser nicht nur in das Gesicherte ein-zu£iihren, sondern auch in die noch ungesicherten Arbeitshypothesen, ihn also dorthin zu bringen, wo er nicht nur nach einem Schema arbeiten, sondern iiber das Buch hinausgelangen kann. Die Einstellung zur Hypothese als solcher ist £iir die arbeitsfordernde Auswirkung des Buches nicht unwichtig. Zusammenfassende Hypothesen sind Balle, die man einander international zuwirft. Nicht wer gerade den Ball fangt -oder auch nicht fangt -verweilt bei der Vorgeschichte des Balles, wohl aber wer aus dem Spiele lernen und des sen Stil als "Disziplin" lebendig weitergestalten will.Die unter meiner standigen Leitung im Institut ausgefiihrten Arbeiten wurden mit meiner Verantwortung fiir Deutung und Umdeutung teilweise mehr oder weniger wortlich iibernommen, als eingehendstes Arbeitsbeispiel die A. V. A. Analysen von Ramsa uer, nach deren statistischen Auszahlungen im Gefiigebild (Auszahlung von 1. Knopf) und damit sich ergebenden Anderungen £iir meine Auffassung; unbeschadet der im analytischen Arbeitsgang (z. B. A. V.A. Raintal) bisher uniibertroffenen Arbeit Ramsauers, dessen friiher Tod die gemeinsame Arbeit abbrach. Wer die MeBarbeiten der Diagramme durchge£iihrt hat, ist in allen Fallen evident gehalten und von meiner Deutung und der Verantwortung dafiir zu trennen. Wertvolle Arbeiten auBerhalb meines Institutes wie z. B. die Arbeiten von Mellis iiber Wachstumsgefiige, von E. B. Knopf, D. Griggs und F. Turn e r iiber Calcit konnten im Buchumfange nicht mehr gebracht werden. Dasselbe gilt von den rein technisch materialphysikalisch eingestellten Arbeiten (z. B. L. 42, 74). Auf unvollendete und noch unpublizierte Institutsarbeiten (z. B. Reithofer iiber Korundgefiige, Ladurner u. Zozmann Faltenanalysen) wurde dort kurz hingewiesen, wo sie allgemeine Gesichtspunkte il1ustrierten. Korrekturbeihil£e danke ich den Herrn Ladurner und Karl des Institutes, ersterem auch zeichnerische Beihil£e.FUr die von mir selbst fachlich nicht leistbare Beihil£e von Mathematikern (March, Pernt, Schatz, Vietoris und Lochs) habe ich um so mehr zu danken, als sich angesichts der geologischen und petrographischen Arbeitsaufwendungen, welche die Gefiigekunde fordert, der Gefiigekundler mit der rein mathematischen Formulierung seiner Fragestellungen wohl meist wird begniigen miissen. Solche rein mathematische Hil£sarbeit wird £iir die Ge£iigekunde jahrlich wichtiger; sie ist mit der unfruchtbaren und geradezu heuristisch unwahrhaftigen scheinbar erstmaligen mathematischen Ableitung friiher von anderen induktiv gewonnener Ergebnisse nicht zu verwechseln, wie sie gelegentlich das Schrifttum verunziert und den Weg der Gesteinskunde zu einer geniigend erweiterten Physik oft mehr vernebelt, als gezeigt hat.Wie andere Minerale konnten auch die Erze auf dem gegebenen Raum nur durch Hinweis auf einiges Schrifttum beriihrt werden, obgleich heute noch jede eingehend gefiigeanalytisch bearbeitete Kornart auch Beitrage zur allgemeinen Ge£iigekunde ergibt und dies wegen ihrer Sonderstellung (Kornmechanismen, Rekristallisation, Metasomatose) auch von den Erzen gilt. Durch Arbeiten,"welche schon bisher, bei dem heute noch sehr geringem Einsatz der Durchlichtuntersuchung £iir "Opake" und der Rontgenverfahren, nicht vor den Miihen der Erzgefiigeanalyse halt machten, wie besonders die Arbeiten von D. Schachner-Korn und Leonhardt, ist zu erwarten, sowohl der weiterblickende Einbau der Erzgefiige in die Gefiigekunde, als auch die Bereicherung der allgemeinen Gefiigekunde durch Erfassung der Sonderstellung dieses Zweiges. VI