Ein Wohn-, Handwerks- und Verkaufsbereich in der römischen Zivilsiedlung von Vindobona: Die Keramik der Ausgrabungen in Wien 3, Rennweg 44
معرفی کتاب «Ein Wohn-, Handwerks- und Verkaufsbereich in der römischen Zivilsiedlung von Vindobona: Die Keramik der Ausgrabungen in Wien 3, Rennweg 44» نوشتهٔ Michaela Müller, Dénes Gabler, Izida Berger-Pavić, Eleni Eleftheriadou, Ursula Eisenmenger, Sylvia Sakl-Oberthaler, Reinhold Wedenig, Roman Sauer، منتشرشده توسط نشر Stadtarchäologie Wien ; Phoibos Verlag در سال 2021. این کتاب در 4 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Mit einem Beitrag von Rita Chinelli. Die römische Zivilsiedlung von Vindobona – im heutigen 3. Wiener Gemeindebezirk gelegen – ist seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert einer der Schwerpunkte der archäologischen Forschung Wiens. Aufgrund von zahlreichen Bauvorhaben und den damit verbundenen Einzelfunden sowie immer gezielteren archäologischen Untersuchungen vervollständigt sich nach und nach das Bild der römischen Siedlungsstruktur. Mit den in den Jahren 1989/1990 an der Adresse Rennweg 44 ermöglichten großflächigen Grabungen und der Auswertung des umfangreichen Fundmaterials gelang es, einen Einblick in diesen provinzialrömischen Lebensraum in der Zeit ab dem ausgehenden 1. bis hinein in die 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts zu gewinnen. Die Baustrukturen ließen sich zum Teil als Streifenhäuser erkennen, die auf die Limesstraße hin orientiert waren. Direkt an der Straße befanden sich Werkstätten und wohl auch Verkaufslokale, im mittleren Teil Wohnbereiche. Dahinter lagen auf den langen Parzellen infrastrukturelle Einrichtungen wie Brunnen und Latrinen. Einige Öfen und andere Strukturen können von Manufakturen herrühren, denn Abfall- und Halbfertigprodukte deuten auf metall- und glasverarbeitende Werkstätten, Horn- und Beinschnitzerei sowie auf Keramikherstellung vor Ort oder zumindest in der näheren Umgebung hin. Die Baustrukturen und viele Funde geben Zeugnis von einer ansässigen Bevölkerung, die – circa 2,5 km östlich des Legionslagers Vindobona – an der Fernstraße in Richtung der Provinzhauptstadt Carnuntum lebend, ihren Lebensunterhalt durch Handwerk und Handel erwirtschaftete. Zudem versorgten sich die Menschen zum Teil selbst mit Nahrungsmitteln, die sie in den Hinterhöfen und der Umgebung produzierten. Im Zentrum des hier präsentierten Teils der Publikation steht die Auswertung der Keramik. Trotz aller Einschränkungen ist es die erste Fundstelle innerhalb der Zivilsiedlung, deren Fundmaterial mit dieser Ausführlichkeit bearbeitet wurde. Die römische Zivilsiedlung von Vindobona ? im heutigen 3. Wiener Gemeindebezirk gelegen ? ist seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert einer der Schwerpunkte der archäologischen Forschung Wiens. Aufgrund von zahlreichen Bauvorhaben und den damit verbundenen Einzelfunden sowie immer gezielteren archäologischen Untersuchungen vervollständigt sich nach und nach das Bild der römischen Siedlungsstruktur.0Mit den in den Jahren 1989/1990 an der Adresse Rennweg 44 ermöglichten großflächigen Grabungen und der Auswertung des umfangreichen Fundmaterials gelang es, einen Einblick in diesen provinzialrömischen Lebensraum in der Zeit ab dem ausgehenden 1. bis hinein in die 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts zu gewinnen. Die Baustrukturen ließen sich zum Teil als Streifenhäuser erkennen, die auf die Limesstraße hin orientiert waren. Direkt an der Straße befanden sich Werkstätten und wohl auch Verkaufslokale, im mittleren Teil Wohnbereiche.0Dahinter lagen auf den langen Parzellen infrastrukturelle Einrichtungen wie Brunnen und Latrinen. Einige Öfen und andere Strukturen können von Manufakturen herrühren, denn Abfall- und Halbfertigprodukte deuten auf metall- und glasverarbeitende Werkstätten, Horn- und Beinschnitzerei sowie auf Keramikherstellung vor Ort oder zumindest in der näheren Umgebung hin Bereits 2018 wurden die Befunde der archäologischen Untersuchung in Wien 3, Rennweg 44 im Zentrum der römischen Zivilsiedlung von Vindobona vorgelegt. Neben den Ergebnissen der Aufarbeitung der Fundmünzen sowie der Metall-, Bein- und Glasobjekte, fanden jedoch nur Einzelaspekte zur Fundkeramik Platz, die nunmehr mit der Vorlage einzelner Warenarten vervollständigt wird. Abgesehen davon, dass die Keramik Informationen zu Anfangsdatum (Ende 1. Jahrhundert/1. Drittel 2. Jahrhundert n. Chr.), Entwicklung und Ende (spätestens Anfang 5. Jahrhundert n. Chr.) dieses Siedlungsbereiches liefert, ist sie Zeugnis des Alltags der ehemals hier ansässigen Bevölkerung. Sie gibt - wie die bereits publizierten Fundgattungen auch - Einblick etwa in Handwerk und Handel, Lagerhaltung, Speisenzubereitung und Tischkultur. Angesichts der großen Fundmenge wurde die Keramikvorlage auf die genannten wesentlichen Aspekte beschränkt. Die ausgewählten Terra-Sigillata-Formen, Glanzton- und Feinwaren, Lampen, reduzierend gebrannte Gebrauchskeramiken sowie Graffiti und die Ergebnisse mineralogisch-petrographischer Analysen ergänzen die bislang publizierten römischen Keramikfunde aus Wien und gewähren einen fokussierten Blick auf die Bewohner dieser Wohn- und Gewerbezone in der Zivilsiedlung 1. Vorbemerkungen 13 2. Aussagekräftige jüngere reliefverzierte Terra Sigillata 19 3. Glanztonwaren 49 4. Feinware 139 5. Reduzierend gebrannte Gebrauchskeramik 247 6. Lampen 301 7. Keramikgraffiti 317 8. Ergebnisse der mineralogisch-petrographischen Analysen an ausgewählten Keramikproben aus Wien 3, Rennweg 44 351 9. Anhang – Steinobjekte 389 10. Anhang – Ausgewählte Fundkomplexe 399 Literatur- und Abkürzungsverzeichnis 412
دانلود کتاب Ein Wohn-, Handwerks- und Verkaufsbereich in der römischen Zivilsiedlung von Vindobona: Die Keramik der Ausgrabungen in Wien 3, Rennweg 44