Vorwort. Infolge des Verlustes der Druckstocke wurde die in Aussicht genommene Wiedergabe samtlicher Diagramme des Buches 1930 reduziert, womit auch manche Belege fiir Einzelheiten entfallen muBten, welche aber meinerseits nicht in Frage gestellt werden. Eine Anzahl von Diagrammen der Gefiigekunde von 1930 wurde aber auch deshalb hier nicht wiedergegeben, weil nach heutiger Einsicht erst Achsenverteilungsanalysen ihre Deutung geniigend sicher stellen ~.onnten; hieher gehoren u. a. die triklinen Gefiige D 157-161 (L 266) und die Uberlagerungen in D 160 und 161 (L 266).Uberblickt man die bisherigen korngefiigekundlichen Spezialarbeiten, so erkennt man viele und wichtige neue Tatsachen, neue und unabhangige Moglichkeiten zur Typisierung geologischer Korper, neue Fragestellungen; auch die Begriffe der Gefiigekunde vertiefen und andern sich. An dies en Arbeiten sind bisher auBer der engeren Innsbrucker Schule beteiligt Fachgenossen aus Amerika, China, Deutschland, Finnland, Italien und der Schweiz. Von allen diesen Seiten wurde im Innsbrucker Institut mit dessen freilich geringen Mitteln gearbeitet und ich habe ihnen meinerseits auch fiir manche noch unveroffentlichte Messungen zu danken.Die korngefiigekundlichen Tatsachen sind schon unter so viele Gesichtspunkte gebracht und mit so vielen Fragen durchdrungen, daB man Gefiigekunde deutlich als eigenen Gegenstand wahrnehmen und sich daran beteiligen kann. Aber solche eigentlich gefiigekundliche Arbeiten, welche an die Fragestellungen in L 266, 272, 279 anschlieBen und fiir die Gefiigekunde besonders wertvoll waren, sind in der Literatur noch wenig zahlreich. Haufiger sind rein petrographisch eingestellte Arbeiten, welche ihr Ergebnis darin sehen, daB man gefiigekundlich eine neue Kenntnis tatsachlicher Merkmale der Gesteine gewinnt: z. B. ein "Granit", des sen Gefiige man kennt, ist etwas anderes als ein "Granit", von dem man nichts weiB, ob er geregelt oder ungeregelt ist und letzteres lediglich behauptet.Die meisten Arbeiten sind im Dienste alterer geologischer Fragestellungen durchgefiihrt und vor allem auf die orogenetische Synthese der Gebiete gerichtet. Bine wichtige, aber durchaus nicht die einzige Rolle der Korngefiigekunde kommt darin zum Ausdruck: Die Geologie braucht Korngefiigekunde, nicht weniger, als die Korngefiigekunde Geologie. Neben Erfolgen iiberblicken wir was besser gemacht werden kann. Vielfach ist die Orientierung der Diagramme inbezug auf die geographischen Richtungen und inbezug auf die feldgeologisch wahrnehmbaren Achsen des Gefiiges nicht geniigend oder nicht iibersichtlich gemacht. Manche Arbeiten messen nur das frei sichtbare Gefiige (Fugen, Schieferung, Achsen); manche, nur das Korngefiige, statt beide zu messen und gegeneinander zu orientieren; manche messen nicht aIle leicht einmeBbaren Mineralien. Viele beachten die Daten des Korngefiiges, welche nicht Regelung sind, zu wenig, namentlich die feinen nur unter dem Mikroskop sichtbaren und einmeBbaren Fugen im a, b, c Kreuz, welche so oft mit den GroBfugen zusammenfallen und mit dem Korngefiige besser in Beziehung gesetzt werden konnen, als die GroBfugen unmittelbar. Wertvolle Daten entgehen bei gleichem Arbeitsaufwand der Kenntnis, weil zu wenig in Teildiagrammen gemessen wird; auch ware mehr als bisher zu beachten, wie die auf die Einzelmaxima fallenden Gefiigekorner im Gefiige verteilt sind. Die Achsenverteilungsanalyse wird fiir wichtige Fragen allgemeinster Tragweite entscheidend, z. B. fiir die Frage, wie weit eine mechanische Regelung auf den Kornmechanismus und auf den Gefiigemechanismus zu beziehen ist.So wie bisher werden sich die Fortschritte der Gefiigekunde und ihrer Anwendbarkeit auf orogenetische Probleme fast nur aus geniigend vielen typisier-Vorwort. VII baren Untersuchungsergebnissen an den naturlichen und klinstlichen Gefugen ergeben. Die nachtragliche Ubersicht solcher Erfahrungen in ableitender Form hat manche Vorteile, wenn dabei die Produktivitat solcher Deduktionen und ihre Anwendbarkeit auf geologische Fragen nicht uberschatzt wird.Fortschritte werden auch in der Gefugekunde nicht nur gelehrt und gelernt, sondern zuerst getan. Dies ist Fachhandwerk und braucht Handwerkszeug, also Instrumente. Es ist moglich, da13 in dieser Hinsicht die Gefugekunde, gerade von dem Punkt aus, bis zu welchem sie in Innsbruck entwickelt wurde, in Innsbruck nichtmehr weiterentwickelt werden kann. So waren z. B. schon die Rontgenanalysen, seit den im Buche gebrachten wegen des Fehlens von Rohren nichtmehr fortsetzbar und die schematisierten Abbildungen 8 und 9 nicht durch Neuaufnahmen ersetzbar. Auch diese Situation war ein Grund dafur, gerade derzeit wieder den Stand der Innsbrucker Arbeiten zusammengefa13t bis an seine Grenzen, also einschlie13lich der Hypothesen den instrument ell besser ausgerusteten Arbeitsstatten international vorzulegen.Die instrumentell sehr anspruchsvolle experimentelle Gefugekunde ist durch die Arbeiten von W. Schmidt (L 297) und in U. S. A. durch Griggs (L 164-167), E. B. Knopf (L 193, 194, 346), Lepper (L 348), Turner (L 350) eingeleitet. Dies la13t erwarten, da13 man mehr als bisher erkennen wird, da13 die Korngefugekunde Materialphysik ist, ein Teil der Physik, durch welchen der abstrakten Physik ihr gegenstandlich unbekannte und von ihr bisher unhetretene Gebiete gezeigt und zuganglich gemacht wurden.Wenn das Buch, trotzdem die Druckstocke fur die Gefugekunde 1930 und fur meine anderen verwendeten Originalarbeiten nicht mehr zur Verfugung standen, und trotz der Anspruche, welche die unentbehrliche farbige Wiedergabe wirklich lesbarer Achsenverteilungsanalysen stellte, dem Leser durch reichliche Illustrationen zuganglich gemacht ist, so hat das der Autor wie der Leser dem Verlage Springer, Wien, Herrn Otto I . . ange, angesichts der Labilitat der Weltlage besonders zu danken. Innsbruck, Marz 1950. B. Sander. Inhaltsverzeichnis. Seite A. Mechanische l'mformung und Umwandlung der Gesteine. B. Allgemeinste Merkmale der Korngefiige . . . . . Ii 1. Petrographisches Gefiige und physikalisches Feld. . Ii 2. Statistisches Verteilungsgefiige und RichtungsgefUge (Genitat u. Tropie) fi 3. Messung von Genitat und Tropie der petrographischen GefUge 8 4. Vertretendes Punktfeld und petrographisches GefUge . . II 5. Rtoffdichte und Korndichte im Gefiigebild der TeilgefUge . . Front Matter....Pages I-XII Mechanische Umformung und Umwandlung der Gesteine....Pages 1-4 Allgemeine Merkmale der Korngefüge....Pages 5-18 Optische Untersuchung und Darstellung der Korngefüge durch statistische Einmessung der Drehlage anisotroper Gefügeelemente....Pages 18-39 Die Achsenverteilungsanalyse (A.V. A.) und die Synthese des Gefüges, nach Ortslage und Drehlage der Körner (Topotropie der Gefüge)....Pages 39-42 Röntgenoptische Analyse der Korngefüge....Pages 43-58 Die Gesteinsgefüge (Allgemeines)....Pages 58-137 Gefüge von Quarz, Calcit, Glimmer als Analysenbeispiele....Pages 137-261 Beispiele typisierbarer Korngefüge der Formung und der Anlagerung....Pages 261-345 Zu den Diagrammen....Pages 346-383 Back Matter....Pages 384-412
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